Schondra

Schondra: Projekte zu Ende bringen

Für Bernold Martin wäre die kommende Amtsperiode die dritte als Bürgermeister. Die Wasserversorgung der Marktgemeinde steht für ihn in naher Zukunft an oberster Stelle. Sanierung und Unterhalt beschäftigen die Gemeinde in den nächsten Jahren.
Bürgermeister Bernold Martin vor dem Rathaus in Schondra. Der Tetraeder symbolisiert die Eingemeindung der  ehemals eigenständigen Gemeinden Schönderling und Singenrain zu Schondra im Zuge der Gebietsreform. Foto: Julia Raab       -  Bürgermeister Bernold Martin vor dem Rathaus in Schondra. Der Tetraeder symbolisiert die Eingemeindung der  ehemals eigenständigen Gemeinden Schönderling und Singenrain zu Schondra im Zuge der Gebietsreform. Foto: Julia Raab
Bürgermeister Bernold Martin vor dem Rathaus in Schondra. Der Tetraeder symbolisiert die Eingemeindung der ehemals eigenständigen Gemeinden Schönderling und Singenrain zu Schondra im Zuge der Gebietsreform. Foto: Julia Raab

Für den amtierenden Bürgermeister der Marktgemeinde Schondra ist eines besonders wichtig: "Begonnene Projekte, die wir in der Vergangenheit angestoßen haben, müssen jetzt umgesetzt werden." Bernold Martin ( CSU ), 50 Jahre alt und seit zwölf Jahren Bürgermeister, möchte den Bürgern auch in der kommenden Amtsperiode zur Verfügung stehen.

Weitere Kandidaten für das Amt gibt es nicht. "Ich freue mich, wenn ich auch weiterhin als ehrenamtlicher Bürgermeister in dieser tollen Gemeinde arbeiten darf", sagt Martin. Der Wahlkampf ohne Gegenkandidaten sei anders, bemerkt Martin aktuell. Besonders auf Veranstaltungen sei das Interesse der Bürger geringer. Vor sechs Jahren, als Beatrix Lieb von der Freien Wählergemeinschaft Schönderling (FWG) gegen ihn kandidierte, sei die Resonanz größer gewesen.

Wasserversorgung teurer

Noch Anfang Januar gab es Gerüchte, dass ein weiterer Bewerber ins Spiel gebracht werden würde. Die FWG kündigte öffentlich an, neben der Nominierung der Gemeinderatskandidaten auch einen Anwärter für das Bürgermeisteramt vorzustellen. Nach der Veranstaltung war allerdings klar, dass niemand diesen Schritt geht. 2. Bürgermeisterin Beatrix Lieb verzichtet "aus beruflichen Gründen" auf eine erneute Kandidatur.

Für Martin ist insbesondere von Bedeutung, konstant an den aktuellen Themen weiterzuarbeiten. An erster Stelle stehe für ihn die Wasserversorgung der rund 1700 Einwohner starken Marktgemeinde. Konkret gehe es um den " Bau einer Wasseraufbereitungsanlage". Dass die geplante Anlage fast zwei Millionen Euro teurer wird als noch vor vier Jahren veranschlagt, sieht Martin pragmatisch "Das sind neue Erkenntnisse, die wir in der Planung jetzt berücksichtigen müssen." Für die Umverteilung der Kosten hat er auch schon eine Idee. "Vermutlich werden die Kosten über Erschließungsbeiträge gedeckt." Allerdings befände sich der Gemeinderat aktuell noch in der Entscheidungsfindung.

Übergangslösung für das Schulgebäude

Auch in anderen Themengebieten hat der Bürgermeister eine klare Meinung. Die benachbarte Gemeinde Oberleichtersbach plant eine Verkehrsentlastung der eigenen Dörfer Breitenbach und Mitgenfeld durch Einraffshof bis zum Gewerbegebiet Schondra auf die Autobahn. Martin kommentiert: "Bevor die rund 500 Meter von Einraffshof bis zum Anwesen Wolf nicht ausgebaut sind und darüber hinaus der Verkehr in der Ortsdurchfahrt Einraffshof durch bauliche Maßnahmen eingebremst wird, diskutieren wir nicht weiter über diese Möglichkeit". Allerdings, so fügt er hinzu, habe der Landrat zugesagt, dass 2021 zumindest das Straßenstück ausgebaut werde.

Für das teilweise leerstehende Schulgebäude in Schondra sei eine vorübergehende Lösung gefunden, berichtet Martin. "Es ist angedacht, dass die St- Martin-Schule Riedenberg etwa ab dem Schuljahr 21/22 das Gebäude als Übergangslösung während der Sanierung der eigenen Schule in Riedenberg nutzt." Danach müsse die Gemeinde dann über eine weitere Nutzung entscheiden. Ideen dafür habe er bisher keine. In Schondra "haben alle Vereine ihre eigenen Räumlichkeiten", sagt Martin, so dass diese Nutzung schon mal wegfalle.

Andere Themen brauchen bis zur Realisierung hingegen voraussichtlich mehr Zeit, wie beispielsweise das Gewerbegebiet im Märzgrund. Der Grunderwerb "ist nicht ganz so einfach", hält sich Martin etwas bedeckt. Die Gemeinde versuche weiterhin, Flächen zu kaufen. Doch "heute ist Grundbesitz mehr wert als das Geld", sagt er. Auch aus diesem Grund befürwortet Martin ein interkommunales Gewerbegebiet mit den Gemeinden der Rhönallianz. "Gemeinsam tun wir uns leichter,Flächen zu erschließen und zu bekommen", ist er sich sicher. Allerdings seien diese und weitere Fragen dazu noch zu klären.

Drei Fragen an Bernold Martin

Was zeichnet Sie als Bürgermeister des Marktes Schondra besonders aus?

Durch meine langjährige Erfahrung in der Kommunalpolitik und meine regen Kontakte zu vielen Bürgern/innen, sind mir die Bedürfnisse der Gemeinde Schondra bestens bekannt. Meine Ortskenntnisse und mein Wissen über die Topographie der Gemeinde Schondra sind mir bei vielen Projekten von großem Nutzen. Bei vielen Arbeiten, wie zum Beispiel der Friedhofssanierung, packe ich persönlich mit an.

Sind Sie noch genauso engagiert wie zu Beginn Ihrer Arbeit als Oberhaupt von Schondra ?

Ja, selbstverständlich! Die positive Entwicklung der Gemeinde Schondra freut mich sehr. Aufgrund meiner bisherigen Arbeit bin ich über begonnene Projekte bestens informiert und möchte diese erfolgreich abschließen. Ich weiß, welche weiteren Aufgaben für die Gemeinde Schondra anstehen. Diese möchte ich ebenso engagiert angehen und voranbringen.

Welche Schritte halten Sie für besonders wichtig, um drohenden Leerstand im Ortskern abzuwenden?

Die Gemeinde Schondra ist noch nicht sichtbar vom demografischen Wandel betroffen. Dennoch werden wir unser Augenmerk darauf richten. Unser Vorteil ist es, dass die Gemeinde Schondra attraktiv für junge Familien ist. Sie verfügt über eine gute Verkehrsanbindung zur A7, zahlreiche Arbeitsplätze sowie eine Arztpraxis, den Kindergarten und die Grundschule. Unsere Gemeinde bietet ebenfalls diverse Sport- und Freizeitmöglichkeiten sowie eine gute Vereinsstruktur, die den Zusammenhalt fördert und das Einleben Zugezogener erleichtert.

Zur Person

Vita Bernold Martin ist 50 Jahre alt und hat die Hauptschule in Schondra absolviert. Der gelernte Landwirt und Straßenwärter war bis zur Wahl zum Bürgermeister im Jahr 2008 in der Autobahnmeisterei Oberthulba beschäftigt. Martin wohnt mit seiner Frau Carola im Zentrum von Schondra . Er hat vier Kinder und zwei Enkelkinder.

Interessen Martin ist Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Musikverein, im VdK-Ortsverband und im CSU-Ortsverband. Seine Hobbys sind Oldtimer,Technik und Straßengräben ausmähen. Letzterem geht er in seiner nebenberuflichen Tätigkeit nach.

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