Münnerstadt

Münnerstadt: Trauer um Elmar Schuster

Oberstudiendirektor i.R. Elmar Schuster hat das Schönborn-Gymnasium als Schulleiter in die Moderne geführt. Die örtliche Volkshochschule hat er 23 Jahre lang geleitet und aufgebaut. Jetzt ist er im Alter von 87 Jahren gestorben.
Elmar Schuster hat Schülern wie Lehrern Vertrauen entgegengebracht.Unser Archivbild zeigt Elmar Schuster bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand. Schüler überreichten ihm zum Dank Rosen.  Archiv/Heike Beudert       -  Elmar Schuster hat Schülern wie Lehrern Vertrauen entgegengebracht.Unser Archivbild zeigt Elmar Schuster bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand. Schüler überreichten ihm zum Dank Rosen.  Archiv/Heike Beudert
Elmar Schuster hat Schülern wie Lehrern Vertrauen entgegengebracht.Unser Archivbild zeigt Elmar Schuster bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand. Schüler überreichten ihm zum Dank Rosen. Archiv/Heike Beudert

Oberstudiendirektor i.R. Elmar Schuster hat das Gymnasium und die Erwachsenenbildung in Münnerstadt geprägt. Eine christlich-humanistische Grundeinstellung waren für ihn Maxime seines Handelns. Das Leitziel seiner pädagogischen Arbeit hat er einmal so beschrieben: "Nichts kann einen Menschen mehr stärken als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt". Seine eigene Person hat er dabei nie in den Vordergrund gestellt. Elmar Schuster ist in dieser Woche im Alter von 87 Jahren verstorben.

Bis heute ist die Kollegstufenreform am Gymnasium, auch bekannt als Münnerstädter Modell, eng mit Schusters Person verbunden. Die Stadt hatte Elmar Schusters Verdienste bereits 1982 mit der Verleihung der Silbernen Stadtmedaille gewürdigt. Seit 1993 war Elmar Schuster Träger des Kulturehrenbriefes des Landkreises Bad Kissingen.

Der gebürtige Würzburger kam bereits 1958 als junger Lehrer für die Fächer Latein , Griechisch und Geschichte ans Münnerstädter Gymnasium und blieb dort bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1993. 1972 wurde Elmar Schuster zum Oberstudiendirektor und Leiter des Schönborn-Gymnasiums ernannt.

Meilensteine in Schusters Wirken waren die federführende Mitwirkung an der Kollegstufenreform in Bayern, der Anbau am Schönborn-Gymnasium, der Aufbau des Schüleraustausches mit Frankreich und Ungarn, die Stärkung der Schulbibliothek mit Anschluss an die Fernleihe sowie die Ausrichtung der 325-Jahr-Feier des Gymnasiums.

Elmar Schuster hat das Münnerstädter Gymnasium zu einer modernen und leistungsfähigen Bildungseinrichtung geformt, betonten die Laudatoren bei seiner Verabschiedung im Jahr 1993. "Die Mobilisierung der Begabungsreserven im ländlichen Raum", erklärte damals der Ministerialbeauftragte Hermann Münderlein, sei ein weiterer Verdienst Elmar Schusters gewesen.

Elmar Schuster war Wahrer und Reformer zugleich. Die alten Sprachen lagen ihm als Lehrer immer am Herzen, dennoch förderte er auch Französisch als dritte Fremdsprache neben dem Griechischen. Ein Anliegen war ihm die musikalische Ausbildung der Schüler. Wichtig für die Stadt: Er öffnete das Gymnasium hin zur Münnerstädter Bürgerschaft.

Volkshochschule wuchs kräftig

Elmar Schusters Engagement galt deshalb nicht nur seiner Schule, sondern auch der Stadt und ihren Bürgern. 1972 übernahm er die ehrenamtliche Leitung der örtlichen Volkshochschule. Als er das Amt antrat, war es eine überschaubare Einrichtung mit fünf Kursen für Fremdsprachen . Als Elmar Schuster 1995 die Leitung in neue Hände übergab, wurden den Münnerstädtern in der Volkshochschule 75 Kurse angeboten - von der Fremdsprache über Computerkurse bis zum Mähen mit der Sense. Auch Kulturreisen zu den antiken Stätten im Mittelmeer gehörten zum Programm.

Dass der Schüleraustausch mit Stenay in einer Städtepartnerschaft zwischen Münnerstadt und dem lothringischen Städtchen mündete, war Elmar Schuster in den 1970er Jahren ein Herzensanliegen. Austausch und Städtepartnerschaft gibt es bis heute. Neben all diesen Tätigkeiten war Elmar Schuster acht Jahre Mitglied des Kreisjugendringes und des Jugendwohlfahrtausschusses.

Elmar Schuster hinterlässt seine Frau Gudrun, seine drei Kinder sowie Enkel- und Urenkelkinder. Der Trauergottesdienst in der Münnerstädter Klosterkirche findet am Montag, 16. Dezember, um 14 Uhr statt. Anschließend ist die Beisetzung auf dem Friedhof.

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