Motten

Özkan Ögretmen als Gemeinderat in Motten vereidigt

Acht Listennachfolger musste Bürgermeister Jochen Vogel fragen, bis er einen Nachfolger für Markus Bug gefunden hatte. Der war im August zurückgetreten.
Bürgermeister Jochen Vogel vereidigte Özkan Ögretmen als Gemeinderat. Er folgt Markus Bug nach, der im August vom Ehrenamt als Gemeinderat zurückgetreten war.  Stephanie Elm
Bürgermeister Jochen Vogel vereidigte Özkan Ögretmen als Gemeinderat. Er folgt Markus Bug nach, der im August vom Ehrenamt als Gemeinderat zurückgetreten war. Stephanie Elm

Zwei Monate lang suchte Bürgermeister Jochen Vogel ( CSU ) nach einem Nachfolger für Markus Bug, der im August von seinem Ehrenamt als Gemeinderat zurückgetreten war. Sieben Listennachfolger hatten Vogels Anfragen abgelehnt. Nun hat Özkan Ögretmen den vakanten Stuhl im Gemeinderat besetzt. Bei der jüngsten Gemeinderatsitzung vereidigte Bürgermeister Vogel den Kothener. Ögretmen ist nun zugleich auch Mitglied im Bauausschuss und Stellvertreter im Rechnungsprüfungsausschuss.

Mit dem Antrag auf Errichtung einer U3-Gruppe im Kothener Kindergarten stand das Dauerthema einmal mehr auf der Tagesordnung. Bereits bekannte Informationen, Zahlen und die Förderquote zum Neubau des Mottener Kindergartens wurden wiederholt. Marco Hillenbrand (FW Kothen-Motten-Speicherz), der mit der Sammlung von circa 450 Unterschriften zur Errichtung einer U3-Gruppe in Kothen das Thema in den Gemeinderat gebracht hatte, kritisierte erneut die Größe des geplanten Neubaus in Motten . Diese Größe gehe weit über den Bedarf hinaus.

Vor allem kritisierte er die von der Gemeinde festgelegte Bedarfsgröße von 40 Regelplätzen: "Die Zahl erschließt sich mir nicht." Bürgermeister Jochen Vogel hielt mit dem Raumprogramm dagegen. Dies sei für Gruppen zwischen 30 und 50 Regelplätzen dasselbe. Die Gemeinderäte Alfons Erb und Guido Schreiner (beide WG Motten ) unterstützten Vogel. In ihren Augen sei "nicht überdimensioniert geplant" worden und als Bauherr müsse man "zukunftsorientiert" bauen. Vogel betonte erneut, dass die Förderung nur gewährt würde, wenn zusätzliche Krippenplätze geschaffen würden.

Zweite Bürgermeisterin Ute Becker (WG Motten ) zeigte die finanzielle Seite zweier Varianten auf. Für den Fall eines Neubaus mit zwei Regel- und zwei U3-Gruppen in Motten bliebe nach einer 50-prozentigen Förderung eine gemeindliche Eigenbeteiligung von etwa 850 000 Euro. Bei einem Neubau in Motten für zwei Regel-, aber nur einer U3-Gruppe (nicht gefördert) und der Sanierung des Kothener Kindergartens mit Einrichtung einer U3-Gruppe (50 Prozent Förderung ) müsste die Gemeinde 1,7 Millionen Euro selbst zahlen. Keine Förderung gebe es für die dann nötige Erneuerung des Brandschutzes in Kothen.

Von Hillenbrand angebrachte Unterhalts- und Folgekosten für den Mottener Kindergarten sowie die unausweichliche Schließung des Kothener Kindergartens wurden als Spekulationen bezeichnet. Mehrere Begehungen und Besprechungen sowie eine Umfrage der Gemeinde hätten "eindeutige Zahlen und Fakten" hervorgebracht, so Alfons Erb: "Wir brauchen eine zweite U3-Gruppe." Es entstand eine engagiert bis hitzige Diskussion. Schließlich wurde der Antrag mit eindeutiger Mehrheit abgelehnt. Für die Errichtung einer U3-Gruppe im Kothener Kindergarten sprach sich nur Marco Hillenbrand aus.

Den "Jackpot geknackt" hat die Gemeinde mit einer Förderzusage vom Amt für ländliche Entwicklung für den Kernwegeausbau. "75 Prozent - mehr geht nicht. Bei diesem Förderangebot sollte man zuschlagen", sagte Bürgermeister Vogel. Bedingung ist der Ausbau für alle vier ursprünglich geplanten Wege. Um den Kretzenhof," zwischen Dorfeinfahrt und Thomashof, an der Wasserscheide und um Kothen werden ab 2019 die Feldwege ausgebaut. Dies beschloss der Gemeinderat einstimmig. Die Eigenbeteiligung liegt für die Gemeinde voraussichtlich bei etwa 230 000 Euro.

Im Auweg darf die Firma Herbert Anschüttwände errichten, dies unterstützte der Gemeinderat mit einer Enthaltung.

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