Schondra

Schondra: Bürgermeister Bernold Martin wird 50 Jahre alt

Seit elf Jahren ist Bernold Martin Bürgermeister der Marktgemeinde Schondra. Für die CSU geht er auch im kommenden Jahr noch einmal ins Rennen um das Amt des Bürgermeisters. Der gebürtige Schondraer wird am Sonntag 50 Jahre alt.
Seit 50 Jahren wohnt Bernold Martin auf seinem Hof mit Blick auf das kirchliche Zentrum von Schondra. Foto: Julia Raab
Seit 50 Jahren wohnt Bernold Martin auf seinem Hof mit Blick auf das kirchliche Zentrum von Schondra. Foto: Julia Raab

Der Nussbaum steht in herbstlichen Farben vor dem Haus und der Kirchturm dahinter liegt genau im Blick: "Das ist die schönste Aussicht", sagt Bernold Martin ( CSU ) von seinem Heimathof aus. Seit elf Jahren ist er Bürgermeister der Marktgemeinde Schondra . Zu seinem 50. Geburtstag am Sonntag, 13. Oktober, blickt er dankbar zurück. Insbesondere meint er damit die Unterstützung, die er von seiner Frau Carola und seinen Kinder in den vergangenen Jahren bekommen hat. "Ohne das Verständnis und die Rückenstärkung könnte ich das Bürgermeisteramt so nicht ausfüllen", ist er überzeugt.

Im Herzen von Schondra ist er aufgewachsen und zur Schule gegangen. Als einziger Junge mit sechs Schwestern habe ihm an nichts gefehlt. Seine Eltern, sagt er, haben für die Kinder auf vieles verzichtet. "Sie wollten das Beste für uns." Martin selbst hat vier Kinder im Alter zwischen neun und 30 Jahren. Die jüngste Tochter geht noch in Schondra auf die Grundschule. Die anderen drei erwachsenen Kinder leben in Deutschland verstreut - von Oberthulba über Köln nach Brandenburg.

Ehrenamtlicher Bürgermeister

Politisch gesehen ist Martin vor allem froh über "eine funktionierende Gemeinde". Im Detail meint er damit das rege Vereinsleben, das Miteinander und die geordneten Finanzen. "Darauf kann man schon stolz sein", fasst er zusammen. Mit seinen elf Jahren kommunalpolitische Erfahrung gibt es trotzdem etwas, das ihn auch heute noch aus der Ruhe bringt: "Das sind persönliche Schuldzuweisungen mancher Mitbürger", gibt er zu. Mit offener Kritik , so sagt er, könne er umgehen. Doch diese Vorwürfe treffen ihn auch heute noch immer wieder. "Der Bürgermeister ist immer schuld, egal was ist", beschreibt er seine Erfahrung.

Bernold Martin kennt beides: Seine erste Amtsperiode leistete er hauptberuflich. Eine Entscheidung des Gemeinderats vor Antritt seiner Amtszeit im Jahr 2008 sorgte für diese Änderung. Die Entscheidung galt für sechs Jahre. Die zweite Amtszeit ab dem Jahr 2012 musste der Bürgermeister ehrenamtlich erfüllen. Trotzdem arbeite er heute hauptsächlich als Bürgermeister. "Die meiste Zeit bin ich kommunalpolitisch tätig", sagt Martin. Nebenbei führe der gelernet Straßenwärter und Landwirt einen kleinen Kommunalbetrieb.

Viele anstehende Projekte

Seine politischen Prioritäten haben sich in den letzten Jahren nicht verändert: "Die Wasserversorgung steht aktuell an erster Stelle", gibt er an. Der Bau des dritten Brunnens sei abgeschlossen und der Bau der Wasseraufbereitungsanlage schreite voran. Der Erhalt der Grundschule und des Kindergartens seien grundsätzlich wichtige Bausteine seiner Arbeit.

Als sehr positiv sieht er die Ansiedlung neuer Firmen in den Gewerbegebieten Schildeck und im Märzgrund. "Das schafft Arbeitsplätze und ist gut für die Gemeinde", sagt Martin.

Sein Vorhaben, die Mittelschule möglichst zu erhalten, konnte Martin während der zweiten Amtsperiode im Jahr 2014 nicht halten. Die Schließung sei für die Gemeinde unumgänglich gewesen, sagt er heute. Damit, so scheint es, geht er pragmatisch um: "Wir hatten nicht viele Möglichkeiten, das war eine Anordnung des Schulamtes", sagt Martin.

Im kommenden Jahr möchte Bernold Martin wieder für die CSU als Bürgermeister kandidieren: "Es gibt so viele Projekte, die ich fortführen möchte", sagt er. Konkret spricht er damit neben der Wasserversorgung die Erschließung und Vermarktung des Baugebietes Heppengraben sowie die Baugebietsausweisung in Schönderling am Heiligenhäuschen an. Für eine neue Amtszeit seien das schon viele Aufgaben, die bevorstehen. "Das sind Millionen-Projekte", fügt er hinzu. Außerdem komme ja immer noch etwas Neues dazu.

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