Rannungen

Rannungen: Spatenstich für die Wasserversorgung

Der alte Wasserturm in Rannungen hat bald ausgedient. Die Gemeinde baut einen neuen Tiefbehälter mit mehr Speicher. 2,1 Millionen Euro soll das Vorhaben etwa kosten.
Beim symbolischen ersten Spatenstich für die neue Wasserversorgung der  Gemeinde Rannungen (von links): Rebecca Bergmann, Elmar Dusold, Malte Feltl  (alle Büro BaurConsult), Bürgermeister Fridolin Zehner, Werner Weipert,  Bauleiter Peter Korndorfer (beide Firma Weipert), Erich Dinkel  (Bauhof/Wasserwart), Gemeinderat Andreas Röder, Peter Memmel (Bauhof),  Gemeinderätin Yvonne Seufert und Gemeinderat Josef Holzheimer. Foto: Dieter  Britz       -  Beim symbolischen ersten Spatenstich für die neue Wasserversorgung der  Gemeinde Rannungen (von links): Rebecca Bergmann, Elmar Dusold, Malte Feltl  (alle Büro BaurConsult), Bürgermeister Fridolin Zehner, Werner Weipert,  Bauleiter Peter Korndorfer (beide Firma Weipert), Erich Dinkel  (Bauhof/Wasserwart), Gemeinderat Andreas Röder, Peter Memmel (Bauhof),  Gemeinderätin Yvonne Seufert und Gemeinderat Josef Holzheimer. Foto: Dieter  Britz
| Beim symbolischen ersten Spatenstich für die neue Wasserversorgung der Gemeinde Rannungen (von links): Rebecca Bergmann, Elmar Dusold, Malte Feltl (alle Büro BaurConsult), Bürgermeister Fridolin Zehner, Werner ...

Bauarbeiter sind schon seit Ende September am Ende der Bergstraße bei der Arbeit, um die Wasserversorgungsanlage der Gemeinde auf den neuesten Stand zu bringen. Nun fand in der Nähe des dortigen Spielplatzes der symbolische "erste Spatenstich" statt. Bürgermeister Fridolin Zehner , einige Gemeinderäte und Mitarbeiter der Gemeinde Rannungen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hassfurter Planungsbüros Baurconsult und des Maßbacher Bauunternehmens Weipert waren dabei mit blank geputzten Spaten am Werk und wirbelten mächtig Sand in die Höhe. Bürgermeister Fridolin Zehner und Diplom-Ingenieur Elmar Dusold vom Ingenieurbüro Baurconsult gingen ausführlich auf die Pläne für die Wasserversorgung ein.

Zurzeit ist der Wasserdruck vor allem in den höher gelegenen Teilen der Gemeinde nicht ausreichend, besonders, wenn viel Wasser gebraucht wird. Seit Jahren sei diskutiert worden, wie Abhilfe geschaffen werden kann. Schließlich habe sich der Gemeinderat entschlossen, den alten Wasserturm aus den 1950er Jahren ganz aufzugeben, da er ein zu geringes Speichervolumen von nur 150 Kubikmeter hat und die Höhenlage nur einen unzureichenden Versorgungsdruck möglich macht.

400 Kubikmeter Fassugnsvermögen

Zwischen den Brunnen und dem Ortsnetz wird nun ein neuer Tiefbehälter mit einem Fassungsvermögen von 400 Kubikmetern gebaut, der auch ein Drucksteigerungs-Pumpwerk bekommt. Gebaut wird zunächst eine Halle mit Abmessungen von 20 mal 10 Metern und einem flachen Pultdach mit 6,5 Meter Höhe im Mittel. Diese Halle soll zwei Edelstahlbehälter mit einem Fassungsvermögen von je 200 Kubikmeter Inhalt aufnehmen. Die Tanks haben einen Durchmesser von je acht Meter. Der erforderliche Druck in den Wasserleitungen wird über ein Drucksteigerungs-Pumpwerk im Untergeschoss der Halle erzeugt. Damit auch bei Stromausfall die Wasserversorgung nicht ausfällt, bekommt die Anlage ein Notstromaggregat. Das Pumpwerk hat vier Pumpen. Wenn sie alle gleichzeitig laufen, kann im Ortsnetz genug Wasser für einen Einsatz der Feuerwehr zur Verfügung gestellt werden. Für Zeiten mit wenig Verbrauch werden zwei Druckkessel aufgestellt, die jeweils 1000 Liter Wasser fassen. Aus ihnen können geringe Wassermengen entnommen werden, ohne dass die Pumpen anlaufen.

Fertig im Frühjahr 2022

Die Erd- und Stahlbetonarbeiten haben Ende September begonnen und sollen im Frühjahr 2021 abgeschlossen sein. Danach sollen bis Ende Sommer 2021 das Gebäude mit dem Dach und der Fassade sowie die beiden Edelstahlbehältern fertiggestellt werden. Die hydraulische Ausrüstung, die Pumpen und die Elektro- und Steuerungstechnik werden danach installiert. Mit den Estrich- und Fliesenlegerarbeiten sowie Maler-und Verputzerarbeiten und der Herrichtung der Außenanlagen soll die Baumaßnahme bis zum Frühjahr 2022 abgeschlossen werden. Die Kosten werden auf insgesamt etwa 2,1 Millionen Euro geschätzt. Der Freistaat gibt einen Zuschuss. Den großen Rest müssen zu rund 90 Prozent die Bürger über eine Umlage übernehmen. Was dann noch bleibt, wird aus der Gemeindekasse bezahlt.

Und der alte Wasserturm an der Mehrzweckhalle , das Wahrzeichen der Gemeinde? Bürgermeister Zehner sagte, er könne eventuell als Wasserspeicher für die Feuerwehr oder für die Rasenbewässerung auf dem Sportplatz dienen. Elmar Dusold hob dazu hervor, dass die neue Wasserversorgung so ausgelegt sei, dass sie auch im Notfall , wenn es brennt, genügend Wasser für die Feuerwehr liefert. Der Bürgermeister erwähnte auch, dass schon vorgeschlagen worden sei, aus dem Wasserturm einen Aussichtspunkt zu machen oder darin ein Café einzurichten. Aber so etwas liege natürlich in weiter Ferne.

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