Bad Kissingen

Schutz aus dem Drucker

Fast 300 Face-Shields gehen an Zahnarzt- und Schwerpunktpraxen, hergestellt mit 3D-Druckern.
iese Modelle werden nun an Zahnarzt- und Schwerpunktpraxen verteilt. (Foto: Moritz Hüfner       -  iese Modelle werden nun an Zahnarzt- und Schwerpunktpraxen verteilt. (Foto: Moritz Hüfner
iese Modelle werden nun an Zahnarzt- und Schwerpunktpraxen verteilt. (Foto: Moritz Hüfner

"Derzeit nicht lieferbar" - diese Meldung erhält man je nach Produkttyp aktuell recht häufig, vor allem wenn es um Schutzmaterialien im Einsatz gegen das Coronavirus geht. Dabei werden diese in Arztpraxen und pflegerischen Einrichtungen zum Schutz des Personals und der Patienten dringend benötigt. Weil auch Face-Shields, also durchsichtige Schutzschilder, die das gesamte Gesicht bedecken, schwer zu bekommen waren, ergriff man am Landratsamt Bad Kissingen kurzerhand die Initiative und fing an, selbst zu produzieren - mit dem 3D-Drucker (wir berichteten). Die Staatliche Berufsschule Bad Kissingen schloss sich der Initiative an, die Realschule Hammelburg stellte ihren 3D-Drucker zur Verfügung.

Inzwischen werden bis zu 30 Face-Shields verschiedener Ausführungen pro Tag produziert - es ist also schon eine ordentliche Menge zusammengekommen. Darum werden nun an die 300 Modelle an die Zahnarztpraxen und die Corona-Schwerpunktpraxen im Landkreis Bad Kissingen verteilt. Denn dort haben die Angestellten besonders engen Kontakt zu den Patienten: in Zahnarztpraxen durch die Behandlung des Mundraums und in Schwerpunktpraxen, die eine zusätzliche Anlaufstelle für bestätigte Coronafälle bzw. Verdachtsfälle sind. "Ich bin immer noch begeistert, wie schnell die Kollegen die Produktion der Face-Shields auf die Beine gestellt haben. Noch schöner ist zu sehen, dass diese nun zum Einsatz kommen und auf ganz praktische Weise zum Schutz unserer Bevölkerung beitragen", so Landrat Thomas Bold .

Bei den Face-Shields, die nun über die FüGK (Führungsgruppe Katastrophenschutz ) verteilt werden, handelt es sich um ein besonders robustes Gestell, das komplett in der Staatlichen Berufsschule Bad Kissingen gefertigt wird - in diesem Falle ohne 3D-Drucker, jedoch inspiriert vom "Prototyp" aus dem Landratsamt. Besagtes Face-Shield besteht aus einem stabilen Plastikreif, der auf Stirnhöhe um den Kopf getragen wird, und einem daran befestigten, transparenten Visier, das das komplette Gesicht bedeckt. Das Modell kann desinfiziert und daher wiederverwendet werden.

Was besonders erfreulich ist: Nachdem das Landratsamt bekannt gegeben hatte, dass es mithilfe von 3D-Druckern Face-Shields herstellt, war das Interesse an dem Thema groß. Viele interessierte Einrichtungen meldeten sich bei den Verantwortlichen und erkundigten sich nach Vorlagen oder holten sich Tipps zur Einstellung der 3D-Drucker. Die Fachleute im Landratsamt standen gerne beratend zur Seite. "Nachmachen" und Eigeninitiative zeigen ist in diesem Falle natürlich ausdrücklich erwünscht.

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