Hammelburg

Neuer Bus-Bahnhof für Schulen

Der Hauptausschuss hat die Ingenieurleistungen für mindestens fünf neue Haltebuchten unterhalb des Feuerwehrhauses vergeben. In Zukunft sollen keine Busse mehr in die Friedrich-Müller-Straße fahren.
Einzelne Busse halten bereits jetzt in der Straße Am Weiher in Hammelburg, die meisten Schüler werden jedoch direkt an der Grund- und der Mittelschule abgeholt. Durch den Bau eines Bus-Bahnhofes soll sich das bald ändern. Foto: Ralf Ruppert       -  Einzelne Busse halten bereits jetzt in der Straße Am Weiher in Hammelburg, die meisten Schüler werden jedoch direkt an der Grund- und der Mittelschule abgeholt. Durch den Bau eines Bus-Bahnhofes soll sich das bald ändern. Foto: Ralf Ruppert
| Einzelne Busse halten bereits jetzt in der Straße Am Weiher in Hammelburg, die meisten Schüler werden jedoch direkt an der Grund- und der Mittelschule abgeholt.

Diskutiert wird über einen neuen Bus-Bahnhof für Grund- und Mittelschule in der Straße Am Weiher bereits seit mehr als zehn Jahren. Der frühere stellvertretende Bürgermeister Reimar Glückler (CBB) verweist auf Verhandlungen mit dem Kreis-Omnibusbetrieb im Jahr 2010, seitdem habe seine Fraktion das Thema stets bei den Haushaltsberatungen gefordert. Nun geht es endlich voran: Der Hauptausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung das Ingenieurbüro Erich Hutzelmann damit beauftragt, einen Bus-Bahnhof mit fünf bis sechs Haltebuchten unterhalb des Feuerwehrhauses zu planen.

Seit Jahren gibt es nahe der Einfahrt von der B 287 in die Stadtmitte eine provisorische Haltestelle. Dort halten einzelne Busse, andere holen die Schüler direkt an den beiden Schulen ab. "Ist gewährleistet, dass vor dem Schulhaus kein Bus mehr hält?", fragte Dominik Sitter (CBB) kritisch nach. "Wenn wir's machen, machen wir's gescheit", erwiderte Bürgermeister Armin Warmuth ( CSU ), und: "Natürlich ist es unser Ziel, dass kein Bus mehr bis zur Schule fahren muss." Stattdessen sollten auf dem Schulgelände Parkplätze für die Lehrer entstehen.

Baubeginn im Herbst geplant

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg: Im Januar soll die Planung für den Bus-Bahnhof südwestlich des Feuerwehrhauses gemacht werden. "Es gibt bereits Gespräche mit der Regierung von Unterfranken ", betonte Warmuth, zudem solle die fertige Planung mit den beiden Schulen und dem Kreis-Omnisbusbetrieb abgestimmt werden. Der Bürgermeister hofft auf einen Baubeginn im Herbst 2021.

Peter Kreß vom Tiefbauamt der Stadt berichtete im Stadtrat , dass für den Bus-Bahnhof eine Fläche von rund 30 auf 70 Meter vorgesehen sei. Die Detail-Planung müsse ergeben, ob fünf oder sechs Haltebuchten benötigt werden. Geplant seien eine lang gezogene Mittelinsel und eine Überdachung. Mit den Schulleitungen und der Polizei sei bereits abgesprochen, dass auf dem Gelände des Bus-Bahnhofes kein Verkehrsübungsplatz integriert werden müsse. Die Beteiligten seien sich einig, dass dafür bestehende Flächen am Schul- und Sportzentrum genutzt werden könnten. Das spare Kosten, weil der Busbahnhof sonst hätte größer ausfallen müssen.

Für das Projekt gaben vier Büros Angebote ab. Weil noch keine Bausumme bekannt ist, stellte die Verwaltung ein Punktesystem für die Bewertung auf, die zum einen bestimmte Leistungen, aber vor allem auch zeitliche Vorgaben enthielt. Das Hammelburger Büro Hutzelmann lag knapp vor den Mitbewerbern. Die Verwaltung kündigte die Beauftragung der Leistungsphasen in mehreren Stufen an, dem stimmte der Stadtrat zu.

In der Sitzung bestätigte der Hauptausschuss zudem die Neu-Besetzung des Sanierungsbeirates: Dem Gremium gehören weiterhin an: Stephanie Baier-Bindrum, Valtin Dietz, Erwin Full, Sebastian Hose, Karl-Heinz Maul, Andrea Römer, Stefan Ruppert, Christiane Schmid, Reiner Stein und Georg Väth. Neu dazu kommen Sebastian Kleinhenz, Franz Kraus und Bianca Volkert oder Elfriede Dickert vom Behinderten- und Seniorenbeirat. Von der Verwaltung gehören Bürgermeister Warmuth und Stadtbaumeister Detlef Mohr dem Sanierungsbeirat an.

Keine Einwände gab es gegen zwei isolierte Befreiungen für das Baugebiet "Berliner Straße II": Zum einen soll in Richtung Kissinger Straße ein Carport außerhalb des vorgegebenen Baufensters entstehen. Zum anderen plant ein Bauherr ein Doppel-Carport am anderen Ende in Richtung Ofenthaler Weg. Laut Stadtbaumeister Mohr werde die Ein- und Ausfahrt in die Willibrordstraße nicht behindert. Der Stadtrat stimmte beiden Befreiungen zu, mahnte aber an, in Zukunft gleich die Baugrenzen großzügiger einzuplanen.

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