MASSBACH/ROTHHAUSEN

Radeln zwischen der Rhön und den Haßbergen

Ein Schnitt von Kindern – und der Radweg ist freigegeben: Pfarrerin Eva Thelen, Pfarrer Manfred Finger, Bürgermeister Anton Bauernschubert, Landtagsabgeordnete Sabine Dittmar, Bürgermeister Johannes Wegner, stellvertretender Landrat Emil Müller und Bauoberrat Matthias Wacker (von links) freuen sich.
Foto: Daniel Wiener | Ein Schnitt von Kindern – und der Radweg ist freigegeben: Pfarrerin Eva Thelen, Pfarrer Manfred Finger, Bürgermeister Anton Bauernschubert, Landtagsabgeordnete Sabine Dittmar, Bürgermeister Johannes Wegner, ...

Mit dem offiziellen Banddurchschnitt wurde der Radweg zwischen Maßbach und Rothhausen nun auch offiziell seiner Bestimmung übergeben. Gesegnet wurde er von Manfred Finger und Pfarrerin Eva Thelen.

Thundorfs Bürgermeister Anton Bauernschubert erinnerte an die ehemalige Bahnlinie, die vor genau 50 Jahren stillgelegt worden war und nun einer neuen Bestimmung zugeführt wurde. Es sei die aufkommende Motorisierung gewesen, die der kleinen Lauertalbahn so stark Konkurrenz bereitete, dass diese unrentabel wurde. Dem Fahrrad sei es dabei ähnlich ergangen, denn in den 70er und 80er Jahren sei kaum ein Erwachsener mehr auf ein Fahrrad gestiegen. Doch auch diese Zeiten hätten sich gewandelt. Ein stärkeres Gesundheits- und Umweltbewusstsein, aber auch bessere Fahrradtechnologie hätten dem Zweirad einen neuen Boom beschert, der in der Folge auch Überlegungen für andere Verkehrswege wachsen ließ. Inzwischen würden fast alle Hauptverkehrsstraßen von Radwegen begleitet. So sei ein engmaschiges Netz entstanden.

Auch Maßbachs Bürgermeister Johannes Wegner ließ seiner Freude freien Lauf. Er und sein Amtskollege Bauernschubert hätten allen Grund, um die Wette zu strahlen, führte er aus. Es sei eine schwierige Mission gewesen, denn sowohl die landschaftlichen Begebenheiten als auch die Finanzierung seien alles andere als einfach gewesen. Die Natur habe sich im Laufe der 50 Jahre ihr Recht zurückgeholt, fuhr Wegner fort. Die Rodungsarbeiten allein hätten fast 100 000 Euro verschlungen. Erst ein Sonderbauprogramm der Regierung aus dem Konjunkturpaket hatte die Realisierung möglich gemacht.

Die Baukosten für die vier Kilometer lange Strecke beliefen sich laut Wegner auf 480 000 Euro. Mit den noch folgenden landschaftspflegerischen Maßnahmen werden die Gesamtkosten 645 000 Euro betragen. 75 Prozent davon sind durch Zuschüsse gedeckt. Etwas mehr als die Hälfte liegt auf Maßbacher Grund.

Doch er wolle aufgrund der hohen Kosten nicht jammern, versicherte Wegner: Ihm sei das Herz aufgegangen, als er schon lange vor der Verkehrsfreigabe den immensen Zuspruch festgestellt habe. Dass dieses Wegstück als Hauptroute zwischen Rhön und Haßberge ein wichtiges Bindeglied sei, war vorher schon bekannt. Die tatsächliche Nutzung habe alle Erwartungen übertroffen.

Dem pflichteten auch Landtagsabgeordnete Sabine Dittmar und stellvertretender Landrat Emil Müller bei. Der Bäderlandkreis und der häufig mit seinem guten Radwegenetz werbende Landkreis Schweinfurt mit dem Ellertshäuser See in der Nähe seien nun optimal miteinander verbunden.

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