LKR Bad Kissingen

Schneefälle in der Rhön - wo laufen Lifte und auf was müssen Besucher achten?

Der Winter ist in der Rhön eingebrochen. Sportler und Naturfreunde zieht es nach draußen. Ein kurzer Überblick über die Möglichkeiten in der Region.
Im weißen Kleid zeigt sich die Kissinger Hütte auf dem Feuerberg. Johannes Schlereth
Im weißen Kleid zeigt sich die Kissinger Hütte auf dem Feuerberg. Johannes Schlereth

Mit den Schneefällen in der Nacht zum Mittwoch ist der Winter auch in der Rhön angekommen. Zwar sind erheblich geringere Mengen als im Süden Bayerns gefallen, aber erste Lifte haben bereits geöffnet.

Feuer frei für die Schneekanonen

"Bei uns laufen schon drei Lifte", informiert Martin Kirchner, der Betriebsleiter der Ski- und Rodelarena Wasserkuppe. Kirchner weiter: "Es geht in die Richtung, die wir haben wollen." Zwar sind in der Nacht auf Mittwoch zehn bis 20 Zentimeter Neuschnee gefallen, jedoch reicht das noch nicht aus. "Wir bauen deswegen heute die Schneekanonen auf", erklärt Kirchner. Am Wochenende rechnet er mit zahlreichen Wintersportlern auf dem höchsten Berg der Rhön. Einen Schneevorteil bringen ihm einige Baumreihen. "Die sorgen dafür, dass wenig Schnee von den Pisten weggeweht wird."

Hoffen auf mehr Schnee

Auf dem Feuerberg im Landkreis Bad Kissingen sieht das anders aus. Schnee liegt zwar, aber die vier Lifte stehen seit dem Winter 2016/2017 still. Gründe dafür waren wirtschaftlicher und klimatischer Natur. Der neue Pächter des Areals, Stefan Knüttel von der Rhön-Adventure-Academy reaktiviert die Lifteanlagen in diesem Jahr nicht. Aber auch ohne Lifte herrscht reges Leben auf dem Feuerberg. Die Kissinger Hütte belebt den Gipfel und ist Anlaufpunkt für viele Wanderer . Pächter Dennis Tisma hofft auf weitere Schneefälle : "Dann müssen nur noch die Loipen für die Langläufer gespurt werden, bevor es richtig losgeht."

Erste Loipe gespurt

Die erste Loipe in der Rhön können Wintersportfreunde bereits nutzen. "Am Roten Moor geht das schon. Eventuell kommen zum Wochenende aber noch weitere Loipen dazu", sagt Maria Knüttel, von der Tourist-Information im Haus der Schwarzen Berge in Oberbach. Das hänge jedoch mit dem Wetter der nächsten Tage zusammen.

Wegegebot berücksichtigen

Wandern geht jedoch bereits überall problemlos. Allerdings gelten dabei Regeln. " Wanderer sollten auf den ausgeschilderten Wanderwegen bleiben", informiert Torsten Kirchner, der Gebietsbetreuer der Langen Rhön, der bei der Wildlandstiftung Bayern angestellt ist. Großer Beliebtheit erfreue sich aktuell das Schneeschuhwandern. "Damit ist es auch möglich im Tiefschnee zu wandern, ohne tief einzusinken." Kirchner erklärt die Folgen: "Die Wanderer begeben sich in Gebiete, die eigentlich nicht zum Wandern vorgesehen sind." Auch Wanderer mit Schneeschuhen sollten die Winterwanderwege nutzen. "Thema ist da vor allem das Wild", sagt Veterinär Dr. Helmut Fischer aus Bad Kissingen. Jedes Aufschrecken der Tiere sei kontraproduktiv. "Die Tiere flüchten und verbrauchen dabei Energie. Das senkt ihre Überlebenschancen im Winter ", erklärt der Fachmann.

Davon, dass es sinnvoll sei auf den ausgeschilderten Wegen zu bleiben, ist auch die Bergwacht überzeugt. " Wanderer und Wintersportler sollten wissen, wo sie unterwegs sind", sagt Johannes Voll, der Bereitschaftsleiter am Standort Oberbach. "Das hilft auch uns, wenn wir ausrücken müssen, um zu helfen." Wanderer sollten dabei im Kopf behalten, dass es in den Wintermonaten schneller dunkel wird. Voll hält es für wichtig, dass sich Naturfreunde für den Ernstfall vorbereiten. "Wenn man alleine unterwegs ist, sollte man jemanden darüber aufklären, wo man unterwegs ist." Ein weiterer Tipp des Bergwachtlers für den Ernstfall ist das Mitführen einer Rettungsdecke: "Die schützt vor dem Auskühlen im Winter . Außerdem braucht sie sehr wenig Platz."

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