Elfershausen

Neujahrsempfang Elfershausen: Abschied mit kritischem Unterton

Bürgermeister Karlheinz Kickuth kommentiert "Gerangel" um die bevorstehende Kommunalwahl. Im Mittelpunkt des Veranstaltungskalenders steht in diesem Jahr die 1200-Jahr Feier des Marktes Elfershausen.

Ein Lanze für die Kommunalpolitik brach Bürgermeister Karlheinz Kickuth beim diesjährigen Neujahrsempfang des Marktes im Gästehaus Ullrich. Bei seinem letzten Neujahrsempfang als Bürgermeister fand er kritische Worte zum "Gerangel" im Vorfeld der anstehenden Kommunalwahlen , "in der Bewerber um den Amtssitz zwischenmenschlich verletzend auftraten und zeitweise ihre Allüren auslebten".

Trotz seines persönlichen Rücktritts nannte Kickuth gute Gründe für ein Engagement in der Kommunalpolitik . So könne ein Neugewählter nach und nach verstehen, wie eine Kommune funktioniert. "Komplexe Themen von Gewerbesteuer bis zu den Friedhofsgebühren und der Schulentwicklung können für den spannend sein, der sich mit anstehenden Themen auf eine Sitzung vorbereitet", betonte er.

Neulinge sollen sich einbringen

Auch das Ringen um politische Mehrheiten mache die Rathauspolitik interessant. Vorberatene Punkte und die Wünsche der Mitbürger sollten in zielführenden Entscheidungen enden. Kickuth rief künftige Neulinge dazu auf, sich in die Diskussionen einzubringen. Entscheiden sollten nicht "alte weiße Männer", die keine Kinderbetreuung brauchen und glauben, bei Alleinerziehenden sei alles gut. Ständige Einladungen zu Veranstaltungen und Events können zwar zu viel des Guten werden, erweitern jedoch das Wissen über Vereine, Institutionen und die regionale Politik.

"Für mich ist Schluss mit der Kommunalpolitik ", betonte Kickuth, und: "Ich möchte wieder selbstverantwortlich sein." Im Anschluss benannte er einige Projekte, die in seiner Amtszeit angestoßen wurden wie der Mehrgenerationenplatz, die Sanierung der Alten Schule zum "Haus der Vereine", das Dorfgemeinschaftshaus in Engenthal und die über ihn abgewickelten Grundstücksverhandlungen des geplanten Kreisverkehrs bei Langendorf.

Ideen für die Zukunft

Kickuth regte für die Zukunft einen zweiten Kreisverkehr an der nördlichen Autobahn-Anschlussstelle, ein neues Baugebiet in Langendorf, den Kindergartenneubau und die Hochwasserschutzpläne als wichtige Maßnahmen an. Ein weiterer dringlicher Wunsch sei die sinnvolle Wiederverwendung des Schaeffler-Geländes.

Ein letztes Mal dankte der Bürgermeister den Pfarrern Norbert Wahler und Robert Augustin , Diakon Dr. Klaus Eckert, Gemeinde-Referentin Monika Hufnagel , Pastoralreferentin Elke Wallrapp sowie Schulleiterin Brigitte Dehe sowie den Altbürgermeistern Otmar Pfister und Ludwig Neeb. Lob spendete Kickuth dem Gemeindebauhof, Förster Rainer Bräunig und dem Waldarbeiterteam. Dem Gemeinderat bescheinigte er konstruktive Zusammenarbeit - auch wenn Beschlüsse nicht immer einstimmig fielen. Anerkennung galt der Gemeindeverwaltung, vertreten durch Geschäftsleiter Elmar Schubert und Kämmerer Andreas Mützel. In den Dank schloss Kickuth auch seine Ehefrau Sonja ein, die ihm "den Rücken freihielt".

Im Zeichen der 1200-Jahr-Feier nahmen die Sprecher der Arbeitskreise für die Ausrichtung des Jubiläums als Ehrengäste teil. Koordinator Jürgen Englert dankte den Arbeitskreisen für ihre wertvolle Unterstützung, "mit der sich die Gemeinde positiv darstellen kann". Englert trat auch dem Gerücht entgegen, dass der Festakt in der Schwedenberghalle nur geladenen Gästen vorbehalten sei. "Jeder Bürger ist eingeladen, der Eintritt ist frei", betonte der Koordinator.

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