Münnerstadt

Pumptrack soll Attraktion beim TSV werden

Der TSV Münnerstadt plant einen Fahrrad-Parcours, dies wurde bei der virtuellen Mitgliederversammlung bekannt. Und wie geht es dem Verein in der Corona-Pandemie?
Eine Pumptrack-Anlage soll die Attraktion bei der Mehrzweckhalle werden.   Screenshot: Dieter Britz       -  Eine Pumptrack-Anlage soll die Attraktion bei der Mehrzweckhalle werden.   Screenshot: Dieter Britz
| Eine Pumptrack-Anlage soll die Attraktion bei der Mehrzweckhalle werden. Screenshot: Dieter Britz

Das Interesse an der Informationsveranstaltung des TSV Münnerstadt war beachtlich. Denn fast 40 Vereinsmitglieder saßen am Freitagabend extra vor ihren Computern , Laptops oder Tablets. Sie ließen sich von Günter Scheuring (Vorstand Sport), Thomas Geyer (Vorstand Öffentlichkeit) und Johannes Wolf (Vorstand Finanzen) in einer Videokonferenz darüber informieren, was es zu den Themen Sanierung der Mehrzweckhalle und der Tartanbahn, Flutlicht-und Pumptrack-Anlage sowie Sportaktivitäten Neues gibt. Scheuring betonte, dass damit keine Mitgliederversammlung ersetzt werden könne. Doch aufgrund der Corona-Lage gebe es zurzeit kaum andere Möglichkeiten, die Mitglieder zu informieren.

Infos über Baufortschritt

Günter Scheuring berichtete zu Beginn, dass wegen der Corona-Pandemie ein Drittel aller deutschen Vereine strukturelle und finanzielle Probleme hat. "Davon sind wir weit weg, uns geht es gar nicht so schlecht", merkte er dazu an. "Wir leiden auch ein bisschen unter Corona, aber wir können damit recht gut umgehen." Er informierte über den Baufortschritt der Mehrzweckhalle und der anderen Projekte. Wenn alles gut laufe, dann sei die Sanierung der Mehrzweckhalle bis September gelaufen, "und wir können wieder unseren geliebten Sport ausüben". Für die geplante LED-Flutlichtanlage auf Platz zwei sind Fördergelder, unter anderem beim BLSV ( Bayerischer Landessportverband ) beantragt. Da die Anlage aber in den 1980er Jahren von der Stadt gebaut wurde, gibt es nun aber Probleme bei der Förderung. Eine neue LED-Flutlichtanlage sei umweltfreundlicher, denn sie spare Energie und Kohlendioxid, betonte er - "wir wollen als Sportverein auch auf den Klimaschutz achten".

Ortsbesichtigung Mitte April

Der Auftrag für die Tartanbahn sei vergeben, freute sich Scheuring. Er bedauerte allerdings, dass sich der Stadtrat nicht für eine blaue Bahn entschieden habe. Die Basketball- und die Weitsprunganlage werden ebenfalls saniert, freute er sich. Der TSV plant oberhalb von Platz zwei einen sogenannten Pumptrack, einen Fahrrad-Parcours, der mit Mountainbikes, BMX-Rädern, Laufrädern, Scootern, Skateboards, aber auch mit Inlineskates befahren werden kann. Eine ähnliche Anlage gibt es seit dem vergangenen Jahr in Wildflecken-Oberbach. "Fahrradfahren ist in", betonte Günter Scheuring dazu. Mitte April komme der Geschäftsführer einer Firma und schaue sich an, ob das Gelände geeignet sei, was die Anlage koste, und wie sie gefördert werden könnte. Scheuring habe Bürgermeister Michael Kastl ( CSU ) die Pläne vorgestellt - "er war überhaupt nicht abgeneigt".

Eine solche Anlage sei auch am Jörgentor diskutiert worden. "Der Bürgermeister findet den Aufwand dort zu groß, das würde hier besser rein passen", so Scheuring. "Diese Anlage soll nicht nur für TSV-Mitglieder, sondern für die Kommune sein", hob er hervor. Er sei zuversichtlich, dass der Bau gefördert werde und hoffe, dass das Vorhaben dieses oder nächstes Jahr realisiert werden könne und dazu diene, den Verein attraktiv zu halten.

Lob für den Wirt

Scheuring informierte auch über den Baufortschritt im Inneren der Halle. "Es funktioniert, es klappt, es läuft", freute er sich über den Fortgang der Arbeiten. Auch die Arbeiten an der Gaststätte und im Außenbereich laufen. Angestrebt wird, dass der Pächter im April oder Mai, je nach Lage der Corona-Pandemie , im Außenbereich den Biergarten wieder öffnen sowie Essen und Getränke anbieten kann. Die Arbeiten in der Gaststätte , in der Wohnung, in den Sanitäranlagen gehen zügig voran. Sehr viel wird in Eigenregie der Mitglieder erledigt. Scheuring lobte besonders den Wirt: "Das würde nicht jeder mitmachen."

Spielbetrieb ruht

Er ging auch auf den Spielbetrieb ein, der sowohl bei den "Dark Knights" (American Football), als auch bei den Fußballern zur Zeit ruht. Ob die Fußballer ihre Runde fertigspielen, und wie bei einem Abbruch Auf- und Absteiger ermittelt werden, steht nach seinen Worten noch nicht fest. "Das einzige, was zur Zeit stattfindet, sind Online-Veranstaltungen, wie Body-Styling oder Yoga. Die Beteiligung daran ist gut", erklärte der Sportvorstand.

Johannes Wolf , der für die Finanzen zuständig ist, hob hervor, "dass die finanzielle Lage des TSV trotz der Corona-Krise wenig besorgniserregend ist". Der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb sei fast ganz eingebrochen, es gab keine Einnahmen, zum Beispiel bei Heimspielen. Aber auf der anderen Seite habe der Verein auch kaum Fixkosten, "so dass sich das alles in etwa die Waage hält." Die Mitgliederzahl ist seit 2016 leicht gesunken, von etwa 1225 auf heute 1200. Im letzten Jahr ging die Mitgliederzahl wegen der Corona-Pandemie um etwa 40 zurück, seit Jahresbeginn hat sie durch die Gründung der American-Football-Abteilung um über 20 zugenommen. Der Vorstand Öffentlichkeit Thomas Geyer hofft, dass im September/Oktober in der neuen Halle eine Mitgliederversammlung stattfinden kann. "Wenn man sich immer nur am Bildschirm sieht, da fehlt dann doch ein bisschen was", klagte er.

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