Wirmsthal

Kirchenrenovierung: Ein Schmuckstück für Wirmsthal

Die Kirchenrenovierung in Wirmsthal ist nun abgeschlossen. Bereits 2019 war die Außenfassade renoviert worden, in diesem Jahr folgten die Arbeiten im Innenraum, der nun hell und freundlich den Besucher empfängt.
Bereits 2019 wurde die Kirche außen renoviert.  Fotos: Doris Bauer       -  Bereits 2019 wurde die Kirche außen renoviert.  Fotos: Doris Bauer
| Bereits 2019 wurde die Kirche außen renoviert. Fotos: Doris Bauer

Es ist ein erhebendes Gefühl, die Kirche St. Johannes der Täufer zu besuchen. Beim Betreten des strahlend hellen, freundlichen Innenraums fällt der Blick direkt auf den kunstvoll restaurierten Hochaltar. Auch der Chorbogen wurde farblich neu gestaltet. Die Innenrenovierung des Kirchenraums ist erfolgreich abgeschlossen. Bereits 2019 wurde das Gotteshaus außen renoviert, so dass das Weindorf jetzt über eine äußerst repräsentative Kirche verfügt. Auch wenn die Zahlen der Gläubigen und auch die Anzahl der Gottesdienste aufgrund der Zusammenlegung der Pfarrgemeinde in sogenannte "Pastorale Räume" rückläufig ist, lohnt sich die Renovierung , so Pater Sony Kochumalayil: "Ich finde es persönlich sehr wichtig, dass vor Ort in den Gemeinden Gemeinschaft erlebt wird und dadurch der Glaube Gestalt annimmt. Zudem ist diese Kirche immer gut besucht."

Außerdem darf sich Wirmsthal glücklich schätzen, weil eine Teilfinanzierung durch die Diözese übernommen wurde. Die Innenrenovierung selbst, die durch Kirchenpfleger Winfried Brand, die Kirchenverwaltungsmitglieder Franz Gundelach, Edgar Röder, Franz Schwarz und Pfarrer Pater Sony Kochumalayil organisiert wurde, dauerte vom 12. Mai 2020 bis jetzt in den November. Die Ausschreibungen und Auftragsvergaben erfolgten von Januar bis März. "Im Vorfeld gab es viele Sitzungen und Besprechungen, in denen die erforderlichen Beschlüsse gefasst und die Organisation der Eigenleistungen geklärt werden mussten. Hierbei hat uns Architekt Thomas Ruser sehr gut beraten und unterstützt", erklärt Franz Gundelach. Er gibt auch einen Einblick in die geleisteten Arbeiten, die eigentlich schon im April beginnen sollten, aber aufgrund der Corona-Pandemie in den Mai verschoben wurden: "Zunächst musste die Kirche ausgeräumt und der Boden abgedeckt werden. Dann wurden verschiedene Gerüste aufgestellt, damit die notwendigen Arbeiten durchgeführt werden konnten. Bevor es dazu kam, mussten noch weitere vorbereitende Maßnahmen getroffen werden: Wände und Decken wurden gereinigt und Kabel neu verlegt." Dann konnten die eigentlichen Arbeiten beginnen. Im Innenraum fielen Malerarbeiten an, wie Kalkanstriche sowie der finale Anstrich. Der Chorbogen musste gereinigt und gestrichen werden. Im Kirchenschiff wurde eine neue Lautsprecheranlage mit Induktionsschleife installiert und eine automatische Fensterlüftungsanlage montiert. Neue Glaszylinder und Leuchtmittel wurden für die Lampen beschafft.

Kirchenbänke überarbeitet

Holzpodeste mussten abgeschliffen und neu lackiert werden, die Kirchenbänke wurden überarbeitet, neu gestrichen und Bezüge erneuert. Die Holzdecke unter der Empore, die Säulen und Handläufe wurden abgeschliffen und ebenfalls gestrichen. Der teilweise kaputte Steinfußboden im hinteren Bereich der Kirche wurde erneuert. Auch an Hochaltar, Heiligenfiguren , Emporenbrüstung und Bildern wurden Restaurierungsarbeiten vorgenommen.

Die Gläubigen selbst legten Hand an, was die Gesamtkosten reduzierte: "Das war nicht immer einfach, sondern musste aufgrund von Corona gut organisiert sein. So waren es immer nur kleine Gruppen, die aktiv werden konnten. Aber die Hilfe war immens. Wir hatten tatkräftige Unterstützung beim Ausräumen der Kirche und bei verschiedenen Abdeckungsarbeiten. Schlitze wurden für die Kabel geschlagen, diese wieder verputzt und Elektroarbeiten übernommen. Der Chorbogen wurde ebenfalls von Freiwilligen gereinigt und gestrichen. Außerdem wurden Holzpodeste abgeschliffen und lackiert sowie die Kirchenbänke überarbeitet", freute sich Franz Gundelach.

Er hat auch die Kosten im Blick: "Für die Gesamtmaßnahme wurden 500 000 Euro veranschlagt. Zum heutigen Stand fielen für die Außen- und Innenrenovierung zuzüglich verschiedener Nebenkosten knapp 444 000 Euro an. Wir freuen uns über einen bewilligten Zuschuss des Marktes Euerdorf in Höhe von 220 000 Euro, von dem bereits 214 000 Euro ausgezahlt wurden. Die Diözese gewährte einen Zuschuss in Höhe von 165 000 Euro. An Eigenmitteln wurden 50 000 Euro aufgebracht, ein Darlehen über 30 000 Euro aufgenommen und Spenden in Höhe von 10 000 Euro gesammelt. Das sind zusammen 469 000 Euro. Somit bleibt noch ein finanzieller Spielraum für die Erneuerung der Außentreppe, Pflasterarbeiten sowie Arbeiten an der Außenanlage. Ob dieser finanzielle Spielraum für die genannten ebenfalls notwendigen Arbeiten reicht, kann nicht gesagt werden, da noch einige Rechnungen ausstehen."

Die Renovierung verhalf der kleinen Kirche zu einem ganz besonderen Charme. Der ehemals graue und düstere Innenraum ist Vergangenheit. Mit all den Skulpturen, wie beispielsweise eine seltene Madonna mit Kind aus Pappmaché, einer Arbeit aus dem 15./16. Jahrhundert, ist das Gotteshaus ein richtiges Schmuckstück. "Die Arbeiten sind überaus gut gelungen, besonders der Hochaltar, der im neuen Glanz erstrahlt", freut sich Pater Sony Kochumalayil, der am Samstag, 21. November, mit einem Gottesdienst den Abschluss der Renovierung gemeinsam mit den Gläubigen feiern wird - natürlich unter Beachtung der Hygienebedingungen.

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