Bad Kissingen

Ohne Personal kein geregelter Betrieb möglich

Kindergarten       -  Ohne Personal ist im Kindergarten (Symbolfoto) kein Betrieb möglich.
Foto: dpa | Ohne Personal ist im Kindergarten (Symbolfoto) kein Betrieb möglich.

Das Landratsamt Bad Kissingen meldete am Sonntag dass eine Erzieherin des Kissinger Kliegl-Kindergartens positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die Frau stammt jedoch nicht aus dem Kreis Kissingen, der Fall taucht also nicht in der Statistik des Bäderlandkreises auf, erklärte die Behörde am Montag. Deshalb hat sich an den aktuellen Zahlen zu bestätigten Coronafällen kaum etwas verändert: Im Landkreis liegen seit der letzten amtlichen Statistik-Mitteilung vom 16. September, bis zum Nachmittag des 21. September keine neuen Infektionen mit Covid-19 vor.

Am Montag gab es in Bad Kissingen Mutmaßungen und Gerüchte, der Corona-Fall am Kliegl-Kindergarten habe möglicherweise eine Verbindung zu einer Hochzeit in Bad Königshofen, in deren Folge die Behörden von 17 Corona-Infizierten berichten. Zur Frage, wo sich die Erzieherin angesteckt hat, vermochte das Landratsamt Bad Kissingen aber keine Auskunft zu geben. Die Zuständigkeit liege bei einem anderen Gesundheitsamt. Aus Rhön-Grabfeld hieß es lediglich, man sei nach wie vor daran, das Infektionsgeschehen auf der Hochzeit aufzuarbeiten.

Auch die Anfrage bei der Hochzeitsgesellschaft löst die Frage nicht auf. Der Bräutigam: „Wir hatten lediglich eine Bedienung, die als Erzieherin arbeitet.“ Ob deren Arbeitsplatz der Kliegl-Kindergarten sei, wissen er und seine Frau nicht.

Bis 1. Oktober geschlossen

Der Kliegl-Kindergarten ist wegen der Quarantäne des Personals bis 1. Oktober geschlossen. Michaela Atzler, von der katholischen Kirchenstiftung der „Pfarreiengemeinschaft Jesus – Quelle des Lebens Bad Kissingen“, ist betraut mit der Verwaltung des Kindergartens. Sie berichtet: „Vergangene Woche gab es am Montag im Kindergarten eine Besprechung. Dabei ist natürlich auf geltende Hygiene-Regeln geachtet worden.“ Am Donnerstag sei die Angestellte vom Gesundheitsamt des Nachbarlandkreises informiert worden, dass sie als Kontaktperson gelte. „Sie ist dann sofort nach Hause und hat sich testen lassen.“

Am Samstag stand fest, dass der Test positiv war. „Dann haben Leitung und Träger des Kindergartens Kontakt zum Gesundheitsamt aufgenommen und dann die Anweisungen der Behörde umgesetzt.“ Der Kindergarten werde laut Atzler nun nach einem Hygieneplan gereinigt. „Dann warten wir erst mal die Tests ab und stimmen uns weiter mit dem Gesundheitsamt ab.“ Die Erzieherin habe sich nicht in einem Risikogebiet aufgehalten. Ihr sei kein Vorwurf zu machen.

Im Kindergarten infizierte sich bislang kein weiteres Teammitglied. Und dennoch: Alle 16 Teilnehmer der Konferenz mussten aufgrund der geltenden Auflagen aus Sicherheitsgründen in Quarantäne. „Weil uns das Personal dadurch fehlt, ist jetzt kein geregelter Betrieb mehr möglich“, erklärt Atzler. Laut Gesundheitsamt wurde ein Großteil der Kontaktpersonen der Erzieherin am Montag getestet. „Wir müssen die 14 Tage abwarten wegen der Inkubationszeit“, so Atzler.

In Quarantäne mussten auch die Kinder der Krippe, die von der infizierten Erzieherin betreut wurden. „Insgesamt sind es 20 Kinder, dabei einige wenige, die morgens ab sieben Uhr kommen und in der Krippe mitbetreut werden, aber keine Krippenkinder mehr sind“, sagt Atzler. Die Kinder sind laut Burkhard Lamer als Kontaktpersonen der Kategorie 1 einzustufen und werden auf das Virus getestet. Die übrigen Kindergartenkinder hatten keinen engeren Kontakt zu der Infizierten, so dass eine Testung nicht zwingend erforderlich sei. (ikr/josch)

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