Niederlauer

Auch in Wartmannsroth gewirkt: Pfarrer Friedrich Mehler gestorben

Der Seelsorger, der seinen Lebensabend im Pfarrhaus verbrachte, starb im Alter von 81 Jahren
Fast 34 Jahre wirkte Pfarrer Friedrich Mehler engagiert und mit viel Herzblut in Niederlauer. Er starb am Samstag kurz vor seinem 82. Geburtstag.  Foto: Manfred Mellenthin
Fast 34 Jahre wirkte Pfarrer Friedrich Mehler engagiert und mit viel Herzblut in Niederlauer. Er starb am Samstag kurz vor seinem 82. Geburtstag. Foto: Manfred Mellenthin

Die Nachricht verbreitetet sich schnell: Pfarrer Friedrich Mehler ist am Samstag in Niederlauer gestorben. In dem Ort, in dem er mehr als 30 Jahre als Pfarrer und als Religionslehrer an der Realschule in Bad Neustadt tätig gewesen war. Die Beerdigung findet am Donnerstag in Niederlauer statt. Das Requiem beginnt um 14 Uhr, Rosenkranz ist am Mittwoch, 8. Januar, um 18 Uhr.

Friedrich Mehler wurde am 12. Februar 1938 in Würzburg geboren. Nach Schulzeit und Theologie-Studium wurde er am 27. Juni 1965 in der Michaelskirche in Würzburg von Bischof Josef Stangl zum Priester geweiht. Es folgten viele Stationen quer durch Unterfranken. Als Kaplan wirkte er von 1965 bis 1967 in Mömbris; von 1967 bis 1970 in Kirchlauter (Haßberge). 1968 wurde Mehler zum Gau-Kuratus der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) für das Dekanat Ebern berufen, 1972 zum Diözesankaplan der DPSG für die Jungpfadfinderstufe.

1970 übernahm er die Aufgaben des Pfarrverwesers in Wartmannsroth und wurde 1971 zum Pfarrer bestellt. Als Pfarrverweser führte ihn 1979 schließlich sein seelsorgerischer Weg nach Niederlauer . Dort fand er seine zweite Heimat. Im Jahr 2000 wurde Friedrich Mehler zum Pfarradministrator bestellt. Von 2003 bis September 2012 war er als Pfarrer in Niederlauer tätig. Als Pfarrer im Ruhestand feierte Mehler 2015 sein 50-jähriges Priesterjubiläum.

Vielen ehemaligen Realschülern ist der engagierte Pädagoge, der von 1979 bis ins Jahr 2000 an der Werner-von-Siemens-Realschule Bad Neustadt Religion unterrichtete, in bester Erinnerung. Markante Punkte seines Wirkens in Niederlauer waren vor allem die umfassende Sanierung der Kirche 1992 und die Neugestaltung des Kinderspielplatzes im Kindergarten gewesen.

In seiner Freizeit las der humorvolle Priester gerne apokryphe Evangelien, wie er anlässlich seines 80. Geburtstags augenzwinkernd mitteilte. Er war ein erklärter Fan von "Wer wird Millionär" und verfolgte mit seinem großen Wissensschatz interessiert "Gefragt - gejagt", "Wer weiß denn so etwas" und andere Quiz-TV-Formate.

Nicht fehlen durfte in seinem TV-Programm die amerikanische Sitcom "Big Bang Theory", in "Youtube" verfolgte er mit großem Interesse neue, bisher unbekannte Verschwörungstheorien. Nicht von ungefähr war Mehler ein Mitglied des "Vereins zur Verzögerung der Zeit" der Universität Klagenfurt, deren Mitglieder sich dazu verpflichten, "innezuhalten und nachzudenken dort, wo blinder Aktionismus und partikuläre Interessen Scheinlösungen produzieren". mmm

Schlagworte

  • Niederlauer
  • Bischöfe
  • Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg
  • Geistliche und Priester
  • Kinderspielplätze
  • Kirchen und Hauptorganisationen einzelner Religionen
  • Pfarrer und Pastoren
  • Realschulen
  • Religionslehrerinnen und -lehrer
  • Werner-von-Siemens-Realschule
  • YouTube
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!