Hammelburg

Sportzentrum wird erweitert

Die Bautätigkeit wird nicht die einzige Aufgabe bleiben, die den Verein beschäftigen wird.
Die Vorsitzenden Bernhard Pfennig (von links), Wolfgang Faust und Michael Hannawacker wollen es anpacken: Eine neue Halle soll gebaut werden, damit der Verein zukunftsfähig bleibt. Gleichzeitig kündigte aber Hannawacker an, nächstes Jahr sein Amt abgeben zu wollen.  Foto: Alfred Ruppert/Archiv
Die Vorsitzenden Bernhard Pfennig (von links), Wolfgang Faust und Michael Hannawacker wollen es anpacken: Eine neue Halle soll gebaut werden, damit der Verein zukunftsfähig bleibt. Gleichzeitig kündigte aber Hannawacker an, nächstes Jahr sein Amt abgeben zu wollen. Foto: Alfred Ruppert/Archiv
Der TV/DJK ist der größte Sportverein im Landkreis Bad Kissingen. Über die vergangenen Jahre hat er sein Freizeitangebot erweitert. Der Reha- und Gesundheitssport sowie die Kindersportschule gehören zum Beispiel zu den neueren Aktivitätsbereichen. Mit ihnen stößt der Verein jedoch zunehmend an eine Grenze.
Es wird immer schwieriger, die verschiedenen Angebote und Trainingsstunden in der eigenen Halle und der Saaletalhalle unterzubringen, wie Michael Hannawacker, einer der drei gleichberechtigten Vorsitzenden des TV/DJK, erklärt. Und der Verein will laut dem Vorsitzenden den eingeschlagenen Weg fortsetzen, um attraktiv zu bleiben.


Baubeginn im Frühjahr

Die Lösung ist eine neue Mehrzweckhalle. "Ich hätte nicht gedacht, dass wir so schnell eine neue Halle brauchen", sagt Hannawacker. Baubeginn soll im Frühjahr sein. Das Gebäude ist laut Bauantrag ein einfacher, zweigeschossiger, etwas mehr als neun Meter hoher Kubus. Auf jedem der Geschosse finden sich Umkleiden und Toiletten sowie ein Übungsraum.
Das Erdgeschoss soll als Fitnessraum für die Volleyball-Jugendarbeit dienen. Im Obergeschoss werden die verschiedenen Kampfsportabteilungen trainieren. Die Kampfsportler müssen dank des eigenen Übungsraums dann keine Zeit mehr damit verschwenden, ihre Matten hin- und herräumen zu müssen.
Die neue Halle ist ein eigenständiges Gebäude. Es soll neben der TV/DJK-Halle auf einem städtischen Grundstück errichtet werden. Der Standort sorgte vor wenigen Tagen kurz für Verstimmung beim TC Hammelburg, wie im Stadtrat zu erfahren war. Der Tennisclub hatte sich als Nachbar durch den TV/DJK nicht ausreichend informiert gefühlt. Doch konnte das mittlerweile in einem Gespräch geklärt werden.
Die Kosten für die neue Halle beziffert Hannawacker auf 750 000 Euro. Der Vorsitzende hofft auf Zuschüsse, sieht den Verein ansonsten finanziell in der Lage, die Investition zu stemmen. Ein Restdarlehen für die jetzige Halle sei mittlerweile abbezahlt. Im Gegensatz zu früher werde auf Eigenleistung beim Bau weitgehend verzichtet.


Zukunftsfähig bleiben

Hannawacker erklärt, dass ein Verein sich entwickeln müsse, um zukunftsfähig zu bleiben. "Man muss was tun."
Doch gerade um die Zukunft machen sich einige Mitglieder Gedanken, wie aus den Reihen des TV/DJK zu hören ist. Denn der Verein steht vor größeren personellen Veränderungen. So bestätigt Hannawacker, dass er sein Amt im kommenden Jahr niederlegen will. "Ich brauche etwas Abstand", erklärt er. Hannawacker ist - mit einer Unterbrechung - seit 1996 zunächst als stellvertretender Vorsitzender und später als Vorsitzender für den Verein verantwortlich.
Er setzt darauf, dass bis zu seinem Amtsende das Bauprojekt auf den Weg gebracht ist. Und außerdem meint er: "Ich bin dann ja auch nicht aus der Welt." Hannawacker ist nicht der Einzige, der im kommenden Jahr für ein Vereinsamt nicht mehr kandidieren will, wie zu hören ist. Hinter den Kulissen sind die ersten Gespräche für die Regelung der Nachfolge daher bereits angelaufen. Der Verein will sich der Personalfrage frühzeitig annehmen. "Wir wollen die Zeit effektiv nutzen", sagt Hannawacker. Er geht das Problem betont offen an und erklärt: "Es ist eine Sache des ganzen Vereins."

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