Oberthulba

Neue Vorsitzende bei Verein "Tourismus Thulbatal"

Der Verein "Tourismus Thulbatal" wählt Jessica Leicher zur offiziellen Vorsitzenden. Eines ihrer Ziele ist die Erweiterung der Wanderwege, bei der Vermarktung setzt sie auf die Zusammenarbeit mit "Frankens Saalestück".
Der Verein 'Tourismus Thulbatal' will auch weiterhin durch Wanderwege und Natur-Erlebnis Gäste in die Region holen. Der mit dem roten 'T' markierte Rundwanderweg 'Thulbataler' ist eines der Aushängeschilder. Foto: Archiv/Arkadius Guzy       -  Der Verein 'Tourismus Thulbatal' will auch weiterhin durch Wanderwege und Natur-Erlebnis Gäste in die Region holen. Der mit dem roten 'T' markierte Rundwanderweg 'Thulbataler' ist eines der Aushängeschilder. Foto: Archiv/Arkadius Guzy
| Der Verein "Tourismus Thulbatal" will auch weiterhin durch Wanderwege und Natur-Erlebnis Gäste in die Region holen. Der mit dem roten "T" markierte Rundwanderweg "Thulbataler" ist eines der Aushängeschilder.

Bereits seit Juli 2019 leitet Jessica Leicher kommissarisch den Verein "Tourismus Thulbatal". Nun wurde sie in der jüngsten Jahreshauptversammlung einstimmig für drei Jahre zur Vorsitzenden gewählt. Ihre Stellvertreterin ist Caroline Kessler, Schriftführerin Silvia Friedrich, Schatzmeister Klaus Blum und Kassenprüfer Gerhard Karg. Laut Jessica Leicher setzt der Verein auf eine Erweiterung der Wanderwege sowie die Verbindung von Thulba- und Saaletal. Die Vorsitzende schwärmte vom Panoramablick auf Soden- und Büchelberg, vorbei am Alten Steinbruch, am Feuerthaler Kreuz und am alten Thulbaer Weinberg.

"Wir leben, wo andere Urlaub machen, und bei den Projekten, die wir uns vornehmen, machen wir keine Unterschiede zwischen Bevölkerung und Gästen", erklärt Leicher. "Frankens Saalestück" sei für den Verein die "Über-Destination", der Verein wolle unter dieser Marke aufgehen, aber die eigene Struktur beibehalten. Bei der Gestaltung von Einzel-Flyern will sich der Verein zurücknehmen und sich bei größeren Projekten angliedern. Und sie kündigte ein weiteres Projekt an: "Ich würde gerne wieder vermehrt Stammtische abhalten."

2019 Plus bei Übernachtungen

An Aktivitäten des Vereins benannte sie den Ausflug in die Herrenmühle nach Hammelburg. In der neuen Saison sei mitgearbeitet worden am Rhönkäppchen-Radweg und an der Extratour Waldfenster, der Anschluss an den Wein-Genuss-Weg stehe unmittelbar bevor. Außerdem habe der Verein den Internet-Auftritt überarbeitet, Texte und Fotos seien jetzt auch auf mobilen Endgeräten gut darstellbar. Im Jahr 2019 habe die Region mit mehr als 21 000 Übernachtungen (Betriebe ab zehn Betten, ohne Campingplätze) rund 1000 Übernachtungen mehr gezählt als 2018. Das Jahr 2020 sei aufgrund von Corona nicht aussagekräftig.

Der Verein besteht seit 1973 und hat aktuell 44 Mitglieder. Glückwünsche bei runden Geburtstagen auszusprechen gehöre mit zu ihren schönsten Aufgaben, sagte Schriftführerin Silvia Friedrich. Der Verein hat geordnete Finanzen, die Mitgliedsbeiträge und ein Zuschuss vom Markt Oberthulba zählen zu den Haupteinnahmen, berichtete Schatzmeister Klaus Blum.

Geerd Müller ging auf die Neuausrichtung von Frankens Saalestück ein. Er freue sich auf die Gesellschaftsgründung im ersten Halbjahr 2021. Die Tourismus-Branche lebe von Veranstaltungen wie Weinfesten , diese seien durch Corona aber weggebrochen. Die Zahl von Tagesgästen sei noch in Ordnung gewesen, aber die Übernachtungen seien um die Hälfte eingebrochen. Er rechnete auch kaum noch mit Weihnachtsgeschäft , Weihnachtsfeiern - familiär oder betrieblich - würden nur bedingt abgehalten. "Kataloge spielen nur noch eine untergeordnete Rolle, wir setzen auf der neuen Webseite auf bewegte Bilder", sagte Müller. Eine neue Chance sieht er in Automaten, aus denen man zum Beispiel Bocksbeutel oder andere Getränke, aber auch Fleisch und Wurst beziehen kann.

Es mache wenig Sinn einen Wanderweg nach dem anderen zu schaffen, vielmehr müsse man bestehende verbessern und vernetzen, sagte der frühere Oberthulbaer und stellvertretende Landrat Gotthard Schlereth (FW). "Ich stehe, wie auch der Landkreis, für einen Aufbau des Tourismus. Aber Rhön ist Rhön und Saale ist Saale ". Man sei froh über jede Art von Gastronomie, aber man müsse beim Tourismus auch Land- und Forstwirtschaft mit einbinden. Er bescheinigte Gerhard Karg, der den Vorsitz sechs Jahre innehatte, gute Arbeit: Er habe vieles auf den Weg gebracht.

"Ich habe immer versucht die Vereinsarbeit zu betrachten wie ein Außenstehender", sagte Karg selbst. Die Arbeit sei zwar sehr zeitaufwendig, aber auch immer spannend und gut gewesen, blickte er zurück. Über die Wahl der Nachfolgerin zeigte er sich glücklich, auch habe er immer gute Unterstützer im Verein und auch bei der Gemeinde gehabt. "Wenn man etwas nicht mit Leidenschaft macht, wird es auch nichts, mein Wirken war nie Selbstzweck", bemerkte Karg abschließend.

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