Hammelburg

Hammelburg: Gymnasiasten tauschten ihre Kleider

Anlässlich der Gesundheits- und Nachhaltigkeits-Woche an den bayerischen Schulen fand im Frobenius-Gymnasium Hammelburg ein Kleidertausch-Tag statt.
Im Rahmen der "Woche der Nachhaltigkeit" fand in der Mittelstufe am Frobenius-Gymnasium Hammelburg ein Kleidertauschbasar statt. Was niemand haben wollte, ging an die Kleiderkammer.Winfried Ehling
Im Rahmen der "Woche der Nachhaltigkeit" fand in der Mittelstufe am Frobenius-Gymnasium Hammelburg ein Kleidertauschbasar statt. Was niemand haben wollte, ging an die Kleiderkammer.Winfried Ehling

Getragene Kleidung - gewaschen und gebügelt - für Mädchen und für Jungs machte bei dem Kleidertausch-Tag der Mittelstufe im Klassenzimmer die Runde. Nicht gegen Geld, sondern gegen ein anderes Kleidungsstück kamen Schülerinnen und Schüler so zu "neuer" Garderobe im Kleiderschrank - jedenfalls einmal zu was anderem, was man ausprobieren kann oder worauf man schon "Stielaugen" hatte. Romina, die eine passende Jeans fand, freute sich: "Das Geld für eine neue Jeans habe ich mir gespart und zudem ein Stück Nachhaltigkeit praktiziert, denn solche Sachen muss man nicht wegwerfen".

Wie wahr. Gut erhaltene Kleidung fand vorrangig bei Mädchen Interesse. Pullover , T-Shirts , Hosen , Pullis sind gefragt bei den Schülerinnen. Lara fand einen schicken Pulli, Carolin sogar eine Jacke, eine Hose und drei Pullover . "Die Jungs brauchen nicht so viele Sachen", meint Romina. Von wegen. Sebastian grapschte sich zwei Pullover und zwei Hosen und Johann fand zwei T-Shirts .

Auf den Tischen ausgelegt und mit der Kleidergröße ausgezeichnet, fand doch so mancher "Brauchbares zum Anziehen". In den nahe liegenden Toiletten konnten die ausgesuchten Stücke anprobiert werden. Von der Tauschbörse ausgenommen waren Schuhe , Schmuck und Brillen.

Apropos Brauchbares: Noch heute ist es Usus wie schon zu Ur-Großmutters Zeiten, dass in Familien mit mehreren Kindern die Mütter ausprobieren, welche Kleidung jüngere Nachkommen von ihren älteren Geschwistern übernehmen können. Insbesondere in der "Babysachen-Branche" ist dieser Trend ausgeprägt. Wenn jemand natürlich selbst das jüngste oder ein Einzel-Kind ist, entfällt diese Art der Nachhaltigkeit.

Die Tauschaktion wurde in einem Elternbrief angekündigt, wie Lehrerin Eva Zink informierte. Eigentlich waren zwei weitere Klassen einbezogen, die sich aber nicht beteiligten und zu denen wohl auch der Kontakt fehlte, vermutete Sebastian. Was passiert eigentlich mit den Kleidungsstücken, die keinen Abnehmer finden? " Die erhält die Kleiderkammer", lautete die einstimmige Antwort.

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