Züntersbach

Opa rebelliert im Pflegeheim

Die Theatergruppe der Turn- und Sportgemeinschaft Züntersbach hat das Stück von Erich Koch viermal aufgeführt und ein bisschen auf den Ort angepasst.
Ein große Party im Pflegeheim feiert  Opa Karl mit den weiteren Bewohnern. Foto: Steffen Vetter
Ein große Party im Pflegeheim feiert Opa Karl mit den weiteren Bewohnern. Foto: Steffen Vetter

"Opa rebelliert im Pflegeheim" und das gleich viermal in den letzten Wochen. Die Theatergruppe der Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) Züntersbach hat das Stück aufgeführt und jedes Mal fanden zahlreiche Besucher den Weg aus nah und fern in den Sinntaler Ortsteil ins Sportheim, wo die Theatergruppe um den Leiter Harald Stelzner den Dreiakter von Erich Koch spielten. Nach einer einjährigen Pause starteten die Zünterbacher voll durch. Den Schwank hatte Susi Neumann ausgesucht und das Bühnenbild wurde von Harald Stelzner gebaut. Hierbei wurde wie immer auf jede Kleinigkeit geachtet. Selbst ein Krankenbett wurde auf die Bühne, ins Pflegezimmer gestellt. "Opa rebelliert im Pflegeheim" - schon der Titel des Stückes verriet, dass es lustig wird.

Die zwölf Laientheaterspieler sorgten alle für die Rebellion, welche haarsträubend war. Sehr speziell waren die Bewohner und Mitarbeiter des Pflegeheimes und klar gab es Verwirrungen ohne Ende.

Opa Karl wurde von seiner Schwiegertochter Gundula ins Pflegeheim abgeschoben. Ihr Mann Erwin hat eh nichts zu sagen und Tochter Sabine ist gerade in Urlaub. Grund für die Abschiebung war, dass die Schwiegertochter Opas Zimmer für einen begehbaren Kleiderschrank benötige. "Ich will nicht ins Verwesungsheim oder in so eine Gruftiburg", sag Opa Karl. Im Pflegeheim terrorisieren Schwester Olga und Waldemar, alias Doktor Kügele, die Patienten Heinrich , Otto, Gerda und Ida, von denen jeder eine ausgeprägte Macke hatte. Nur Ada, die türkische Putzhilfe, die auch Patienten mit Bürste waschen muss, ist ein kleiner Lichtblick im Heim. Sie versorgt heimlich die Patienten mit Alkohol und Zigaretten. Klar, das Karl gleich bei ihr drei Flaschen Rotwein und eine Kiste Zigarren bestellt. Turbulent ging es in den über drei Stunden zu.

Als Mitbewohnerin Frau Tausendschön, die den kuriosen Spitznamen "Leck mich" hatte, stirbt wird dann alles anders. Ihre Beerdigung wird zur einer Demonstration des Widerstandes. Karl hat Doktor Kügele niedergeschlagen, und Doktor Kinderwunsch , der Kontrollbesuche im Heim durchführt, hat aus Versehen Gundula eine Spritze gegeben, die eine verheerende Wirkung hat. Gundula weiß nicht mehr, wer sie ist. Jetzt kommt Erwins große Stunde. Olga und Doktor Kügele, den der Schlag von Karl seiner Sinne beraubt hat, werden verhaftet. Sabine sollte eigentlich einen Millionär heiraten, doch ein Kinderwunsch scheint erstrebenswerter. Dass die Züntersbacher den Schwank leicht bearbeitet haben, konnte man immer sehen, dass so einige Kommentare über Oberzeller oder der Gemeinde Sinntal zuhören waren. Michael Hergenröther, der Opa Karl spielte, war auch nicht verwirrt als eine Fliege ihn ärgerte und er prompt und passend sagte: "Es geht jetzt zum Abendessen, die Fliegen sind unterwegs". Die Putzfrau gab das aktuelle Endergebnis im Fußballspiel der SG Oberzell/ Züntersbach durch. Am Ende verlas Heinrich das Testament von Frau Tausendschön. Sie hatte das Pflegeheim gekauft und bestimmt wer Chef der neuen Wellnesseinrichtung, mit dem Namen "Leck mich" wird. Alle Verwirrungen der einzelnen Personen hatten sich wieder aufgelöst und so manche Happy Ends runden den Schluss ab.

MITWIRKENDE

Olga: Bettina Rott, Waldemar: Carsten Herzog, Ida: Benita Dörr, Gerda: Beate Stelzner, Otto: Danny Wiegleb, Heinrich : Raimund Lass, Karl: Michael Hergenröther, Gundula: Dani Müller, Erwin: Harald Stelzner, Sabine: Nadja Kratz, Ingo: Lukas Henke, Ada: Susi Neumann. Souffleuse: Hannelore Ditzel, Maske: Anette Enders und Nancy Huhn, Vorspiel: Tim Stelzner.

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