Rannungen

Rannunger Musikverein schenkte Freude pur

Das hohe Niveau hielten die Musiker und Musikerinnen vom ersten bis zum letzten Stück.
Die Bläserklasse des Musikvereins Rannungen begeisterte die Zuhörer mit  einigen Weihnachtsliedern. Foto: Dieter Britz
Die Bläserklasse des Musikvereins Rannungen begeisterte die Zuhörer mit einigen Weihnachtsliedern. Foto: Dieter Britz

Das Orchester des Musikvereins mit seinen 45 Aktiven unter der Leitung von Fabian Usleber steht auf einem sehr hohen Niveau. Das wird wohl auch in Zukunft so bleiben, denn um den Nachwuchs ist es gut bestellt. Das zeigte sich beim Weihnachtskonzert in der Mehrzweckhalle, bei dem die Musikerinnen und Musiker in ihren neuen schmucken Trachten auf die Bühne kamen. Auch der Vereinsnachwuchs, der Kirchenchor St. Bonifatius mit Erika Kurfeß an der Spitze und Jona Nöller am Klavier waren mit dabei und begeisterten die Zuhörer.

Bettina Bonengel, die Vorsitzende des Musikvereins Rannungen , konnte zum Weihnachtskonzert unter den zahlreichen Gästen auch Bürgermeister Fridolin Zehner, seine Stellvertreterin Sybille Büttner, zahlreiche Gemeinderäte, Vertreter anderer Vereine aus der Gemeinde und Abordnungen von Nachbar-Musikvereinen willkommen heißen. Auch Birgit Döhler, die Bad Kissinger Kreisvorsitzende des nordbayerischen Musikbundes, war gekommen.

Durch den Abend führte in bewährter Weise Richard Kleinhenz. Er beschränkte sich nicht auf Musiktitel und Komponisten, sondern gab ausführliche Erläuterungen zu den einzelnen Musikstücken. Das Orchester mit Dirigent Fabian Usleber an der Spitze bekam schon beim Einzug Beifall. Ihren hohen Leistungsstand bewiesen die Musiker schon beim ersten Stück "Auf einem persischen Markt" von Albert W. Ketelby (1875-1959) und hielten das auch bis zum letzten durch. Der schwedische Marsch "Under Blagul Fana", komponiert von Viktor Widquist (1881-1952) bildete einen guten musikalischen Kontrast dazu. Nach Wien wurden die Gäste mit dem Kaiserwalzer von Johann Strauß Sohn (1825-1899) entführt. Das Stück "Märchenkönig" von Timo Dellweg (geb. 1979) war, der Name deutet es schon an, König Ludwig II. gewidmet.

Auch ohne Ansage von Richard Kleinhenz hätte wohl jeder im Saal gemerkt, dass es sich bei "the Jungle Book" um die Filmmusik zum Kassenfüller "Dschungelbuch" handelte. Mogli, Balu, Kaa oder Junior waren deutlich herauszuhören. Ein später Höhepunkt des Abends war die Arie "Nessun Dorma" zu Beginn des dritten Aktes der Oper "Turandot" von Giacomo Puccini (1858-1924).

Insgesamt zeigte sich, dass Dirigent Florian Usleber bei der Zusammenstellung der unterschiedlichen Stücke ein sehr gutes Händchen bewies und den dankbaren Freunden der Blasmusik einen guten Querschnitt von interessanten und hörenswerten Stücken präsentierte. Der hohe Ausbildungsstand des Orchesters wurde bei diesem Konzert einmal mehr unter Beweis gestellt. Die Flötenkinder, die Bläserklasse und die Rannpopps (ein gemeinsames Nachwuchsorchester mit jungen Leuten aus Rannungen und Poppenlauer) spielten mehrere Weihnachtslieder (unter anderem "Was soll das bedeuten" und "A south American Christmas Suite") und "Themes from Harry Potter ". Einige der jungen Musiker spielen schon im Orchester der Großen mit. Die gezielte Jugendarbeit lässt erwarten, dass auch die Zukunft der Blasmusik in Rannungen gesichert ist.

Auch der Kirchenchor von St. Bonifatius unter der Leitung von Erika Kurfeß wirkte mit. Die Sängerinnen und Sängerinnen begeisterten mit dem Weihnachtslied "Es ist uns eine Zeit", einem Gospel-Mix "Heaven is an wonderful place" und dem Abend- und Abschiedslied "neigen sich die Stunden" von Lorenz Maierhofer. Außerdem entführte der Chor mit dem temperamentvollen Lied "Masithi, si yakdumisa" die Zuhörer nach Südafrika. Jona Nöller wurde schon mit Vorschuss-Beifall begrüßt, als er die Bühne betrat, denn der junge Mann ist schon vom Fasching bekannt. Er spielte auf dem Klavier perfekt die beiden Stücke "River Flows" und "der Schlittschuhläufer". Ohne Zugabe ging es natürlich nicht und die Kenner waren sich einig: Er hat seine Premieren-Auftritt beim Weihnachtskonzert gut bestanden und von ihm ist noch mehr zu erwarten.

Bettina Bonengel ehrte sieben junge Musikerinnen und Musiker im Alter von elf bis 13 Jahren, die die D1-Prüfung des Nordbayerischen Musikbundes abgelegt haben und überreichte ihnen kleine Geschenke. Es sind dies Johanna und Leonie Morawietz, Juli Kiesel (alle Klarinette), Eva Ruppert (Querflöte), Linda Werner (Saxophon), Lauren Seufert (Posaune) und Samuel Heinlein (Tenorhorn). "Das habt Ihr wirklich toll gemacht - vielen Dank" lobte die Vorsitzende.

Birgit Döhler zeichnete Richard Kleinhenz mit der goldenen Ehrennadel der Bundesvereinigung der Blasmusikverbände aus. Er musiziert über 40 Jahre im Verein. Unter anderem hat er zwei Jahre lang das Orchester geleitet. Vor allem führt er bei Veranstaltungen wie Weihnachtskonzerten seit Jahren ebenso kenntnisreich wie humorvoll durch das Programm. Letztes Jahr bekam er den Kultur-Ehrenbrief des Landkreises Bad Kissingen. Ausgezeichnet wurden auch Anna Kleinhenz ((Querflöte) und Sandra Usleber (Saxophon) für zehnjähriges musizieren im Verein.

Zum Schluss gab Bettina Bonengel bekannt, dass sich die Blasmusik-Liebhaber auf ein ereignisreiches Jahr 2020 freuen dürfen. Der Verein feiert sein 45-jähriges Bestehen. Das ist zwar nur ein "halbrundes" Jubiläumsdatum (so die Vorsitzende), trotzdem findet vom 9. bis 11. Mai in Rannungen das Kreismusikfest mit einem bunten Programm statt. Höhepunkt wird der Festumzug am Sonntag, 10. Mai. Auch beim Planfest sind die Musikerinnen und Musiker stark gefordert.

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