Bad Kissingen

Neue Spende: 20 000 Masken für den Landkreis Bad Kissingen

Die Firma Handelshaus Dittmann GmbH unterhält gute Beziehungen nach Asien - und verschaffte so dem Landkreis die Unterstützung.
Horst Dittmann und Inge Faerber übergeben die Masken an Landrat Thomas Bold (rechts). Foto: Lena Pfister       -  Horst Dittmann und Inge Faerber übergeben die Masken an Landrat Thomas Bold (rechts). Foto: Lena Pfister
| Horst Dittmann und Inge Faerber übergeben die Masken an Landrat Thomas Bold (rechts). Foto: Lena Pfister

Nach Eugen Münch , Rhön-Klinikum-Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender, spendet nun auch das Unternehmerpaar Horst Dittmann und Inge Faerber 20.000 Masken.

Die Firma Handelshaus Dittmann GmbH wurde 1996 in Fuchsstadt von Horst Dittmann gegründet. Otto-Normalverbrauchern ist sie vielleicht nicht so bekannt, was daran liegt, dass die Firma vor allem andere Einrichtungen, Discounter und Großhändler mit Produkten aus dem medizinischen, gesundheitlichen und Sportbereich beliefert. Außerdem werden dort Produkte für Fitness und Wellness in eher großen Stückzahlen vertrieben. Die Firma agiert weltweit als Produktions- und

Vertriebsfirma.

Als vorteilhaft in der Corona-Krise haben sich nun die langjährigen Beziehungen im asiatischen Raum ausgezahlt. Hier hat der Gründer belastbare Erfahrungen im Importgeschäft und das war bei der

Beschaffung von Gesichtsmasken ein echter Vorteil, denn Schutzausrüstung ist immer noch ein begehrtes und nicht billiges Gut. Und so ist auch der Landkreis Bad Kissingen dankbar für jede

Spende, heißt es in einer Presseerklärung des Landratsamts. Jede Schutzmaske, die den Bürgern und Fachkräften zukommt, ist wertvoll.

Umso dankbarer zeigt sich auch Landrat Thomas Bold , dass sich erneut ein Firmeninhaber zu einer

Maskenspende bereit erklärt hat: "Es ist nach wie vor schön zu sehen, wie in dieser Krisenzeit jeder einzelne versucht, im Rahmen seiner Möglichkeiten Verantwortung zu übernehmen. Die Maskenspende von der Firma Dittmann ist eine weitere Möglichkeit, unseren Bestand an Schutzausrüstung zu erweitern, die wir dann dort, wo es nötig ist, zur Verfügung stellen können. Das sind medizinische und pflegerische Fachkräfte oder in einem anderen Fall auch die Bevölkerung. Auf jeden Fall möchte ich mich herzlich für diese Spendenbereitschaft beim dem Unternehmerpaar Horst

Dittmann und Inge Faerber bedanken."

Spende auf Umwegen

Angekündigt hatte Horst Dittmann die 20.000 Gesichtsmasken schon vor einer Weile. Dank seiner Beziehungen waren die Masken auch schnell in China besorgt. Nur der Ausflug nach Deutschland

hatte sich verzögert. Grund war nach Angaben von Horst Dittmann, dass ein anderes großes Land auf Wochen im Voraus Flugzeug-Frachträume für seine eigenen Waren reserviert und bezahlt hatte,

so dass es zu enormen Verzögerungen kam, bis die Masken endlich China verlassen und Deutschland erreichen konnten. Hinzu kamen Erschwernisse bei den chinesischen Zollformalitäten. Am Montag, 4. Mai, konnte aber endlich die Übergabe im Landratsamt erfolgen.

"Die Covid-19-Pandemie kann man nur gemeinsam angehen und bewältigen. Dies bedarf der Unterstützung eines jeden einzelnen - ganz im Sinne von Berthold Brecht "Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren"", so Horst Dittmann, "An dieser Stelle herzlichen Dank an alle, die sich im Kampf gegen das Virus unermüdlich dafür einsetzen, allen Bürgern wieder nach und nach

ein normales Leben zu ermöglichen, und die sich bemühen, die Wirtschaft und das öffentliche Leben wieder zum Laufen zu bringen."

Medizinischer Mundschutz für Fachkräfte

Die Maskenspende der Firma Dittmann umfasst 20.000 medizinische Mund-Nasen-Schutzmasken mit drei Lagen und einer speziellen feuchtigkeitsresistenten und hochfiltrierenden Schicht. Das

bedeutet, sie sind für die Verwendung im medizinischen Bereich bestimmt. Aus diesem Grund werden die Masken auch durch das Landratsamt an ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen und

-dienste verteilt.

Die Verteilung ist seit Ausbruch der Coronakrise dort standardisiert: Einrichtungen, Dienste und Ärzte, die anderweitig kein Material beziehen können, melden ihren Bedarf. Dieser wird zentral erfasst

und durch den Katastrophenschutz wird dann eine koordinierte Verteilung vorgenommen. Auch in diesem Fall kann so sichergestellt werden, dass jeder berücksichtigt werden kann, der in medizinische Schutzmasken benötigt.

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