HAMMELBURG

Senioren-WG mit Therapieküche und Demenzgarten

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Der Bauzaun steht, die ersten Schächte sind ausgegraben, und ab Ende dieser Woche kommt die Baustelle so richtig ins Rollen. „Wir haben einen ambitionierten Bauzeitenplan: Ende des Jahres soll das zweite Dr.-Maria-Probst-Seniorenhaus fertiggestellt sein“, sagte Landrat Thomas Bold beim Spatenstich.

Inzwischen sprechen Bold und Marco Schäfer, Vorstand des Bauherrn der Carl-von-Heß'schen Sozialstiftung, von einem Vier-Millionen-Projekt. Zu den veranschlagten Baukosten von dreieinhalb Millionen Euro wird noch die Innenausstattung addiert. „Betten, Badewannen, Küchen oder spezielle Spülmaschinen für Nachttöpfe sind nun mit eingeplant“, erläutert Schäfer.

Die Stiftung trägt die Baukosten alleine. „Wir erwarten keine Fördermittel aus Bundes- oder Landesmitteln.“

Im doppelten Jubiläumsjahr des Landkreises, der heuer 40-jähriges Bestehen feiert, und der Carl-von-Heß'schen-Stifung, die 140 Jahre alt wird, sei der Neubau ein sichtbares Zeichen geordneter Finanzen, frohlockte der Landrat. Auch das Seniorenheim Waldenfels in Bad Brückenau, das eine dreifache Investitionssumme erfordert, werde neu gebaut. „Es ist unsere Aufgabe, unsere älteren Mitmenschen vor Vereinsamung zu schützen und eine Unterbringung vor Ort zu ermöglichen.“ Aktuelle Pflegerichtlinien und neue soziale Konzepte sind bei der Planung berücksichtigt worden.

Es entstehen vier Wohngruppen für jeweils elf Bewohner. „Die Senioren leben künftig in einer Wohngemeinschaft“, sagt Heimleiterin Andrea Eckert. Jede Wohneinheit besteht aus einem Doppelzimmer und neun Einzelzimmern, die sich um einen Wohn- und Essraum mit Therapieküche gruppieren. Standardmäßig haben alle Zimmer ein eigenes Bad. Außerdem gibt es ein Pflegebad, einen Betreuungsstützpunkt sowie Umkleiden, Pausenräume und Duschen für die Mitarbeiter. Verbunden wird der Neubau über einen gläsernen Gang mit dem bestehenden Seniorenheim.

Die Pläne vom Würzburger Architekturbüro Spath erläuterte Architektin Jacqueline Schmidt vom Erfurter Planungsbüro M 1:1. „Es ist ein sehr geradliniges Gebäude.“ Dieses besteht aus zwei miteinander verbundenen Häusern. Highlights setzt die Außenfassade. Das Flachdach wird extensiv begrünt. Vorgesehen ist außerdem die Anlage eines Demenzgartens, den die Senioren mitpflegen sollen.

Über die Nachnutzung des 1970 gebauten ehemaligen Schwesternwohnheims ist noch nichts entschieden. In ihm wohnen zurzeit 40 Bewohner, die den Baufortschritt nun täglich beobachten können. Wenn alles klappt, erwartet sie zu Weihnachten der Umzug in ein neues Heim. „Wir haben den 23. Dezember als Fertigstellungstermin fest eingeplant“, sagen Bauleiter Daniel Urban vom Erfurter Generalunternehmer Wolff & Müller und Rainer Tinkl von der Würzburger WSP Projektsteuerung.

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