Thundorf in Unterfranken

Theater mit Tradition

Die Thundorfer Theatergruppe bringt heuer das Stück "Ach, du fröhliche" auf die Bühne. Manche Zuschauer nehmen lange Anfahrtswege in Kauf.
Um Nachwuchs muss sich die Thundorfer Theatergruppe keine große Sorgen machen. Unser Bild zeigt von links bei der Probe: Melanie Stürmer, Linda Halbig, Marius Braun (Sohn von Alfons Braun), Simon Gessner (Sohn von Ewald Gessner), Michael Weigand (Sohn von Waltraud Weigand). Foto: Phillipp Bauernschubert       -  Um Nachwuchs muss sich die Thundorfer Theatergruppe keine große Sorgen machen. Unser Bild zeigt von links bei der Probe: Melanie Stürmer, Linda Halbig, Marius Braun (Sohn von Alfons Braun), Simon Gessner (Sohn von Ewald Gessner), Michael Weigand (Sohn von Waltraud Weigand). Foto: Phillipp Bauernschubert
| Um Nachwuchs muss sich die Thundorfer Theatergruppe keine große Sorgen machen. Unser Bild zeigt von links bei der Probe: Melanie Stürmer, Linda Halbig, Marius Braun (Sohn von Alfons Braun), Simon Gessner (Sohn von ...
Die Theateraufführungen in Thundorf haben eine sehr lange Tradition und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Wirft man einen Blick in das Gästebuch der Theatergruppe, dann findet man dort Einträge aus Meran, dem Ridnautal, Sterzing, Wombach, Wiener Neustadt, Saarland und München. In diesem Jahr kommt das Luststück in drei Akten "Ach, du fröhliche" zur Aufführung.
"Wir haben bereits mit den Leseproben begonnen", sagt Hauptorganisator Peter Göbel, und in dieser Woche geht es dann auf die Bühne. Die Zeit ist dieses Mal um eine Woche kürzer, als im Vorjahr."
Lückenlos nachweisbar ist das Laientheater Thundorf ab 1978, davor ist die genaue Zahl zwar unbekannt, aber nach Presseartikeln spielten schon 1906 der Thundorfer Gesangverein und 1921 der Kriegerverein Theater.
Der eigentliche Vorreiter der heutigen Theatergruppe war die Kolpingsfamilie Thundorf nach dem Krieg, als unter Pfarrer Felix Seufert meist ernste Dramen gespielt wurden. Nach dessen Tod 1964 verschwanden leider alle Aufzeichnungen spurlos, und die derzeitigen Verantwortlichen der Theatergruppe tun sich schwer, den genauen Beginn der Aufführungen in Erfahrung zu bringen.Nach Lehrer Konrad Heilos übernahm Hilmar Kehl 1978/ 79 die Regie und hat das Ensemble groß herausgebracht.


Keine Nachwuchs-Probleme

Um die Zukunft ist der Theatergruppe nicht bange, zum Teil sind es Kinder der etablierten Schauspieler, und weitere Talente sowie die zwei Gastspieler aus Theinfeld, Gemeinderat Matthias Geier und Jürgen Schleier, die in den letzten Jahren ihre vielversprechenden Premieren feierten und somit garantieren, dass es mit dem Theater in Thundorf weiter geht.
Zum Inhalt des Dreiakters: Bei Familie Maier hängt ausgerechnet am Heiligen Abend der Haussegen schief, da die Weihnachtsfeier des Sportvereins am Vorabend Vater Anton und Sohn Markus ganz schön zugesetzt hat. Die beiden Herren erwachen mit schwerem Kopf und sehr großen Erinnerungslücken, was die letzte Nacht betrifft. Mutter Rita ist alles andere als erfreut, denn Anton hat auch noch vergessen, den Weihnachtsbaum zu besorgen.


Alptraum an Weihnachten

Rita erlebt den Alptraum einer jeden Hausfrau: Weihnachten steht vor der Tür und weder die Weihnachtsgans noch das Gästezimmer für den Weihnachtsbesuch sind vorbereitet. Sie kann von ihren beiden Männern nach durchzechter Nacht keine große Hilfe erwarten.
Laut der neugierigen und schwatzhaften Nachbarin Martha Strecker, die überall ihre Nase hinein steckt, müssen sich in der letzten Nacht auch noch höchst seltsame Dinge zugetragen haben. Aber mehr wird nicht verraten, was alles im Hause Maier passiert.
Und warum nehmen einige Theaterliebhaber solch weite Wege auf sich, um in Thundorf dabei zu sein? Maria Potthoff formulierte es so: "Wenn ich in der Nähe bin, werde ich mir auf jeden Fall ein Stück von Euch anschauen! Die Anreise aus dem Meraner Land in Südtirol ist zwar etwas länger, aber für die Einladung komme ich gerne."

Termine An folgenden Tagen bringt die Thundorfer Theatergruppe das Lustspiel "Ach du fröhliche" auf die Bühne: 20., 21., 27. und 28. Februar sowie 5., 6., 12., 13., 19. und 20. März. Die Samstagsvorstellungen beginnen um 19 Uhr, die Sonntagsvorstellungen um 18.30 Uhr. Am 20. Februar wird es auch eine Nachmittagsvorstellung um 14 Uhr geben.

Kartenvorverkauf Karten gibt es am 17. und 24. Januar von 14 bis 16 Uhr in der Festhalle, ab 25. Januar unter Tel.: 09724/ 1427.










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