Reichenbach bei Münnerstadt

Reichenbacher Dorfmitte wird noch schöner

Ganz spontan hat der Hauptausschuss einem erweiterten Ausbau des Reichenbacher Ortszentrums zugestimmt. Das erfolgt nun mit den Ausbau der Ortsdurchfahrt.
Ortsreferent Fabian Nöth, Oberbauleiter Steffen Kiesel, Bürgermeister Michael Kastl und Reiner Straub vom Münnerstädter Bauamt besprachen nach der Hauptausschusssitzung Details zum erweiterten Ausbau der Reichenbach Ortsmitte. Foto: Thomas Malz       -  Ortsreferent Fabian Nöth, Oberbauleiter Steffen Kiesel, Bürgermeister Michael Kastl und Reiner Straub vom Münnerstädter Bauamt besprachen nach der Hauptausschusssitzung Details zum erweiterten Ausbau der Reichenbach Ortsmitte. Foto: Thomas Malz
Ortsreferent Fabian Nöth, Oberbauleiter Steffen Kiesel, Bürgermeister Michael Kastl und Reiner Straub vom Münnerstädter Bauamt besprachen nach der Hauptausschusssitzung Details zum erweiterten Ausbau der Reichenbach Ortsmitte. Foto: Thomas Malz

Der Ausbau der Ortsdurchfahrt in Reichenbach (Stadtgasse und Unterland) wird erweitert. Mit einbezogen in die Arbeiten ist der Kreuzungsbereich in der Ortsmitte, wobei kurze Teilstücke der Steinacher Straße und der der Straße Oberland mit hergerichtet werden. Nun hat der Hauptausschuss einstimmig beschlossen, ein weiteres Teilstück im Oberland auszubauen und etwa 100 Quadratmeter Gehweg zu pflastern. "Der Bereich gehört zum Dorfplatz", sagte Bürgermeister Michael Kastl bei der Sitzung. Kostenpunkt: 25 000 bis 30 000 Euro.

Aller Ladungsfristen und sonstiger Festlegungen zum Trotz kommt es immer wieder vor, dass kurzfristig aktuelle Themen auf die Tagesordnung genommen werden. Das betrifft vor allem den Bau- und Umweltausschuss, weil nach der Einladung immer wieder Bauanträge abgegeben werden, die gleich mitbehandelt werden. Am Montag sah die Angelegenheit ein wenig anders aus.

Eine wichtiger Ansprechpartner für die Reichenbacher beim Ausbau der Ortsdurchfahrt ist Ortsreferent Fabian Nöth (Neue Wege). Einige Dorfbewohner sind auf ihn zugekommen, mit der Bitte, den Teilbereich im Oberland mit zu gestalten. Bisher war der Ausbau bis zur Bäckerei vorgesehen, nun erstreckt er sich bis einschließlich dem Haus Nummer 4.

Das Problem: Der Landkreis Bad Kissingen hat mit dem Ausbau der Kreuzungsbereiches und der Stadtgasse schon begonnen. Inzwischen sind die Arbeiten so weit fortgeschritten, dass eine schnelle Entscheidung gefällt werden musste. "Bis heute hatten wir Zeit", sagte der Bürgermeister am Dienstag nach der Sitzung bei einem Treffen vor Ort. Da hatte er die positive Entscheidung bereits in der Tasche.

Ein paar Tage zuvor hatte Michael Kastl die Fraktionssprecher zu einem Besichtigungstermin geladen und ihnen das Projekt vorgestellt. Im Falle einer nachträglichen Aufnahme eines Tagesordnungspunktes bei einer Sitzung reicht eine einzige Gegenstimme aus und das Thema wird nicht behandelt. Das ist nicht geschehen.

"Das ist der Vorteil eines konstruktiven Miteinanders", sagte Michael Kastl vor Ort. Damit meinte er einerseits die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis Bad Kissingen, andererseits das gute Klima im Stadtrat . "Die Reichenbacher feiern viel und gerne", meinte er. Das sollen sie künftig auf einem neu gestalteten Dorfplatz tun, der nun noch ein wenig erweitert wurde.

Wie in den Monaten zuvor, wurden am Dienstag bei einer Besprechung vor Ort Detailfragen geklärt, wobei auch die Anwohner ihre Probleme und Wünsche vortragen können. Immer mit dabei ist Oberbauleiter Steffen Kiesel vom Landratsamt Bad Kissingen. Er ist zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Bauarbeiten . "Es gab keine Unfälle, wir liegen voll im Zeit- und im Kostenplan", sagte er. Er weißt darauf hin, dass die Arbeiten demnächst zwei Wochen ruhen werden, weil die Mitarbeiter der Baufirma in den Urlaub gehen.

Noch in diesem Jahr sollen die ersten Teilbereiche abgeschlossen und auch abgerechnet werden, für die dann die Mehrwertsteuersenkung gilt. Es ist davon auszugehen, dass bis Jahresende der Kreuzungsbereich in drei Richtungen und die Stadtgasse wieder befahrbar sind. Im dritten Bauabschnitt wird dann das Unterland (Richtung Burglauer) hergerichtet.

Allerdings lassen sich manche Autofahrer auch jetzt nicht von den Umleitungsschildern davon abhalten, durch die Baustelle zu fahren. Ein Ärgernis für Steffen Kiesel. "Wir geben viel Geld für die Umleitungen aus", sagt er. Manchmal werden Baustellenfahrzeuge sogar von Privatautos behindert.

Abgesehen davon läuft es rund bei den Bauarbeiten in Reichenbach. Insgesamt rund 3,2 Millionen Euro kostet der Ausbau der Ortsdurchfahrt, wobei gut 1,5 Millionen Euro vom Landkreis für die Fahrbahn und Angleichungen getragen werden. Rund 850 000 Euro zahlt die Stadt Münnerstadt für den Gehwegausbau, die Arbeiten an den Abwasserkanälen schlagen mit 666 000 Euro beim Abwasserzweckverband Saale-Lauer zu Buche. Der Ausbau wird nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gefördert.

Für die Pflasterung des Gehwegs im neu hinzugekommenen Teilbereich gibt es allerdings keine Förderung. "Da sind wir zu früh dran", sagte Michael Kastl bei der Sitzung. Wenn die Stadt über ein Gemeindeentwicklungskonzept verfügt, könnten solche Vorhaben in den Stadtteilen künftig vom Amt für Ländliche Entwicklung gefördert werden.

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