Bad Brückenau

Preisgekröntes Kabarett in Bad Brückenaus Galerie Form und Farbe

Kabarettist Sebastian Schnoy gastiert am Samstag, 14. September, 19.30 Uhr, mit seinem Programm "Und plötzlich Demokratie" in Bad Brückenau.
Kabarettist Sebastian Schnoy bringt politisches Kabarett zu 70 Jahre Bundesrepublik Deutschland auf die Bühne. Foto: Kerstin Pukall
Kabarettist Sebastian Schnoy bringt politisches Kabarett zu 70 Jahre Bundesrepublik Deutschland auf die Bühne. Foto: Kerstin Pukall

Als "politisch erfrischend unkorrekt" bezeichnet die FAZ Sebastian Schnoy, den Kabarettisten, der für niveauvolle Unterhaltung gern in der Historie wühlt. Er ist als Deutschlands lustigster Historiker auch Autor von drei Spiegel-Bestsellern, die sich auf humorvolle Art dem Thema Geschichte nähern.

Im letzten Jahr stieß sein Programm "Dummikratie" auf große Publikumsresonanz in der Galerie Form und Farbe in Bad Brückenau , nun wird er dort am Samstag, 14. September, mit "Und plötzlich Demokratie " erneut zu Gast sein. Eingefleischte Fans der Kleinkunstbühne freuen sich, dass mit diesem Termin die Sommerpause in der Galerie zu Ende geht, heißt es in einer Pressemitteilung.

Vortrag zu Europa für Jean-Claude Junker

Der gebürtige Hamburger Schnoy begeisterte schon beim " Kabarett in Franken" im BR-Fernsehen, bei Barbara Schöneberger in der NDR-Talkshow, bei Markus Lanz im ZDF , als Moderator beim Quatsch Comedy Club, mit kabarettistischen Einlagen bei einem Festakt für Wolfgang Schäuble , einem exklusiven Solo für den Berliner Senat im Roten Rathaus und einem Vortrag zu Europa für Jean-Claude Junker. Tourneen in Deutschland und der Schweiz führten ihn unter anderem zu den Berliner "Wühlmäusen", in Hamburgs Schmidt Tivoli Theater und Alma Hoppes Lustspielhaus, in den academixer in Leipzig, ins Theater Fauteuil in Basel- und jetzt erneut nach Bad Brückenau .

Sebastian Schnoy, dekoriert mit jeder Menge Kabarett-Kulturpreisen und Kolumnist mehrerer großer deutscher Zeitungen, hat viel zu sagen. Sein neues Programm beschreibt er selbst in seiner Presseerklärung als politisches Kabarett zu 70 Jahre Bundesrepublik Deutschland. Wer schon mal zu Hause etwas provisorisch befestigt hat, kennt den Effekt: Provisorien halten ewig. So war es auch mit der Bundesrepublik. Die Alliierten überwachten das Experiment als Bewährungshelfer und waren überrascht. Der zweite Demokratieversuch der Deutschen wurde erstaunlich stabil, unaufgeregt und betulich. Nur sieben Kanzler und eine Kanzlerin benötigten sie für die 70 Jahre seit 1949, während die Italiener im gleichen Zeitraum 25 Präsidenten verschlissen. Sie machen halt alles gründlich, die Deutschen. "Und deswegen bleiben sie gefährlich", meint Schnoy.

Notorischer Optimist

Bis heute sind die Deutschen auf der Suche nach sich selbst und können fast alles, außer eines: gelassen sein. "Man hat die Deutschen immer entweder an der Gurgel oder zu Füßen", hat Churchill zu diesem Phänomen gesagt. Entweder sie ängstigen sich oder sie machen Angst . So bleibt auch nach dem Jubiläum eine Aufgabe ungelöst: Wie können die Deutschen einfach normal werden?

Ein Patentrezept wird auch Schnoy hierfür nicht liefern, aber bissig und dennoch versöhnlich, lustig und dennoch nachdenklich, macht er sich als notorischer Optimist an die Aufarbeitung der Gründe und Abgründe der deutschen Demokratie . Dabei will er sich jedoch nie einreihen in die, wie er sagt "Generation gespenstisch unpolitischer Entertainer wie unter anderem Peter Alexander , die die deutsche Demokratie begleiteten und für Unterhaltung sorgten, als die letzten Ruinen noch qualmten und die Rüstungsindustrie schon wieder in den Startlöchern stand".

Die Presse urteilt über ihn: Fast philosophisch, mit tiefgründigem Humor (Hannoversche Allgemeine), temperamentvoll, respektlos und intelligent (Badische Zeitung) erklärt er die Welt, unterhaltsam und melancholisch zugleich (Spiegel online) und ist dabei nicht nur klug und witzig, sondern auch zynisch, gehässig und bösartig (Neue Westfälische)".

Seine Programme, in denen er Politisches in Verbindung zur Geschichte humorvoll beleuchtet und dadurch begreifbar macht, hat er auch literarisch erfolgreich aufbereitet, unter anderem in den Spiegel-Bestsellern "Von Napoleon lernen, wie man sich vorm Abwasch drückt", "Smörrebröd in Napoli" und "Heimat ist, was man vermisst".

Vorverkauf

Karten für die Veranstaltung in der Galerie Form und Farbe, am Samstag, 14. September, 19.30 Uhr gibt es im Vorverkauf in Hohmannn's Manufactur und in der Buchhandlung Ute von Landenberg, eventuelle Restkarten an der Abendkasse.

Gleich einen Tag später steht der nächste Termin im Herbstprogramm der Galerie: Sonntag, 15. September, 17 Uhr: Vernissage der Ausstellung FlorArt mit Fotografien von Jürgen Hurrlein und Objekten von Jochen Burk. Eintritt frei..Karin Ott

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