Riedenberg

Problem: Rhön-Allianz-Indianer und Klimavorschriften

Highlights am laufenden Band gab es am Riedenberger Büttenabend. Edwin Dorn erhält eine Urkunde zu seinem 25. Bühnen-Jubiläum.
Auch die  abenteuerliche Verrenkungen  sind vom drohenden Klimawandel und den daraus resultierenden Vorschriften betroffen. Häuptling Schwarzer Vogel vom Stamm der Hopfen und Malzverlorenen, dargestellt von Jimmy Helfrich, hatte mit einem E-Pferd einen grandiosen Vorschlag zur Umsetzung der immissionsfreien Beförderungsmittel. Foto: Evelyn Schneider
Auch die abenteuerliche Verrenkungen sind vom drohenden Klimawandel und den daraus resultierenden Vorschriften betroffen. Häuptling Schwarzer Vogel vom Stamm der Hopfen und Malzverlorenen, dargestellt von Jimmy Helfrich, hatte mit einem E-Pferd einen grandiosen Vorschlag zur Umsetzung der immissionsfreien Beförderungsmittel. Foto: Evelyn Schneider

Erneut gelang es den Riedenbergern, den weit über die Grenzen hinaus bekannten Büttenabend zu einem unvergesslichen Abend werden zu lassen. Ein ganzes Dorf lieferte den Gästen in der vollbesetzten Halle in einem knapp fünfstündigen Programm Highlights am laufenden Band.

Chefkoordinator und Sitzungspräsident Hubert Dorn lief wieder einmal zu Höchstform auf. Er hatte ein Programm mit viel Abwechslung zusammengestellt, und, damit noch nicht genug, begeisterte er natürlich auch wieder als Till Eulenspiegel mit seiner politischen Rede. Zunächst las er der großen Politik die Leviten und schweifte schließlich über sportliche Themen zur Kommunalpolitik. Stehende Ovationen waren ein deutliches Zeichen für Qualität dieser Rede.

Augen und Ohren überall im Ortsgeschehen

Auch Edwin Dorn hatte als Malermeister seine Augen und Ohren überall im Ortsgeschehen. Nichts blieb ihm im letzten Jahr verborgen, und er erntete kräftige Lacher über die aufgedeckten Missgeschicke und Pannen der Riedenberger. 25 Mal stand er schon in den verschiedensten Charakteren auf der Riedenberger Büttenabend-Bühne. Mal als Soloredner, mal als Rednerpaar oder in zahlreichen Sketchen. Er gehört zum festen Ensemble dieser Veranstaltungen und ist nicht mehr wegzudenken. Als Anerkennung überreichte ihm Hubert Dorn eine Urkunde.

Maiko Wagner und die falsche SUV-Moral

Auch die Jugend findet immer ihren Weg in die Bütt. Als momentan jüngster Büttenredner war auch in diesem Jahr wieder Maiko Wagner als nörgelnder Senior dabei. Richtig traumatisiert war er von der falschen Moral der einerseits lautstark für den Umweltschutz Protestierenden , die aber gleichzeitig die Kinder im riesigen SUV jeden Tag in die Schule fahren. Auch der Hype über das vermeintliche Superfood brachte ihn auf die Palme.

Als Tratschweib erschien Stefan Leitsch in diesem Jahr. Auch er ist seit seiner frühesten Jugend in der Bütt und gehört schon zum Inventar. Mit seinem unnachahmlichen, tiefsten Dialekt erzählte er aus seinem Leben als verschrobene, schürzentragende Ratschtante.

Abenteuerliche Verrenkungen

Frei und ohne Skript, und das in einem teils atemberaubenden Tempo - das ist die Spezialität von Matthias Dorn. Unter anderem hatte er den Grund für die niedrige Geburtenrate herausgefunden und ließ die anwesende Politprominenz abenteuerliche Verrenkungen auf der Bühne machen, als diese auf einem Brett stehend , die Plätze tauschen mussten. Natürlich sehr zur Belustigung der Zuschauer.

Dass die Probleme des Klimawandels und die damit verbundenen Einschränkungen und neuen Vorschriften auch die "Rhön-Allianz-Indianer" trifft, zeigten die Musikanten des Musikvereins .

So hatten sie mit den neuen Vorschriften zur Feuerstättenverordnung zu kämpfen, die das Produzieren von Rauchzeichen verbietet. Auch dürfen die Pferde wegen der zu hohen Feinstaubbelastung nicht zu schnell traben, und die Wigwams müssen nun energetisch saniert werden. Die Lösung fand Häuptling Schwarzer Vogel, vom Stamm der Hopfen-und-Malz-Verlorenen in einem E-Pferd, dessen Aufladen jedoch einige Sorgen bereitet. In wunderbar gespielten Sketchen sowie Musik-und Gesangsdarbietungen konnten sie ihr Publikum begeistern.

Tänze eine Augenweide

Sage und schreibe sechs Tänze kamen zur Aufführung. Allesamt von Mädchen aus Riedenberg im Alter von zehn bis 28 Jahren. Die beiden schmissigen Gardetänze, live gespielt von der Band des Musikvereins, waren eine Augenweide . Exakte Beinarbeit und akrobatische Einlagen ließen das Herz höher schlagen.

Kleine Dompteure traten in einer großen Zahl auf der Bühne auf. Diese Tanzgruppierung war das erste Mal auf den großen Büttenabenden dabei, tanzten aber, durch ihre Erfahrungen bei der Jugendbütt, schon richtig professionell. Auf eine Weltreise nahmen die nächsten jungen Damen ihre Zuschauer mit. Landestypische Melodien und Kostüme entführten in andere Länder.

Glitzernd und schillernd kamen die Funky Tänzerinnen daher. Durch die professionellen Beleuchtungseffekte bestens in Szene gesetzt, funkelten sie über die Bühne. Die ältesten und erfahrensten Tänzerinnen entführten ihre Zuschauer mitten in ein amerikanisches Footballspiel. Ganze sechs Minuten rissen sie die Gäste in einem perfekt choreographierten Tanz mit. Schnellste Schrittfolgen mit beeindruckender Körperspannung grenzten an Perfektion.

" Es hätte gerne noch weiter gehen dürfen mit dem Abend", so die Aussagen von zahlreichen Gästen. "Kann man irgendwo schon Karten für das nächste Jahr reservieren?" - enie Frage, die für die 150 Mitwirkenden und den ausrichtenden Musikverein, die beste Würdigung für dieses Mammutprojekt darstellt.

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