Hammelburg

Hammelburg: Nachfrage nach Wohnraum groß

In der Mitgliederversammlung der Wohnungsbaugenossenschaft Hammelburg stellte Vorstandsmitglied Reiner Reuß den Geschäftsbericht vor. Schwerpunktthema der letzten Jahre waren die Neubauten in der Friedhofstraße.
Die Neubaumaßnahme in der Friedhofstraße, das größte je von der Wohnungsbaugenossenschaft Hammelburg erstellte Projekt, ist seit gut einem Jahr fertiggestellt und vermietet.  Foto: Winfried Ehling       -  Die Neubaumaßnahme in der Friedhofstraße, das größte je von der Wohnungsbaugenossenschaft Hammelburg erstellte Projekt, ist seit gut einem Jahr fertiggestellt und vermietet.  Foto: Winfried Ehling
Die Neubaumaßnahme in der Friedhofstraße, das größte je von der Wohnungsbaugenossenschaft Hammelburg erstellte Projekt, ist seit gut einem Jahr fertiggestellt und vermietet. Foto: Winfried Ehling

Zufriedenheit über den Geschäftsverlauf des vergangenen Jahres und Stolz über den Abschluss des größten Projekts in der 70-jährigen Geschichte der Wohnungsbaugenossenschaft Hammelburg (WGH) herrschte in der Mitgliederversammlung, in der Aufsichtsrats-Vorsitzender Michael Hoffmann - trotz Pandemiekrise - zahlreiche Mitglieder im Heinrich-Köppler-Haus willkommen hieß.

Vorstandsmitglied Reiner Reuß legte den Geschäftsbericht auf, der sich in der Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr erneut deutlich erhöhte und aktuell 11,13 Millionen Euro beträgt. Der Grund dafür sind die aktivierten Kosten für die Neubaumaßnahme in der Friedhofstraße. Der Bilanz-Gewinn beläuft sich auf knapp 36 000 Euro. Daraus schüttete die WGH ihren Mitgliedern eine Dividende von vier Prozent aus.

Nach Dafürhalten des geschäftsführenden Vorstands, Marco Lummel, bereitete die Corona-Krise nur geringfügige Probleme. Zwar mussten Sanierungsmaßnahmen verschoben und die Mieterversammlung verlegt werden, doch erledigte die WGH nur unbedingt notwendigen Arbeiten in den bewohnten Einheiten.

Schwerpunktthema der letzten Jahre waren die Neubauten in der Friedhofstraße. Die Maßnahme ist bis auf kleinere Restarbeiten abgeschlossen. Die Gesamtkosten bezifferte Lummel auf 4,52 Millionen Euro zuzüglich ausstehender Rechnungen in Höhe von etwa 20 000 Euro. Damit liegt die Wohnungsbaugenossenschaft im Rahmen der Kalkulation. Eine minimale Kostensteigerung beruht auf einer Auftragserweiterung bei der Zuwegung aus der Adolf-Kolping-Straße. Die erste Nutzung des Block eins datiert auf den Mai 2019, das zweite Haus konnte ab August vorigen Jahres bezogen werden. Zur Vermietungssituation ist anzumerken, dass alle Wohnungen der Genossenschaft zum Bilanzstichtag vermietet waren. Aktuell sind lediglich zwei Wohnungen frei, die derzeit saniert werden. Insgesamt gab es im verflossenen Jahr 21 Wohnungswechsel. Die große Nachfrage nach Wohnraum bedingt aufgrund der geringen Fluktuation längere Wartezeiten, so Lummel.

352 eigene Wohnungen

Insgesamt verfügt die WGH über 352 eigene Wohnungen mit einer Wohnfläche von 23 114 Quadratmetern sowie 13 Garagen und 103 Stellplätze. Neben der Vermietung des eigenen Bestands verwaltet die Genossenschaft Wohnungen für Dritte, inzwischen 139 Einheiten und mehrere Tiefgaragenstellplätze.

Die Instandhaltungsaufwendungen gegenüber dem Vorjahr zeigen sich deutlich erhöht und betrugen zum Ende des vorigen Jahres 150 000 Euro. Der Vorstand beschloss, das Dach des Anwesens Adolf-Kolping-Straße 10/12 zu erneuern. Trotz kritischer Lage ist es ihm wichtig, die verschobenen Sanierungsmaßnahmen nicht zu vernachlässigen. Die energetische Sanierung in der Adolf-Kolping-Straße und die Erneuerung der Aufzugsanlage in der Breslauer Straße sind bereits geplant.

Den Aufsichtsratsbericht legte Hoffmann auf, der die Tätigkeiten des Gremiums und die gesetzliche Prüfung des Jahresabschluss 2018 darlegte. Den Prüfungsausschuss bildeten Jürgen Bergander, Marcus Seifert und Hofmann selbst, die den Ertrag als zufriedenstellend erachteten. Vorstandsmitglied und Bürgermeister Armin Warmuth informierte über die Verwendung des Bilanzgewinns, der sich in die vierprozentige Dividende, die am 4. August zur Auszahlung kommt und in eine Rücklage in Höhe von 27 700 Euro aufteilt.

Ehrenvorsitzender Georg Sell erinnerte in diesem Zusammenhang an einen früheren Vorschlag zur Streichung der Dividende, der jedoch abgelehnt wurde. Der Verwendungsvorschlag und die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats erhielten einmütige Zustimmung. Cornelia Kümmert und Andreas Spehnkuch schieden turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat aus, führen aber nach Wiederwahl ihre Ämter weiter.

Unter den Anregungen fand sich die Überdachung einer Haustüre, die - massiv gefertigt - zudem ein Problem für Rollator- und Rollstuhlfahrer darstellt. Architekt Marcus Seifert erachtete elektrisch zu öffnende Türen jedoch als sehr teuer. Der Vorstand will das Thema in seiner nächsten Sitzung diskutieren und die Mieterschaft dazu hören. Auch die nicht überdachten Hauseingänge und Briefkästen-Anlagen sollen einbezogen werde. Die Erneuerung der Hausnummern stellt kein Problem dar, Besucherparkplätze hingegen gibt es auch künftig nicht. Warmuth dankte abschließend den Hausmeistern, dem Personal und den Mietern - letzteren für Verständnis und Treue - und dem Aufsichtsrat für die gute Zusammenarbeit.

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