Niederlauer

Niederlauer: Kegelbahn und Vereinsheim schließen - Corona als "Brandbeschleuniger"

Die "Kegelfreunde Niederlauer" müssen ihre Kegelbahn und ihr Vereinsheim schließen. Corona habe als "Brandbeschleuniger" gewirkt, heißt es.
Auf der Kegelbahn der 'Kegelfreunde Niederlauer' bleiben künftig im wahrsten Sinn des Wortes 'die Lichter aus.' Auch das  Vereinsheim, dass 2015 generalüberholt wurde, wird geschlossen.       -  Auf der Kegelbahn der 'Kegelfreunde Niederlauer' bleiben künftig im wahrsten Sinn des Wortes 'die Lichter aus.' Auch das  Vereinsheim, dass 2015 generalüberholt wurde, wird geschlossen.
Foto: Manfred Mellenthin | Auf der Kegelbahn der "Kegelfreunde Niederlauer" bleiben künftig im wahrsten Sinn des Wortes "die Lichter aus." Auch das Vereinsheim, dass 2015 generalüberholt wurde, wird geschlossen.

Die gute Nachricht zuerst. Auch künftig wird der in Niederlauer fest verankerte Verein "Kegelfreunde Niederlauer " weiter existieren. Aufgegeben wird allerdings nach einem einstimmigen Beschluss aller Mitglieder zum 31. März die Kegelbahn und das damit verbundene Vereinsheim.

"Der Verein bleibt bestehen!", betonte der Vorsitzende der Kegelfreunde, Michael Mutz, ausdrücklich. "Wir werden allerdings die Kegelbahn und auch unser Vereinsheim in Niederlauer wegen finanzieller und personeller Probleme aufgeben." Als Ursache sieht er hier in erster Linie die Corona-Pandemie.

"Wir haben seit März keine Einnahmen mehr. Der Spielbetrieb ruht, somit auch der Verkauf im Vereinsheim, die Kegelbahn darf auch nicht mehr von Hobbykeglern gebucht werden, ebenso fehlen auch die anteiligen Einnahmen aus dem Brauhausfest. Vor allem die jährliche Dorfkegelmeisterschaft, die uns mit den nahezu immer sehr guten Einnahmen über die spielfreien Monate gerettet hatte, das ist alles komplett weggebrochen", erklärte Mutz.

Aktuell können die Kegelfreunde auf 30 Mitglieder bauen, davon 10 Aktive. Gesundheits- und altersbedingt, aber auch wegen Umzügen und beruflichen Veränderungen sind die Kegelfreunde nun am Limit angekommen. "Bahndienste, ein sehr hoher Altersdurchschnitt und fehlender Nachwuchs, der trotz zahlreicher Versuche nicht langfristig gefunden werden konnte, haben zusammen mit dem stark geschrumpften Vereinsvermögen letztendlich am 31. Oktober zu einer Mitgliederversammlung, an der alle Mitglieder teilnahmen, geführt", erläutert Mutz den einstimmigen Beschluss zur Aufgabe der Kegelbahn und Vereinsräume.

"Wir haben die aktuelle personelle und finanzielle Situation, die keine Besserung in Aussicht stellt, dargestellt. Wir haben auch über das Angebot von unserem Vermieter Alexander Genzler gesprochen, der uns bei einem tragfähigen Konzept ein weiteres Mal entgegengekommen wäre. Aber alles in allem hätte sich die Gesamtsituation nicht grundlegend verbessert. Als Ausgaben hätten wir die Miete und die Fixkosten, aber keine Einnahmen", begründet Mutz den Entschluss.

Sportlichsind die Niederläurer Kegler durchaus erfolgreich. Im Damenteam, dass in der Landesliga zusammen mit den Damen des TSV Maßbach an die Bahnen tritt, stehen aktuell mit Stefanie Mutz, Jessica und Marianne Katzenberger und Karin Stürmer vier Kegelfreunde fest im Kader, die Männermannschaft in der "SG Lauertal" wird auch weiterhin um Punkte kämpfen.

Vorsitzender Michael Mutz betonte, dass die Kegelfreunde als Verein weiter die Dorfgemeinschaft unterstützen wollen und, sobald wieder möglich, auch Ausflüge und Grillfeste stattfinden werden.

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