Münnerstadt

Neue Ära für die Münnerstädter Musikschule

Unmittelbar nach den Herbstferien werden die Musikschüler in der früheren Landwirtschaftsschule unterrichtet. Jetzt sahen sich die Mitglieder des Hauptausschusses dort um.
Komplett eingerichtete Unterrichtsräume stehen der Städtischen Musikschule nach den Herbstferien in der früheren Landwirtschaftsschule zur Verfügung. Der Haupt- und Finanzausschuss nebst Schulleitern hat sich jetzt ein Bild gemacht. Thomas Malz       -  Komplett eingerichtete Unterrichtsräume stehen der Städtischen Musikschule nach den Herbstferien in der früheren Landwirtschaftsschule zur Verfügung. Der Haupt- und Finanzausschuss nebst Schulleitern hat sich jetzt ein Bild gemacht. Thomas Malz
| Komplett eingerichtete Unterrichtsräume stehen der Städtischen Musikschule nach den Herbstferien in der früheren Landwirtschaftsschule zur Verfügung.

Die Vorfreude ist groß. Generationen von Musikschülern sind in der Zehntscheune unterrichtet worden - unter nicht gerade idealen Bedingungen. Die Räume sind klein und extrem hellhörig. Seit die Hygieneregeln wegen Corona eingeführt wurden, hat sich die Situation noch einmal verschlechtert. Aber jetzt ist eine wesentliche Besserung in Sicht: In den Herbstferien wird die Musikschule in die ehemalige Landwirtschaftsschule am Karlsberg umziehen. Bürgermeister Michael Kastl ( CSU ) betonte allerdings bei aller Vorfreude, dass dies eine vorläufige Lösung sei. Was endgültig mit dem Gebäude passiert, wird in einer Machbarkeitsstudie in Zusammenhang mit dem Berufsbildungszentrum (BBZ) und dem Hallenbad ermittelt.

In den Herbstferien wird mehrfach umgezogen. Das gesamte BBZ samt Landwirtschaftsschule wird den Neubau auf dem früheren Augustinergelände neben dem Studienseminar in Besitz nehmen. Somit fällt das alte BBZ und die Landwirtschaftsschule an die Stadt Münnerstadt - einschließlich allem, was sich nach dem Auszug des BBZ noch darin befindet. Dann wird sofort die Städtische Musikschule in die Landwirtschaftsschule umziehen. Bei einer Ortsbesichtigung informierten sich jetzt die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses über das neue Domizil der Musikschule .

Schon im Eingangsbereich kündet ein großes Mosaik vom ursprünglichen Zweck den Gebäudes, gleich daneben wird auf die Bauzeit von 1962 bis 1964 verwiesen. Ein paar Umzugskisten stehen bereit, die mit ins neue BBZ gehen, wie dessen Schulleiter Georg Gißler sagt. Weil das neue BBZ komplett eingerichtet ist, werden aber die meisten Einrichtungsgegenstände an Ort und Stelle verbleiben, beispielsweise Tische und Stühle.

So übernimmt die Stadt und damit die Städtische Musikschule mehrere voll eingerichtete Unterrichtsräume. Deshalb kann der Musikunterricht auch sofort nach den Ferien starten. Verschönerungsarbeiten oder gar eine Generalsanierung sind nicht vorgesehen, wie Bürgermeister Michael Kastl schon mehrfach betont hat. Einige Räume sind nicht uneingeschränkt nutzbar. So gibt es in der früheren Landwirtschaftsschule mehrere Lehrküchen, eine davon ist sogar noch recht neu, wie Georg Gißler beim Rundgang sagte. Man könnte die Vereine im Stadtgebiet fragen, ob sie solche Küchenzeilen gebrauchen können, schlug Klaus Schebler (Neue Wege) vor. Aber Bürgermeister Michael Kastl möchte sie erst einmal drin lassen.

Große Räume, die nicht hellhörig sind, dazu große Vorräume, die Musikschule wird nach dem Umzug viel Platz haben, stellten die Teilnehmer des Rundgangs fest. Der Zustand der Fenster sei unterschiedlich, sagte Georg Gißler auf eine Frage von Rosina Eckert (Forum Aktiv). Dringender Handlungsbedarf bestehe lediglich bei zwei Fenstern. In der früheren Werkstatt ist so viel Platz, dass er sie künftig als großer Proberaum genutzt werden könnte.

Bei dem Rundgang verwies der Bürgermeister auf eine Führung der Musiklehrer durch die ehemalige Landwirtschaftsschule . "Sie haben sich sehr gefreut über die schönen Räume, die sie bekommen", sagte Michael Kastl. Genauso sieht es der Leiter der Städtischen Musikschule , Thomas Reuß. "Jetzt können wir endlich wieder in größeren Gruppen üben", sagt er gegenüber unserer Zeitung. Denn wegen den Corona-Vorschriften (zwei Meter Abstand bei Bläsern und Sängern), war das in der Zehntscheune kaum möglich.

Michael Kastl verwies darauf, dass es auch sehr gut sei, wenn man derzeit ein paar Unterrichtsräume mehr zur Verfügung hat. Die könnten beispielsweise von den Schulen oder dem Kindergarten genutzt werden, falls Gruppen oder Klassen wegen Corona geteilt werden müssen. Vom Kindergarten habe es schon einmal vorsichtshalber eine Anfrage gegeben.

Dem Umzug der Musikschule steht also nichts mehr im Wege. Im Rathaus nahmen die Ausschussmitglieder das Thema noch einmal bezüglich der Machbarkeitsstudie auf (Bericht folgt). Nach dem Umzug stehen dann die Räume in der Zehntscheune leer, was erste Begehrlichkeiten weckt. "Diese Räume werden erst einmal frei gehalten", betont der Bürgermeister gegenüber unserer Zeitung. Auch für die Zehntscheune soll einmal eine Machbarkeitsstudie bezüglich der künftigen Nutzung erstellt werden. Mit Fertigstellung des neuen Feuerwehrgerätehauses wird das Erdgeschoss des historischen Gebäudes ebenfalls frei. Außerdem muss das Dach saniert werden.

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