Hammelburg

Pater Beda feiert 80. Geburtstag

Der Missionarspriester ist an seinem runden Jubeltag in seiner Heimatstadt, um Urlaub zu machen.
Sein 80. Wiegenfest feiert am Sonntag, 7. Juni, der Pfarrer und Missionarspriester Beda Pavel, der als "Pater Beda" bekannt ist. Der Hammelburger, der derzeit auf Urlaub bei Verwandten in der Saalestadt weilt, kehrt in Kürze wieder nach Tansania zurück, wo er den größten Teil seines Lebens verbringt.

An vielen Projekten beteiligt

Beda Pavel ist 1935 im böhmischen Hodowitz bei Budweis geboren und besuchte dort bis 1944 die Schule. Zwei Jahre später ausgewiesen, kam er mit seiner Familie zunächst nach Obereschenbach später nach Hammelburg. Nach einem weiteren Jahr Schulzeit, trat er in das Benediktinergymnasium in Münsterschwarzach ein und legte 1954 sein Abitur in Würzburg ab. In diesem Jahr trat er auch in die Münsterschwarzacher Abtei ein. Ein Philosophiestudium in St. Ottilien und ein Theologiestudium an der Uni Würzburg schloss er mit dem Lizentiat ab. Seine Priesterweihe erhielt er 1960 von Missionsbischof Hälg im afrikanischen Ndanda. Im folgenden Jahr absolvierte er ein weiteres Studium an der University of London und erwarb das Lehrerdiplom.
Seine Missions-Aussendung in die Abtei Ndanda datiert auf das Jahr 1963. Dort wirkte Pater Beda als Mathematik-, Physik- und Biologielehrer und übernahm im Anschluss die Aufbauarbeit und den Schulbetrieb in Soni in den Usambarabergen. Beide Projekte übergab er 1985 in heimische Hände. Danach war er bis 1999 Leiter des Benediktiner-Gästehauses in Daressalam und betreute die Außenstation Kilimahewa, in der er eine neue Heimat fand.
Hier waren vor allem koordinierende und handwerkliche Fähigkeiten gefragt. Unter Leitung des Hammelburgers und teils mit Unterstützung der "Afrika-Hilfe" Unterfranken, entstanden ein Kindergarten, mehrere Brunnen, eine neue Kirche - die dem heimischen Märtyrer Lowanga und seinen Gefährten geweiht ist - eine Handwerkerschule, eine große Krankenstation und eine Benediktinerinnen-Mädchenschule.
Weitere Projekte wie Photovoltaik-Anlagen, ein Gästehaus und die Schwesterwohnungen entstanden. Das Dorf Kilimahewa wuchs durch Ansiedlungen und zählt heute rund 3000 Christen. "Es ist eine schöne Aufgabe, die ich habe, und ich will weitermachen, so lange es geht", versicherte der physisch und geistig agile Neu-Achtziger, der seit 2010 als Seelsorger, Koordinator und Kaplan des heimischen Pfarrers Desiderius wirkt.
Im Augenblick will Beda in Hammelburg "ein bisschen abschalten", was ihm besonders bei der Familie Hurrlein gelingt, bei der er zu Gast ist. Nach einem Abstecher in Münsterschwarzach kehrt er dann zurück auf den "schwarzen Kontinent".
Für seine Arbeit ist der Missionar auf Unterstützung aus der Heimat angewiesen. Wer mit einer Spende helfen will, kann diese über die Benediktinerabtei Münsterschwarzach anweisen auf das Konto, IBAN DE 5175 0903 0000 0301 5033, dem BIC-Code GENODEF1M05 und dem Kennwort "Kilimahewa".




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