Fuchsstadt

Standort "An der Trie" favorisiert

Erneut war der geplante Funkmast Thema in der Sitzung des Gemeinderates. Die Deutsche Funkmast soll dazu nun nochmals zur Erörterung eingeladen werden.
Bei der Suche nach einem Funkmast-Standort in Fuchsstadt zeichnet sich ein Silberstreif am Horizont ab. Die Gemeinde und die Deutsche Funkmast einigten sich mündlich auf einen gangbaren Weg, der jedoch noch einmal gründlich erörtert werden soll.  Foto: Winfried Ehling       -  Bei der Suche nach einem Funkmast-Standort in Fuchsstadt zeichnet sich ein Silberstreif am Horizont ab. Die Gemeinde und die Deutsche Funkmast einigten sich mündlich auf einen gangbaren Weg, der jedoch noch einmal gründlich erörtert werden soll.  Foto: Winfried Ehling
| Bei der Suche nach einem Funkmast-Standort in Fuchsstadt zeichnet sich ein Silberstreif am Horizont ab. Die Gemeinde und die Deutsche Funkmast einigten sich mündlich auf einen gangbaren Weg, der jedoch noch einmal ...

Der Funkmast-Standort droht zur unendlichen Geschichte zu werden. Bereits in der Julisitzung ausgiebig diskutiert, stand er wieder auf der Tagesordnung und sorgte erneut für ein einstündiges Wortgefecht, ohne einen endgültigen Entschluss hervorzubringen.

Wald-Standort abgelehnt

Bürgermeister René Gerner, vom Rat beauftragt, nochmals Verbindung mit der im Auftrag der Telekom agierenden Deutschen Funkmast aufzunehmen, favorisierte erneut den Standort im Wald hinter dem Hochbehälter - und erntete eine glatte Absage der Gesellschaft. Mit der Antwort, "das kommt nicht in Frage", erhielt er die Warnung , dass hohe Planungskosten anfallen, die "die Gemeinde selbst abstottern muss", denn besagter Standort liegt außerhalb des vorgegebenen "Suchkreises".

Mit einem Internetkontakt kam der Standort "Industriestraße" wieder auf den Tisch wobei der Standort - ca. 110 Meter nach Süden - an die "Trie" verschoben werden soll. Dies sah Gerner als gangbaren Weg. Der ungeliebte 25-Meter-Riese stünde nicht am Ortseingang aber auf Gemeindegrund. Die Funkmastgesellschaft meldete: "Der Standort geht in Ordnung."

Für mehrere Ratsmitglieder war diese Lösung jedoch nicht in Ordnung. Martin Keller erinnerte an den Ratsbeschluss, den Standplatz im Wald hinter dem Hochbehälter aufzurichten. Er nannte die Verhandlungstaktik mit der Funkmast als "zu großzügig". "Wir sollten uns nicht ins Bockshorn jagen lassen", riet er mit Blick auf die beschlossene Veränderungssperre und pochte auf die Versorgung des "Gräfenberg" sowie das Recht jeden Bürgers auf Nutzung der Einrichtung. Bernd Stöth konnte dem Kompromiss etwas abgewinnen. "Der Mast steht nicht im Wohngebiet doch auf Gemeindegrund, was die Pacht sichert. Der Gemeinde entstehen zudem keine Kosten", argumentierte er. Thomas Ruser bezweifelte auch am neuen Standort die Versorgung des Gräfenbergs. Dirk Volz plädierte dafür, "die Fakten gegenüberzustellen und das Ergebnis zu vergleichen". Einen echten Vergleich bezweifelte Vize-Bürgermeister Mario Hugo, denn "die einen freuen sich über einen besseren Empfang, die anderen haben Angst vor der Strahlung".

Nochmal Kontakt aufnehmen

Die Feststellung von Eva-Maria Conrad ist nicht von der Hand zu weisen. "Eigentlich lag dies alles schon lange vor unserer Zeit als neugewählte Gemeinderäte . Wir waren nicht von Anfang an dabei. Doch sollten wir möglichst günstig und gemeindefreundlich handeln", betonte sie. Andreas Luxem warnte vor zu vielem "Nein-Sagen". "Sonst erstellen die den Mast auf privatem Grund und wir haben das Nachsehen." Der Beschluss noch einmal Kontakt mit der Funkmast und dem Landratsamt aufzunehmen, fiel mehrheitlich. Ebenso der Antrag von Willibald Kippes. Die Deutsche Funkmast, die informieren soll, erneut einzuladen. Die grundsätzliche Lösung, den neuen Standort "An der Trie" bejahten neun Räte gegen vier Stimmen.

Der 15. Flächennutzungsplanänderung für das Sondergebiet "Freifeld-Photovoltaik" stimmte das Gremium mit großer Mehrheit zu. Somit kann das Büro Auktor mit der Detailplanung beginnen. Ebenso befürwortete der Rat den Aufstellungsbeschluss für den "Solarpark Mühlberg".

Die Förderung für den Zisternenbau wird verdoppelt bis maximal 1500 Euro. Architekt Ruser stellte den Antrag, Photovoltaik-Anlagen auf Dächern ebenfalls zu fördern. Dies ist noch einmal Thema in einer Sitzung. Die Beleuchtungs-Umrüstung im Kindergarten ist beschlossene Sache. Ein weiteres Angebot holt die Verwaltung ein.

Widersprüchliche Meinungen gab es zur Beschaffung neuer Stühle - von denen einige Modelle im Eulentreff zu begutachten waren - für den Sitzungssaal im Rathaus. Keller hielt den Neukauf zur jetzigen Zeit für nicht notwendig. Willibald Kippes, Oliver Lukaschewitsch und Arnulf Pfülb warben für die Neuanschaffung aus Repräsentationsgründen. Dirk Volz erinnerte an die verringerte Mehrwertsteuer. Der Rat vertagte das Thema in das nächste Jahr.

Eine Zustimmung benötigte der Zisternenbau in der Biogas-Anlage, da die Maßnahme die Baugrenze überschreitet. Nach einer Besichtigung im gemeindeeigenen Kindergarten, regte der Bürgermeister zahlreiche Verbesserungen und Arbeiten an, die, gemeinsam mit der Kindergartenleitung, in einer der nächsten Sitzungen zur Sprache kommen sollen.

Bäume werden vermessen

An verschiedenen Orten Fuchsstadts sind Asphaltarbeiten nötig. Ein Angebot ist angefordert. Im Waldfriedhof geht die Kennzeichnung und Vermessung der Bäume voran.

Neue Mitglieder im Arbeitskreis "Fuscht unser Zuhause", sind Eva-Maria Conrad und Dirk Volz.

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