Münnerstadt

Neues Lungenkrebszentrum entsteht in Münnerstadt und Fulda

Lungenkrebs ist häufig, wird oft aber erst spät erkannt. Ein neues unterfränkisch-hessisches Zentrum soll die Versorgung von Patienten künftig deutlich verbessern.
In Kooperation mit dem Klinikum Fulda entsteht am Thoraxzentrum  in Münnerstadt ein neues Lungenkrebszentrum.
Foto: Dieter Britz | In Kooperation mit dem Klinikum Fulda entsteht am Thoraxzentrum in Münnerstadt ein neues Lungenkrebszentrum.

Ein Zentrum an zwei Standorten: Am Thoraxzentrum in Münnerstadt (Lkr. Bad Kissingen) und am Klinikum Fulda soll in den kommenden zwei Jahren ein zertifiziertes Lungenkrebszentrum aufgebaut werden. Das gab der Bezirk Unterfranken als Träger des Thoraxzentrums am Dienstag bekannt. Ziel sei es, die Versorgung von Krebspatienten über die Landesgrenzen hinweg deutlich zu verbessern.

Bis Ende 2022, so ist es geplant, soll das neue Lungenkrebszentrum entstehen. Nach den Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft muss eine solche Einrichtung pro Jahr 200 Patienten mit der Erstdiagnose "Bronchialkarzinom" behandeln und 75 Lungenkrebsoperationen durchführen. Gibt es wie in Münnerstadt und Fulda zwei Standorte, sind einmal 75 und einmal 38 Eingriffe vorgeschrieben, um ein "nachhaltig hohes Niveau" zu sichern. 

Doppelrolle am Lungenkrebszentrum: Dr. Bora Kosan ist Chefarzt der Thoraxchirurgie in Münnerstadt und Ärztlicher Leiter der Abteilung für Thoraxchirurgie am Klinikum Fulda.
Foto: Marion Meißner-Dauelsberg | Doppelrolle am Lungenkrebszentrum: Dr. Bora Kosan ist Chefarzt der Thoraxchirurgie in Münnerstadt und Ärztlicher Leiter der Abteilung für Thoraxchirurgie am Klinikum Fulda.

Zusammengeführt wird die unterfränkisch-hessische Kooperation quasi in der Person von Dr. Bora Kosan: Der Chefarzt der Thoraxchirurgie in Münnerstadt hat vor kurzem auch die ärztliche Leitung der Abteilung für Thoraxchirurgie am Klinikum Fulda übernommen. In dieser Doppelrolle soll er künftig die Patienten am Lungenkrebszentrum betreuen.

Lungenkrebs gehört in Deutschland zu den häufigsten Krebserkrankungen. Nach Angaben des Krebsinformationsdienstes am Deutschen Krebsforschungszentrum erkranken jedes Jahr etwa 57 500 Menschen daran. Da es keine Vorsorgeuntersuchungen gäbe und weil dieser Tumor keinen Schmerz in der Lunge erzeuge, kämen Betroffene oft erst zum Arzt, wenn die Erkrankung bereits weit fortgeschritten sei, so Bora Kosan laut Mitteilung. Deshalb sei es wichtig, "dass wir uns mit dem Lungenkrebszentrum besser aufstellen".

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