Sulzthal

Sulzthaler Gemeinderat besteht auf eingeschränktem Halteverbot an der Linde

Die Polizei-Inspektion Hammelburg hatte empfohlen, die Beschränkung aufzuheben.
Entgegen der Empfehlung sprach sich der Sulzthaler Gemeinderat für den Beibehalt des 'eingeschränkten Halteverbots' am Platz an der Linde aus.       -  Entgegen der Empfehlung sprach sich der Sulzthaler Gemeinderat für den Beibehalt des 'eingeschränkten Halteverbots' am Platz an der Linde aus.
Foto: Winfried Ehling | Entgegen der Empfehlung sprach sich der Sulzthaler Gemeinderat für den Beibehalt des "eingeschränkten Halteverbots" am Platz an der Linde aus.

Die Sanierungspläne für die Kernwege "Hutzelofenweg" und "Höchstattweg" stellte Matthias Kirchner vom gleichnamigen Planungsbüro in der jüngsten Gemeinderatsitzung vor. Außerdem noch eine Zwischenauswertung und die künftigen Aufgaben beim Abwasserkataster des Marktes Sulzthal .

Die beiden Kernwege weisen eine Länge von rund drei Kilometern auf und sollen auf eine Fahrbahnbreite von 3,5 Meter, die sich in engen Kurven auf 4,5 Meter erweitert, ausgebaut werden. Die Asphalt-Tragschicht soll zehn Zentimeter betragen, Schutzzonen sind einzuhalten bei der Querung von 20- , 110-kV- , Telekom- und Versorgungsleitungen. Auskünfte seien eingeholt, Bestandsmessungen durchgeführt und die Baugrunduntersuchung solle in Kürze erfolgen, informierte Kirchner. Grunderwerb durch die Gemeinde sei nicht erforderlich, die sichtbaren Grenzen seien nicht detailliert wahrnehmbar, da die Anlieger teilweise überbaut hätten. Die Ausgleichsmaßnahme erfolge über die extensive Gestaltung der gemeindlichen Wegeteilflächen entlang der Kernwege und zusätzlich wanderten noch 16 000 Wertpunkte auf das Ökokonto des Marktes Sulzthal .

Da weniger als 300 Fahrzeuge am Tag den Weg benutzen, sei kein wasserrechtliches Verfahren nötig, das Wasser könne erlaubnisfrei versickern, erklärte Matthias Kirchner. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,3 Millionen Euro, der höchst mögliche Fördersatz von 75 Prozent wurde in Aussicht gestellt. Kirchner rechnet mit einem Baubeginn im Herbst des nächsten Jahres. 2023 soll alles fertig sein.

Das Abwassernetz sei häufig das "größte Vermögen" einer Kommune, so Kirchner . Verpflichtend sei hier eine jährliche Sichtprüfung und die Kamerabefahrung alle zehn Jahre. Im Markt Sulzthal erstrecken sich die Hauptkanäle auf einer Länge von 9980 Metern, ferner sind vorhanden: 340 Schächte, 220 Abläufe, 394 Schieber und 50 Hydranten. Es wurde ein intelligenter Netzplan erstellt, dieser enthält unter anderem 80 Stunden Filmmaterial und 2500 Fotos. Papier-Lagepläne seien aufgrund der Datenmengen unmöglich.

Häufige Probleme seien eingeschlagene und auch reinragende Stutzen, sowie feste Ablagerungen. "Das Sulzthaler Kanalnetz erfüllt die gesetzlichen Anforderungen nicht, der Gesamtzustand ist aber akzeptabel", beschrieb Kirchner die Lage. Die nächsten Schritte seien nun ein Sanierungskonzept und das Aufstellen einer Prioritätenliste.

Die Befahrung eines Teilstücks des öffentlichen Kanal fehle noch, brachte Bürgermeister Weingart vor. Dieser befinde sich jedoch auf Privatgrund auf den unterliegenden Grundstücken im Schlangenweg.

Ein geplantes Halteverbot auf einem Teilstück an der Hauptstraße und die Aufhebung der Verkehrsbeschränkung auf dem "Platz an der Linde" standen noch auf der Tagesordnung. Um weitere Parkmöglichkeiten zu schaffen, hatte Ralf Peter von der Polizeiinspektion Hammelburg bei einem Ortstermin vorgeschlagen, das eingeschränkte Halteverbot an der Linde aufzuheben. Das Gremium sprach sich allerdings gegen diese Empfehlung aus. Beschlossen wurde dagegen, auf dem Teilstück von der Bäckerei bis zur Pflanzinsel ein absolutes Halteverbot zu erlassen.

Die Trinkwasserprüfung bei einem Aussiedlerhof - als Einzelprüfstelle - sei schwierig zu realisieren, nicht zuletzt auch wegen Wasserverschwendung , beantwortete Bürgermeister Weingart eine Anfrage. Im Markt Sulzthal betrachte man das Wasser als ein wertvolles Lebensmittel und führe die Trinkwasserprüfungen regelmäßig und sensibel durch.

Einen jährlichen generellen Zuschuss für den Jugendbauwagen soll es künftig nicht mehr geben, Anträge für Einzelprojekte könnten aber gerne eingebracht werden. Willi Diez fragte nach einem zeitlichen Rahmen für die Brennholz-Werber an. Eigentlich hätte schon im September mit dem Holzeinschlag begonnen werden sollen, dies habe sich aber verzögert, gestand Weingart ein.

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