Ramsthal

Photovoltaikanlage Häuslein: Nur das AELF ist dagegen

Der Ramsthaler Gemeinderat beschäftigte sich mit den Stellungnahmen und Anregungen zum Sondergebiet Photovoltaikanlage Häuslein.
Der Ramsthaler Gemeinderat beschäftigte sich mit den Stellungnahmen und Anregungen zum Sondergebiet Photovoltaikanlage Häuslein (das Bild entstand zwischen Hammelburg und Untererthal).Archiv Markus Reeh       -  Der Ramsthaler Gemeinderat beschäftigte sich mit den Stellungnahmen und Anregungen zum Sondergebiet Photovoltaikanlage Häuslein (das Bild entstand zwischen Hammelburg und Untererthal).Archiv Markus Reeh
| Der Ramsthaler Gemeinderat beschäftigte sich mit den Stellungnahmen und Anregungen zum Sondergebiet Photovoltaikanlage Häuslein (das Bild entstand zwischen Hammelburg und Untererthal).Archiv Markus Reeh

Die außerplanmäßige Gemeinderatssitzung wies nur einen Sitzungspunkt auf: Stellungnahme und Anregungen der Träger öffentlicher Belange zum Bebauungs- bzw. Flächennutzungsplan im Sondergebiet Photovoltaikanlage Häuslein und die dazugehörigen Billigungs- und Auslegungsbeschlüsse. 2. Bürgermeister Andreas Neder leitete die Sitzung und begrüßte Florian Spannbauer, Projektentwickler Wattmanufactur und Wolfgang Schubert vom Architekturbüro Johann und Eck.

Insgesamt seien 27 Träger öffentlicher Belange angeschrieben worden, einige davon hätten nicht geantwortet. Außerdem seien die Pläne vom 6. Juli bis zum 7. August öffentlich ausgelegt worden. Schubert und Spannbauer stellten die Ergebnisse vor: 41 Seiten mit Auflagen und Anregungen der Träger.

Gutachten: Keine Blendwirkung

So sei bezüglich eventueller Blendwirkung der Anlage ein Blendgutachten erstellt worden. Dies besagt, dass weder auf vorhandene Verkehrswege , noch auf die umliegende Bebauung Blendwirkung zu erwarten ist. Die Fläche des Bodendenkmals ist entsprechend der Ergebnisse der archäologischen Untersuchung nach Rücksprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege darzustellen. Das dortige Landschaftsbild besitze lediglich eine "geringe Eigenart" und biete "potenziell geringe Entwicklungsmöglichkeiten für die Erholung". Gemäß einer Stellungnahme der Regierung von Unterfranken werde keine erhebliche Beeinträchtigung des Landschaftsbildes festgestellt. Die exponierte Lage sowie die am Rand des Gebietes führenden Rad- und Wanderwege würden durch Randeingrünung mit Hecken berücksichtigt. Die Ausdehnung der Feuchtmulde sei im Plan dargestellt, die Wasserhaltung würde durch eine Teichfolie gewährleistet.

Gegen den geplanten Bebauungsplan bestehen aus Sicht der Feuerwehr keine Bedenken, ging aus dem Bericht von Kreisbrandinspektor Harald Albert vor. Die Freiwillige Feuerwehr Ramsthal könne im Verbund mit den umliegenden Wehren den Brandschutz soweit sicherstellen. Das Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken wies auf das Kernwegenetzkonzept der Interkommunale Allianz Fränkisches Saaletal hin. Eine Verbreiterung des Weggrundstücks auf mindestens acht bis neun Meter seien hier vorgesehen. Dies sollte bei den Pflanzungen gegenüber den öffentlichen Wegen berücksichtigt werden.

AELF: Hochwertiges Ackerland

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt a.d.Saale (AELF) Bad Neustadt lehnte die Planung mit der Begründung ab, es handle sich im südöstlichen Bereich um sehr hochwertiges Ackerland. Vorgeschlagen wurde deshalb schwächere Ackerflächen oder Flächen mit niedrigeren Ackerzahlen herzunehmen. Die Betreiber führten die günstige Lage zu den Einspeisepunkten ins öffentliche Stromnetz und die geringen Konfliktpotenziale mit Wohngebieten und Verkehrswegen an. Zudem wiesen sie darauf hin, dass die betreffenden Flächen durch die Befristung der Betriebsdauer und Festlegung der Nachfolgenutzung nicht dauerhaft der landwirtschaftlichen Nutzung entzogen seien. Unter Gewichtung der Belange der Landwirtschaft im Verhältnis zu den Belangen regenerativer Energieerzeugung werde nach Abwägung die Planung weiterverfolgt.

Bei Einhaltung der Auflagen und Hinweise stimmte auch das Bayernwerk dem Vorhaben zu. Danach sind im Bereich der Freileitungen die Mindestabstände und um die Masten ein Arbeitsbereich von 20 Meter einzuhalten. Zäune im Bereich der Leitungsschutzzone sind aus isolierenden oder nichtleitenden Werkstoffen aufzustellen.

Aus dem Gremium erfolgten zwei Anmerkungen, ansonsten stimmte man den Beschlussvorlagen einmütig zu. Andreas Günder wollte die naturschutzrechtlichen finanziellen Ausgleichszahlungen gerne in Ramsthal investiert wissen. Aufgrund der Trockenheit wünschte er sich das Schaffen von Feuchtzonen.

Nachbargemeinde fehlt

Alfred Gündling fiel auf, dass die Nachbargemeinde Sulzthal keine Stellungnahme abgegeben hatte. Er wollte sicherstellen, dass es beim Brandschutz keine Schwierigkeiten gebe, wo doch das Wasser vom Markt Sulzthal (Hochbehälter Aussiedlerhöfe) komme. Der nächste Schritt sei nun eine weitere Öffentliche Auslegung der Pläne für vier Wochen. Das Projekt umfasst rund 30 Hektar.

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