Hammelburg

Start der Flohmarktsaison

Bei bestem Frühlingswetter startet die Flohmarktsaison der Hammelburger Karnevals-Gesellschaft.
Für die Enkel sucht die Flohmarktbesucherin Kindertextilien. Foto: Winfried Ehling
Für die Enkel sucht die Flohmarktbesucherin Kindertextilien. Foto: Winfried Ehling
"Ein traumhafter Start", freut sich Sebastian Kröckel, einer der Sitzungspräsidenten der Hammelburger Karnevals-Gesellschaft (Ha-Ka-Ge) und Verantwortlicher beim bunten Treiben auf dem Viehmarkt. Er fügt hinzu: "Es wäre toll wenn so weiter ginge." Denn seitdem der Verein die Organisation des Flohmarkts übernommen hat, meinte es das Wetter nicht immer gut mit ihm. Inzwischen hat die Narrentruppe aber eine Lösung gefunden, um den Ha-Ka-Ge-Vorstand von der Dauerbelastung Flohmarkt zu entbinden.

"Wir haben einen monatlichen Wechsel vereinbart. Nach dem Vorstand ist beim nächsten Mal das Männerballett und dann die Schlossgarde für die Ausrichtung zuständig", informiert Kröckel. Rund 40 Anbieter sind zum Start der Saison am Samstagvormittag gekommen.

Mehr wären auch noch möglich: "Platz ist noch da in der Spitalgasse und auf dem angrenzenden Parkplatz und in der Josef-Schultheis-Straße", sagt Kröckel. Er verweist auf Anrufe von Flohmarkthändlern aus Würzburg, Bamberg und Bayreuth. Auf die Verköstigung mit Kaffee und Kuchen, Snacks und Getränken will die Karnevalsgesellschaft wegen mangelnden Personals verzichten.

Unter den geduldig ausharrenden Flohmarktbeschickern ist auch der 14-jährige Nicholas, der hinter einem Wall von Büchern auf Abnehmer wartet. Er offeriert vorwiegend Jugendbücher wie die Serie "Fünf Freunde" von Enid Blyton, die so mancher Besucher wohl selbst in jungen Jahren mit Spannung las.

Die Geschäfte laufen dem Vernehmen nach bei vielen Anbietern ganz gut - aber nicht bei allen. Von diesen kommen auch die meisten Verbesserungsvorschläge. So sollten der Floh- und der Wochenmarkt ihren Standplatz am Viehmarkt und am Marktplatz monatlich tauschen, finden einige.
Immer wieder taucht bei den Händlern der Wunsch auf, das Flohmarkttreiben auf den Parkplatz am Weihertor zu verlegen. Das Argument, man könne sein Fahrzeug gleich neben dem Stand parken und tue sich mit dem Beladen leichter, ist nicht von der Hand zu weisen. Ob der Wechsel aber der Besucherzahl zuträglich wäre, müsste sich erst beweisen. Denn der Flohmarkt im Herzen der Stadt lockt auch Zufallsgäste oder Leute vom Samstagvormittag-Einkauf.

"Das Ambiente am Viehmarkt finde ich gut. Allerdings sind die Angebote häufig gleich", stellt Andreas Klaus fest. Was Flohmärkte angeht ist der nach 26 Jahren in seine Heimatstadt Zurückgekehrte ein "alter Hase". Er besucht solche Veranstaltungen jedoch meist nicht zum Verkaufen, sondern zum Kaufen. Der Sammler von Schallplatten und Kultheften der 1960er und 1970er Jahre ist Herr über 60 000 Single-Schallplatten und rund 20 000 Langspielplatten.

"Früher sammelte ich noch Bierdeckel aus der Umgebung, Comic-Hefte, Quartett-Kartenspiele, Panini-Bildchen und vieles mehr. Das habe ich aufgegeben", sagt er. Das alles stammt von Flohmärkten aus Würzburg, Schweinfurt, Lohr, Volkach und Kitzingen. In Hammelburg lobt er die Atmosphäre, das Angebot kann ihm nichts geben. "Das ist etwas für Eltern mit Kindern, Bücherwürmer oder Porzellan-Fans", erklärt Klaus und stellt fest: "Die Anbieter werden auch immer weniger, weil viele schon über Ebay verkaufen." Vor allem Musik sei angesagt und Sachen aus den 1970er Jahren. Ebenso alles was mit Fußball zu tun hat.

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