Rupboden

Radweg erinnert an Bahnhistorie

Die "Inszenierung Bahngeschichte" ist jetzt an der ehemaligen Bahnstrecke vorgestellt worden. Der im letzten Jahr eröffnete 27 Kilometer lange Radweg wird schon intensiv genutzt.
Bei anhaltendem Regen sehr begehrt waren die trockenen Stehplätze im provisorisch aufgestellten Zelt. Auch von dort hatten die Gäste bei den Grußworten der Redner einen guten Blick auf die Schautafeln (links im Bild). Foto: Rolf Pralle       -  Bei anhaltendem Regen sehr begehrt waren die trockenen Stehplätze im provisorisch aufgestellten Zelt. Auch von dort hatten die Gäste bei den Grußworten der Redner einen guten Blick auf die Schautafeln (links im Bild). Foto: Rolf Pralle
| Bei anhaltendem Regen sehr begehrt waren die trockenen Stehplätze im provisorisch aufgestellten Zelt. Auch von dort hatten die Gäste bei den Grußworten der Redner einen guten Blick auf die Schautafeln (links im Bild).

Zumindest am Freitagnachmittag war Petrus kein Freund von Outdoor-Aktivitäten . Denn bei der offiziellen Vorstellung der "Inszenierung Bahngeschichte" entlang des Rhönexpress Bahn-Radwegs goss es zeitweise wie aus Eimern.

Trotz der widrigen Wetterverhältnisse hatten sich am ehemaligen Bahnhof in Rupboden zahlreiche Vertreter aus der Politik sowie von Ämtern und Institutionen eingefunden, um den Abschluss dieses Projekts der Brückenauer Rhönallianz mit warmen Worten und heißer Bratwurst gebührend zu feiern. Der Zeitlofser Bürgermeister Matthias Hauke, an diesem Tag praktisch der Hausherr, erinnerte noch einmal an die lange und bewegte Geschichte der Bahnstrecke , auf der 1988 der letzte Personenzug gefahren war.

Allianzmanager Uwe Schmidt ließ etliche Stationen jener Entwicklung Revue passieren, die letztendlich zur Realisierung eines knapp 27 Kilometer langen Radweges auf der alten Trasse zwischen Zeitlofs und Wildflecken geführt haben. Seit der Eröffnung im vergangenen Jahr sei das Terrain schon intensiv von den Drahtesel-Liebhabern genutzt worden.

In den zurückliegenden Monaten sei es dann abschließend um die attraktive Gestaltung im unmittelbaren Umfeld gegangen. Der Redner nannte im Detail Beschriftungen, Schilder und Kunstobjekte, die nicht nur einen historischen Bezug darstellen, sondern mit ihrer überlegten Platzierung auch die Sicherheit auf der Strecke gewährleisten sollen. Darüber hinaus habe man sich um die Schaffung attraktiver Fotomotive zur Einstellung in die Social-Media-Kanäle bemüht.

Insgesamt 5,4 Millionen Euro sind laut Schmidt für das Projekt investiert worden. Finanzielle Fördermittel erhielten die Verantwortlichen der Anrainergemeinden dabei aus unterschiedlichen Programmen.

"Leben ist das, was passiert", sagte der Bad Kissinger Landrat Thomas Bold in seinem Grußwort mit Blick auf die Wetterlage und die durch Corona bedingten Einschränkungen. Ein Kompliment sprach er allen Beteiligten für die gelungene Umsetzung des Gesamtkonzepts aus. Durch den Rhönexpress Bahn-Radweg werde die komplette Region eine enorme touristische Aufwertung erfahren, ist sich der Kommunalpolitiker sicher.

Dann waren der Worte genug gewechselt. Im Anschluss nahmen die Gäste gern die Gelegenheit wahr, das Gehörte mit einem Blick auf plakative Schautafeln zu vertiefen, die in allen Einzelheiten die Arbeit der vergangenen Jahre dokumentierten.

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