Hammelburg

Rote-Kreuz-Straße: Sperrung vs. Einbahnstraße

Es gibt zwei Vorschläge, wie insbesondere in der Rote-Kreuz-Straße eine Beruhigung erreicht werden könnte.
Die Anwohner der Rote-Kreuz-Straße wollen eine Verkehrsberuhigung.  Foto: Archiv/Arkadius Guzy
Die Anwohner der Rote-Kreuz-Straße wollen eine Verkehrsberuhigung. Foto: Archiv/Arkadius Guzy

Wie zu erwarten war, hat die Verkehrsthematik die Bürgerversammlung dominiert. Anders als üblich war die Versammlung in der Kernstadt auch gut besucht. Anwohner der Rote-Kreuz-Straße sowie der Weber-, Pfaff-, Kobel- und Seeshofer Straße füllten die Reihen. Sie nutzen die Gelegenheit, ihre Anliegen noch einmal vorzubringen.

Diese Straßen würden als "heimliche Nordumgehung" genutzt, wie sich mehrere zu Wort meldeten. Als Nadelöhr bezeichnete Josef Ruppert die Rote-Kreuz-Straße. Er nannte das vergangene Marktwochenende und das Bocksbeutelrallye-Wochenende: Da sei der Verkehr durch die Straße geschlichen und teilweise sei auf den Gehwegen gefahren. "Spätestens, wenn die Bahnhofstraße saniert wird, muss eine Regelung her", sagte Ruppert.

Dafür gibt es einen Vorschlag der Gebietsverkehrswacht Hammelburg . Er sieht im Wesentlichen eine Einbahnstraßenregelung für die Rote-Kreuz-Straße vor. Doch die Anwohner halten dies für nicht effektiv. Sie wollen den Vorschlag aus dem Gutachten des Planers Christoph Link umgesetzt sehen: die Sperrung der Rote-Kreuz-Straße für den Durchgangsverkehr.

Während der Sanierung der Bahnhofstraße könnte die Sperrung ausprobiert werden, so die Idee der Anwohner, die sich zu einer Initiative zusammengeschlossen haben. Sie haben in den vergangenen Wochen für ihren Vorschlag geworben und vor der Bürgerversammlung Vertreter der Stadtratsfraktionen angesprochen.

Doch die Sperrung hat wenig Chancen auf Erfolg, wie es scheint. "Ich sehe für eine Totalsperrung derzeit politisch keine Mehrheit", sagte Bürgermeister Armin Warmuth ( CSU ) in der Bürgerversammlung. Für ihn muss eine solche Entscheidung von einem großen Konsens und nicht von einer knappen Mehrheiten getragen werden. Der Bürgermeister machte noch auf einen anderen Punkt aufmerksam: So seien die Auswirkungen auf die gesamte Stadt im Gutachten nicht betrachtet worden, weil es der Auftrag nicht vorgesehen hatte. Stadtbaumeister Detlef Mohr befürchtete, dass eine Sperrung den Verkehr nur verdrängen würde, zum Beispiel in die Friedhofstraße.

Die Anwohner klagen außerdem schon lange über zu schnelles Fahren. Auch das kam bei der Bürgerversammlung wieder zur Sprache . Laut Warmuth gibt es aus der Kobelstraße daher den Wunsch nach einer fest installierten Geschwindigkeitsmessanlage. Die Stadt habe prüfen lassen, ob eine solche montiert werden könne. Das sei aber vom bayerischen Innenministerium abgelehnt worden. Der Bürgermeister kündigte stattdessen an, dass im Stadtrat über den Kauf von zehn Geschwindigkeitsanzeigetafeln beraten wird.

Die Versammlung war großenteils ein Austausch bekannter Argumente. Fabian Hamák brachte noch die Möglichkeit ins Spiel, den Verkehr durch mehr Fahrradfreundlichkeit zu reduzieren. Mohr verwies darauf, was die Stadt schon gemacht habe, nannte aber Abstellmöglichkeiten fürs Fahrrad als Beispiel für künftige Aufgaben.

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