Münnerstadt

Neue Wege für die Landwirtschaft in Münnerstadt

Der Bauausschuss hat sich zum Ziel gesetzt, die Kernwege in Seubrigshausen, Kleinwenkheim und Seubrigshausen auszubauen. Die Wege können auch von Radfahrern genutzt werden.
Dieser Wirtschaftsweg zwischen Seubrigshausen und Kleinwenkheim soll der erste von drei Kernwegen sein, den den östlichen Stadtteilen herrichten will. Ein Kernweg wird auf einer Breite von 3,5 Metern asphaltiert. Solche Projekte werden mit insgesamt 75 Prozent bezuschusst, allerdings nicht der Flächenerwerb. Foto: Thomas Malz       -  Dieser Wirtschaftsweg zwischen Seubrigshausen und Kleinwenkheim soll der erste von drei Kernwegen sein, den den östlichen Stadtteilen herrichten will. Ein Kernweg wird auf einer Breite von 3,5 Metern asphaltiert. Solche Projekte werden mit insgesamt 75 Prozent bezuschusst, allerdings nicht der Flächenerwerb. Foto: Thomas Malz
| Dieser Wirtschaftsweg zwischen Seubrigshausen und Kleinwenkheim soll der erste von drei Kernwegen sein, den den östlichen Stadtteilen herrichten will. Ein Kernweg wird auf einer Breite von 3,5 Metern asphaltiert.

3,5 Meter werden sie breit sein und asphaltiert. Genutzt werden die Kernwege hauptsächlich von der Landwirtschaft. "Um zum Ziel zu kommen, dass sie nicht mehr durch die Ortschaften fahren", sagte Bürgermeister Michael Kastl ( CSU ) bei der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Montagabend. Natürlich könnten diese Wege auch von Radfahrern und Fußgängern genutzt werden. Zunächst ist ein Weg zwischen Seubrigshausen und Kleinwenkheim vorgesehen. "Klar ist, dass ein wenig dauert, wichtig ist, dass es angegangen wird", betonte der Bürgermeister. Das sahen die Ausschussmitglieder auch so. Der Beschluss fiel einstimmig.

Bereits im August letzten Jahres hatte sich der Stadtrat im Rahmen eines Antrags der Bauernverbände Großwenkheim , Seubrigshausen und Kleinwenkheim und der Jagdverbände der drei Stadtteile mit dem Thema befasst und die Verwaltung beauftragt, ein Konzept zu erstellen. "Es wurde aber kein konkreter Beschluss gefasst", sagte Michael Kastl. Das holte der Bauausschuss jetzt nach.

Kürzlich hatte eine Besprechung mit Vertretern des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) stattgefunden. Dabei äußerten die Fachleute, dass sich vermutlich der Kernweg 375.1 zwischen Seubrigshausen und Weichtungen am einfachsten umsetzen lässt, weil keinerlei Grunderwerb nötig ist. Der Fördersatz für solche Wege liegt bei 65 Prozent, dazu gibt einen Allianzbonus von zehn Prozent, weil Münnerstadt in der NES-Allianz ist. Grunderwerb wird allerdings nicht gefördert.

Die Vertreter der drei Jagdgenossenschaften sehen allerdings keine Priorität im vorgeschlagenen Kernweg, sie möchten lieber die Wege 376 zwischen Seubrigshausen und Kleinwenkheim , den Weg 371 zwischen Kleinwenkheim und Großwenkheim sowie den Kernweg 372 von Großwenkheim und Großbardorf ausgebaut haben. Der Kernweg 376 hat dabei höchste Priorität.

"Da kommt viel Arbeit auf uns zu", sagte Michael Kastl. Zunächst müsse die Stadt erst einmal die Grundstücke erwerben, was nicht leicht sei, weil das Areal sehr kleinteilig sei. "Wir müssen erst mit den Leuten reden." Dazu soll es zunächst eine Versammlung der Grundstückseigentümer geben. Auf eine Nachfrage von Arno Schlembach ( CSU ) sagte er, dass die Stadt natürlich die Höchstförderung wolle. Arno Schlembach bat darum, dass alle Grundstückseigentümer den gleichen Quadratmeterpreis bekommen. Das sei auch im Interesse des ALE, sagte der Bürgermeister dazu. Er informierte auch darüber, dass mit dem Beschluss zum Ausbau des Kernwegs 376 keine Verpflichtung entsteht, auch die anderen Wege ausbauen zu müssen. Es sei sinnvoll, erst einmal einen Weg zu machen.

Günter Scheuring ( Freie Wähler ) ließ sich noch einmal bestätigen, dass die Wege auch von Radfahrern genutzt werden können. Michael Kastl verwies allerdings wegen immer wiederkehrenden Interessenskonflikten darauf, dass sie in erster Linie für den landwirtschaftlichen Verkehr das sind. Johannes Röß ( CSU ) gab allerdings zu bedenken, dass der bereits vorhandene Weg zwischen Großwenkheim und Großbardorf nicht funktioniere, weil die Staatsstraße kürzer sei. Das könne daran liegen, dass der Kernweg nicht die Breite von 3,5 Metern habe und auch nicht ordentlich ausgebaut sei, meinte Arno Schlembach dazu.

Norbert Schreiner (Forum Aktiv) fragte nach, wie solche Kernwege beschildert werden, ob es Einschränkungen beispielsweise für Pkw gibt. Das liege in der Hand der Stadt , sagte Michael Kastl. Man müsse sich das erst einmal anschauen, gleich zu Beginn würde er keine Einschränkungen vornehmen. 2. Bürgermeister Andreas Trägner ( Freie Wähler ) sagte dazu, dass solche Wege mit öffentlichen Mitteln gefördert werden, deswegen müssten sie auch öffentlich nutzbar sein.

Auf Hinweis von Arno Schlembach bestätigte der Bürgermeister, dass die Stadt auf einer Breite von acht Metern die Grundstücke erwerben muss. Wichtig sei es, dass es angegangen wird.

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