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Susanne Wahler-Göbel kommentiert: Ein Gebot der Menschlichkeit

Susanne Wahler-Göbel       -  Susanne Wahler-Göbel
Foto: Roland Pleier | Susanne Wahler-Göbel
Marie kam unter äußerst umstrittenen Umständen von Rumänien nach Deutschland. Man kann Astrid R. vorwerfen, dass sie in ihrem Wunsch, ein Kind zu adoptieren, viel zu blauäugig und vertrauensselig vorgegangen ist. Sie gibt das sogar selbst zu. Doch unterm Strich ermöglicht sie Marie ein menschenwürdiges Leben.

Seit zwei Jahren lebt das kleine Mädchen nun schon glücklich bei ihrer Familie. Sollte es nach Ablauf der Pflegschaft in sein Heimatland zurück müssen, trifft es auf eine ihn völlig fremde Umgebung und auf eine ihm völlig fremde Familie, deren Sprache es nicht versteht.

Man mag sich kaum vorstellen, welche psychische Katastrophe das für Marie bedeuten würde. Ihr Schicksal ist deshalb nicht nur ein Fall für deutsche und rumänische Gesetzesbücher und Behörden. Gewissenhaft und zügig nach einer Lösung zu suchen, die ihr ein dauerhaftes Bleiben in Deutschland ermöglicht, ist ein Gebot der Menschlichkeit.

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