Ramsthal

Ramsthal: Bald Gebühren für den Stellplatz?

Der Gemeinderat befasste sich mit den Flächen für Wohnmobile. Es stellte sich die Frage, ob das Defizit durch Gebühren abgefangen werden kann. Zudem waren die Einrichtungen zur Kinderbetreuung ein Thema in der Sitzung.
Der Wohnmobilstellplatz in Ramsthal erfreut sich sehr guter Belegung. Nun sollen die Kosten für die Gemeinde im Hinblick auf eine Stellplatzgebühr betrachtet werden.  Foto: Andreas Lomb       -  Der Wohnmobilstellplatz in Ramsthal erfreut sich sehr guter Belegung. Nun sollen die Kosten für die Gemeinde im Hinblick auf eine Stellplatzgebühr betrachtet werden.  Foto: Andreas Lomb
Der Wohnmobilstellplatz in Ramsthal erfreut sich sehr guter Belegung. Nun sollen die Kosten für die Gemeinde im Hinblick auf eine Stellplatzgebühr betrachtet werden. Foto: Andreas Lomb

Der Wohnmobilstellplatz ist eines der erfolgreichen touristischen Projekte der vergangenen Jahre in der Weinbaugemeinde Ramsthal . Unter den Wohnmobilisten hat es sich wohl herumgesprochen, dass der Platz sehr günstig ist, denn die Auslastung ist kontinuierlich gut und bringt viele Gäste in die Gemeinde. Es gibt hier keine Stellplatzkosten. Die Kosten für Strom, Abwasser und Wasser werden abgerechnet.

Wie in der jüngsten Gemeinderatssitzung deutlich wurde, entsteht der Gemeinde hier eine jährliche Unterdeckung von 500 bis 700 Euro. Daniel Lohfink (Ramsthaler Liste) meinte, es sei sinnvoll über Gebühren nachzudenken. Martin Thürmer (ABB/Interessengemeinschaft) wandte ein, dass die Kosten für den technischen Aufwand in keinem Verhältnis zum Ertrag sehen wurden. Klaus Kemmer schlägt eine Spendenbox für einen definierten Zweck vor. Andreas Günder möchte das seine technische Lösung in der Art des Handy-Parkens auf Anwendbarkeit und Kosten geprüft werden soll.

Blick auf Waldkindergarten

Der Waldkinderkarten und die Erfordernisse und Maßnahmen, die mit der für September geplanten Eröffnung verbunden sind, beschäftigten den Ramsthaler Gemeinderat ebenfalls. Ratsmitglied Andreas Günder (ABB/Interessengemeinschaft), der auch Vorsitzender des Fördervereins Waldkindergarten Ramsthal ist, informierte das Gremium über den aktuellen Sachstand.

Für die Realisierung müssen Rettungswege für den Rettungsdienst und die Feuerwehr geschaffen werden. Dies kann in Abstimmung mit den Verantwortlichen und der Genehmigungsbehörde durch Anpassung und Bearbeitung vorhandener Wege erfolgen. Ein Parkplatz soll am Reichlersweg entstehen für die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto in die Einrichtung bringen möchten. Die direkte Anfahrt an den Waldkindergarten ist nicht gewollt ist.

Verschiedene ausgewiesene Rettungspunkte in der Gemeinde sollen um einen weiteren in der Nähe der geplanten Fläche ergänzt werden. Als Notausweichquartier bei extremen Wetterverhältnissen soll das Haus erLebenskunst genutzt werden. Die Sicherheit der Kinder und des Personals hinsichtlich besonderer Gefahren im Wald wie Windbruch, Sturmschäden oder umstürzende Bäume wird durch regelmäßige Begehungen der genutzten Wege und Flächen gewährleistet. Der Informationstag des Fördervereins fand großen Zuspruch. 60 Eltern und 25 Kinder wollten sich vor Ort ein Bild machen. Dem Verein liegen inzwischen 33 Voranmeldungen vor, die hinsichtlich des Eintritts zeitlich gestaffelt in das nächste Jahr reichen. Hiervon sind zehn Kinder fest angemeldet für den Start im September. Für eine Schnupperwoche wurden acht Kinder aus Ramsthal angemeldet. Einem Bauantrag für eine Fertighütte aus Holz mit 36 qm stimmte der Gemeinderat zu. Die ursprünglich geplante Aufstellung eines Containers wurde verworfen.

Der Gemeinderat zeigte seine Unterstützung für das Projekt einmal mehr, indem er die Kündigungsfrist von drei Monaten für Kinder im Regelkindergarten bis Ende Oktober aufhob, um einen Wechsel in den Waldkindergarten zu ermöglichen. Dies soll ohne Personalanpassungen erfolgen. Im nächsten Jahr soll dann die Prüfung des Personalbedarfs im Hinblick auf Kinderzahl und gebuchte Stunden erfolgen.

Debatte um weitere Planungen

Die weitere Planung hinsichtlich des Regelkindergartens war danach Gegenstand der Beratung. Bürgermeister Rainer Morper (ABB/Interessengemeinschaft) informierte über die erwartete Belegung im nächsten Jahr. Gemeinderat Roland Herterich (ABB/Interessengemeinschaft) legte eine von ihm erstellte Grafik vor, die nach seiner Bewertung zeige, dass sich das Belegungsproblem des Regelkindergarten auf Grund demografischen Entwicklung und der zu erwartenden Geburten von selbst lösen werde. Er gehe davon aus, dass die Zahl der Kinder zurückgehen wird, da auch die Zahl der Eltern im entsprechenden Alter abnehme. Nicht planbar hierbei sind Zu- und Wegzüge von Familien.

Rainer Morper stellte fest, dass unabhängig von der Entwicklung der Geburten und vom Waldkindergarten erheblichere zusätzlicher Platzbedarf in der bestehenden Einrichtung besteht um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden. Martin Thürmer (ABB/Interessengemeinschaft) ergänzte, dass nicht die Kapazität das Hauptproblem sei, sondern das für jedes Kind unter drei Jahren (U3) ein Schlafplatz benötigt wird. Sein Fazit: "Wir kommen nicht drum rum, hier was zu tun."

Der Tenor im neuen Gemeinderat ist, den bestehenden Kindergarten nochmals im Hinblick auf Sanierung oder Umbau zu prüfen. Der vorherige Gemeinderat hatte einen Neubau beschlossen. Bei Umbauoder Sanierung müsste ein Alternativstandort gesucht werden, da dies nur schlecht neben dem normalen Betrieb durchführbar sei. Die erwartete Dauer des Projekts liegt bei eineinhalb Jahren. Die Plankosten für eine Lösung mit einem Ausweichcontainer liegen bei 300 000 Euro. Die Suche nach einem Alternativquartier gestaltet sich schwierig.

Klaus Kemmer (Ramsthaler Liste) schlug vor, Räume in der Verbandsschule in Euerdorf zu nutzen. Der Bürgermeister will sich über Möglichkeiten informieren. Zur Alternativlösung Sportheim/Turnhalle meinte Roland Kühnlein (ABB/Interessengemeinschaft), dass keine freien Kapazitäten vorhanden seinen und eine Nutzung durch den Kindergarten nur mit erheblichen Einschränkungen im Sportbetrieb des SVR möglich sei. Sebastien Wieber (CSU-Wählerliste) fordert eine zukunftssichere Lösung besonders hinsichtlich der Fläche. Der Bürgermeister fasst zusammen, dass der bisherige Standort des Kindergartens nach Möglichkeit auch künftig genutzt werden soll. Als nächste Maßnahme soll ein Workshop oder Gespräch des Gemeinderates mit dem beauftragten Architekten stattfinden um nach Lösungen zu suchen.

Wie in anderen Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Euerdorf beschloss der Gemeinderat eine Anpassung der Satzung des Kindergartens. Aktuelle Anforderungen wie die Corona-Situation finden dabei Berücksichtigung. Auch die Gebührensatzung wurde in einigen Punkten überarbeitet und genehmigt. Die bestehenden Beiträge bleiben unverändert.

Reizthema Parken

Immer wieder scheinen Verkehrsteilnehmer Probleme mit dem Parken im Ortskern zu haben. So nutzen regelmäßig Autofahrer die Fläche direkt vor der Ampel am Dorfplatz zum Parken auf dem Gehsteig, obwohl es hier nicht zulässig ist. Die Gemeinde wird nun zwei Pfosten aufstellen, die dies unterbinden sollen.

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