Seubrigshausen

Serwichshäuser Fasching: Witzig, frech und mit viel Lokalkolorit

Die Seubrigshäuser lieben ihren Fasching: 70 Akteure sorgen dafür, dass es ein echtes Event für Seubrigshäuser von Seubrigshäusern ist.
Als Streetworkerinnen begeisterten Gudrun Potschka und Edith Appel das Publikum.Philipp Bauernschubert       -  Als Streetworkerinnen begeisterten Gudrun Potschka und Edith Appel das Publikum.Philipp Bauernschubert
| Als Streetworkerinnen begeisterten Gudrun Potschka und Edith Appel das Publikum.Philipp Bauernschubert

Das lokale Dorfgeschehen von Seubrigshausen und der näheren Umgebung stand im Mittelpunkt der Serwichshäuser Fasnacht. Ganz besonders ging es natürlich um die Kernstadt Münnerstadt, um die Lokalpolitik und um die Baustelle im Dorf. Bürgermeister Helmut Blank und die Stadträte Burkard Schodorf und Michael Kastl hatten sich also einiges anzuhören. Entsprechend auch das Motto: Serwichhäuser Fosenocht - "KG 11". Damit trafen die ca. 70 Mitwirkenden den Nagel auf den Kopf und Faschingssitzung in Seubrigshausern wurde auch in diesem Jahr wieder zu einem Erfolg.

Einen Elferrat haben die Seubrigshäuser nicht, aber sie hatten die letzten Jahrzehnte in Helmut Appel einen Sitzungspräsident, der zugleich Texter,Moderator,und Büttenredner in Personalunion war. Dies änderte sich in diesem Jahr, Ein junges Dreigestirn mit Paulina Klöffel, Christoph Müller und Christian Gehring übernahm mit Bravour diese nicht leichte närrische Aufgabe.

Nach dem Prolog in der zu einer Baustelle dekorierten Gymnastikhalle des Sportheims folgte der erste tänzerische Auftritt der Kleinsten auf der Bühne. Aufgrund der zahlreichen Kinder wurden die Buben und Mädchen in zwei Tanzgruppen aufgeteilt. Einstudiert wurden beide Tänze von Anja Kerber. Die insgesamt 21 Kinder begeisterten das Publikum. Entsprechend herzlich der Applaus.

Eine Mauer für Seubrigshausen

Auch US-Präsident Donald Trump (alias Christian Gehring) hatte den Weg nach Seubrigshausen gefunden, denn bis zu ihm hatte sich die Großbaustelle in "Serwichhausen" herumgesprochen. Nach dem Lied "Ich habe so viele Träume", sprach Trump die verunreinigten Straßen und den vielen Staub beim Bau der KG 11 an. In der lokalen Münnerstädter Presse habe er in Amerika gelesen, dass Mürscht in Germany ein "verlassenes Kaff ist" und nur vom Gewerbe der Totengräber noch aufrecht erhalten wird. Da helfe für Seubrigshausen nur noch eine Mauer zur Abschottung der übrigen Orte im Umkreis, stellte Trump fest.

Anschließend schlüpfte der Mitmoderator Christoph Müller in die Rolle von Atze Schröder. Er hatte eine ganze Menge an Vorschlägen zur Kindererziehung parat. Der Tanz auf Musical-Melodien von fünf Mädchen und einem Jungen zeigte eine gekonnte Bühnenshow.

Eine Galavorstellung mit Witz und spritzigen Pointen boten die Streetworkerinnen von Seubrigshausen . Die Schwestern Gudrun Potschka und Edith Appel begeisterten. "Die neue Straße ist in Seubrigshausen geil, obwohl mir die alte Straße besser gefallen hat", so Edith Appel. Weshalb dies so ist: "Bei meinen unterschiedlichen Beinlängen waren die Schlaglöcher immer ein Ausgleich". Das Dorfgeschehen wurde analysiert, angefangen vom Nobelviertel des Dorfes bis hin zum "Katzepfood" immer nach dem Motto: "Glück ist, wenn man Pech hat und merkt dies nicht".

Dank für 48 Jahre

Vor der Pause kamen alle Akteure auf die Bühne, um ihrem langjährigen Faschingsmacher Helmut Appel für die 48 Jahre an führender Stelle zu danken. Die DJK überreichte ihm dafür ein Präsent. Appel war begeistert von seinen Nachfolgern und sagte: "Ihr macht eure Sache wunderbar". Schlag auf Schlag ging die Show weiter; im Kino-Sketch demonstrierten die Akteure,wo Hände und Köpfe in der ersten Kino-Reihe nicht hingehören, sehr zum Gefallen des Publikums. Tänzerisch ging es mit dem Herrenballett und neun muskulösen und sportlichen Typen weiter. Einstudiert wurde der Tanz erneut von Anja Kerber zusammen mit Sandrine Wohlfart.

Lieder für die Stimmung

Wie die Parodis bei Fastnacht in Franken sind die "Serwichhäuser Sänger" schon seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Büttensitzungen, Auch dieses Mal überzeugten Christian Gehring, Reinhard Schneider, Anke und Markus Pohley mit ihren selbst getexteten Liedern und Gesangsbeiträgen.

Ein musikalischer Faschings- und Stimmungshit waren die Lieder "Ich hob äh mords Wampn, die geb ich nimmer her" und "Das ist Wahnsinn, ja dos iss Serwichhause". Die Stimmungshits waren ganz nach dem Geschmack der Zuhörer.

Nach dem Tanz der Mädels stand die Quizshow "Wer wess denn souwoss? auf dem Programm. Gekonnt moderiert von Clarissa Gehring. Bernhard Schuster mit Marion Beck aus Theinfeld sowie Didi "Elton" Klöffel und Helmut Schlembach aus Kleinwenkheim auf der anderen Seite hatten vier Themen zur Verfügung, die von Helmut Appel erläutet wurden.

Zum Schluss des Abends starteten die Serwichhäuser noch eine Hitparade. No Angels (Isabell Gehring, Sarah Appel, Lisa Markert, Anna Lena Klöffel, Lucia Saal), Könige der Nacht (Alexander Schuhmann, Didi Klöffel, Christoph Müller); Michael Jackson (Paulina Klöffel), Kohlhiesels Töchter (Edith Appel und Gudrun Potschka und Helene Fischer (Clarissa Gehring) ließen es im DJK-Sportheim nochmals zu später Stunde richtig brodeln.

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