Römershag

Schautafel über die Römershager Schneidmühle als virtuelles Gedächtnis

Ein großformatiges Schaubild mit Fotos, Texten und einem Kartenausschnitt trägt den Titel "Die Schneidmühle - Von der Zehntscheune bis zum Sägewerk". Gezeigt wird ein wichtiger Teil der Römershager Ortsgeschichte.
Gemeinsam enthüllten die Protagonisten die neue Informationstafel. Über die gelungene Installation freuten sich (von links) Brigitte Meyerdierks, Jochen Vogel, Ulrich Kuther, Jan Marberg und Dieter Seban. Foto: Rolf Pralle       -  Gemeinsam enthüllten die Protagonisten die neue Informationstafel. Über die gelungene Installation freuten sich (von links) Brigitte Meyerdierks, Jochen Vogel, Ulrich Kuther, Jan Marberg und Dieter Seban. Foto: Rolf Pralle
| Gemeinsam enthüllten die Protagonisten die neue Informationstafel. Über die gelungene Installation freuten sich (von links) Brigitte Meyerdierks, Jochen Vogel, Ulrich Kuther, Jan Marberg und Dieter Seban.

Notgedrungen fällt manchmal historische Bausubstanz der Spitzhacke zum Opfer. Aber immer wieder gibt es engagierte Idealisten, die zumindest die Erinnerung an die geschichtsträchtigen Objekte wachhalten wollen. Zu diesem Personenkreis gehört Ulrich Kuther, der heute im hessischen Bensheim lebt, die Kontakte zur Heimat aber kontinuierlich aufrecht erhält.

Der 57-Jährige ist ein Nachfahre der bekannten Römershager Familie Dunkel. Auf seine Initiative hin entstand eine plakative Informationstafel, die Ende vergangener Woche in der Dr.-Melchior-Adam-Weikard-Straße aufgestellt und im Rahmen eines kleinen Festaktes enthüllt werden konnte. Das großformatige Schaubild mit Fotos, Texten und einem Kartenausschnitt trägt den Titel "Die Schneidmühle - Von der Zehntscheune bis zum Sägewerk". Gezeigt wird ein wichtiger Teil der Römershager Ortsgeschichte vom 16. Jahrhundert bis 1977, als die Schneidmühle endgültig abgerissen wurde.

Gelungene Gemeinschaftsaktion

Bad Brückenaus Bürgermeister Jochen Vogel lobte im Beisein seiner Amtsvorgängerin Brigitte Meyerdierks sowohl Kuthers Einsatz als auch dessen Beharrlichkeit und die konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt. 3. Bürgermeister Dieter Seban ließ noch einmal die einzelnen Schritte im Hinblick auf die Realisierung der neuen Installation Revue passieren. Kulturbüroleiter Jan Marberg brachte seine Wertschätzung für die gelungene Gemeinschaftsaktion mit diversen Beteiligten an einem exponierten Standort zum Ausdruck.

Als kleiner Junge erlebt

Ulrich Kuther selbst sprach im kleinen Kreis der Gäste nicht nur etliche geschichtliche Eckpunkte an, sondern schilderte auch einige Begebenheiten rund um die Schneidmühle, die er "als kleiner Junge noch selbst erlebt" hat. Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen wies er ausdrücklich darauf hin, dass das neue Anschauungsobjekt über einen QR-Code mit einer entsprechenden Website verlinkt ist. "So können alle, die des Wegs kommen und an der Tafel verweilen, ihr Smartphone darauf richten und weitere Informationen erhalten", meinte der Initiator abschließend. Außerdem wurde kürzlich auf Facebook eine eigene Seite über die Schneidmühle eingerichtet.

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