Hammelburg

Hammelburg: Wildschweine vermehren sich stark - rund 300 Tiere in kurzer Zeit erlegt

Binnen einer Woche wurden in mehreren Revieren des Forstbetriebs Hammelburg etwa 300 Wildschweine erlegt.
300 Wildschweine wurden in Revieren des Hammelburger Forstbetriebes erlegt. Foto: Andreas Füller
300 Wildschweine wurden in Revieren des Hammelburger Forstbetriebes erlegt. Foto: Andreas Füller

Binnen einer Woche wurden in mehreren Revieren des Forstbetriebs Hammelburg bei Gesellschaftsjagden etwa 300 Wildschweine erlegt.

Den Jägerinnen und Jägern in den Revieren Langenprozelten und Ruppertshütten bot sich ein eindrucksvolles Bild, als diese sich nach der Bewegungsjagd am dritten Novembersamstag wieder trafen. Alleine an diesem einen Tag wurden insgesamt 105 Wildschweine erlegt.

An drei weiteren Gesellschaftsjagden vom 22. bis 29. November ging es ähnlich erfolgreich zu, schreibt der Forstbetrieb. In Summe wurden in den Revieren Aura, Mittelsinn, Neuwirtshaus und Schwärzelbach weitere 195 Stück Schwarzwild erlegt. Die starke und großflächige Beunruhigung durch die Bewegungsjagd wurde gleichzeitig für die Bejagung von Reh- und Rotwild genutzt, um die bei diesen beiden Wildarten vorhandenen Abschussplanvorgaben zu erfüllen. Um den Jagddruck insgesamt zu senken, kann somit im Forstbetrieb im Sommer eine vierwöchige Jagdpause eingelegt werden .

Schweine bei Hammelburg: Tiere vermehrten sich stark

Aufgrund der letztjährigen Eichel-Mast in Verbindung mit einem relativ milden Winter bot sich den Wildschweinen in den vergangenen Monaten eine ideale Lebensgrundlage, die sie für eine sehr starke Vermehrung nutzten, informiert der Forstbetrieb. Schwarzwild kann unter guten Bedingungen mehrmals im Jahr Nachwuchs bekommen. Ein Zeichen für die hohe Wildschweindichte zeigte sich bereits in den letzten Wochen auf den landwirtschaftlichen Flächen, die an die Wälder des Forstbetriebes Hammelburg angrenzen. Äcker und Wiesen wurden von den Sauen umgewühlt, so dass immer wieder wirtschaftliche Schäden bei den betroffenen Landwirten entstanden.

Aber auch für das Schwarzwild selber ist eine hohe Populationsdichte auf begrenzter Fläche von Nachteil. Die einzelnen Tiere sind anfälliger für den Befall von Seuchen und Krankheiten . Gerade in Zeiten, in denen sich die Afrikanische Schweinepest (kurz ASP) immer stärker vor allem in den östlichen Nachbarstaaten Polen und Tschechien ausbreitet, sind geringere Wildschweindichten in Deutschland einer von mehreren Faktoren, um eine weitere Ausweitung der Krankheit zu verhindern.

Wie der Forstbetrieb weiter schreibt, konnte durch die erfolgreiche Bejagung des Schwarzwildes in den Spessart- und Rhönbereichen der Forstbetrieb Hammelburg seinen jagdlichen, landeskulturellen und gesellschaftspolitischen Verpflichtungen in besonders erfolgreicher Weise nachkommen.

Ein kleines Schmankerl: Aufgrund der hohen Erlegungszahlen sinken möglicherweise zur Weihnachtszeit die Wildbretpreise für Schwarzwild bei Wildbrethändlern und Metzgereien.

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