Untererthal

Theateraufführung des FC Untererthal

Einen vergnüglichen Abend erleben die Zuschauer der Komödie "Der fast keusche Josef", die die Theatergruppe des FC Untererthal in Erthalhalle präsentiert.
Sabine, Dr. Manger und Pater Fidelius wundern sich über Wolfgang (Dritter von links).Foto: Winfried Ehling       -  Sabine, Dr. Manger und Pater Fidelius wundern sich über Wolfgang (Dritter von links).Foto: Winfried Ehling
Sabine, Dr. Manger und Pater Fidelius wundern sich über Wolfgang (Dritter von links).Foto: Winfried Ehling

Spannend, amüsant, ambivalent und voller Gags gelingt den Akteuren mit dem Dreiakter ein Erfolg. "Blackouts" dienen nur dem Szenenwechsel, wie FC-Vorsitzender Thomas Tiedemann zu Beginn erklärt.

Wolfgang Stenzel ( Peter Brunner ) "Frankens Rotlicht-Größe Nr.1" liebt das Glückspiel und stürzt manchen wohlhabenden Mann beim Poker oder Black Jack ins Schuldenunglück. Der idyllische Landsitz mit Pferdegestüt, auf dem er mit seiner frommen Cousine Sabine (Simone Knüttel) lebt, ist ein Beleg für seine "Gewinnsträhne".

Mit fünf "Royal Flush" übernimmt er beim Pokern den Besitz eines Hochverschuldeten Spielers. Ganz nebenbei betreibt Poker-Wolfgang auch die "Amsel-Bar", in der fünf Frauen auf männliche Kunden warten. Sabine leidet unter dem unsittlichen Lebenswandel ihres Cousins, obwohl ihr Geld und ein gutes Leben nicht abhold sind. Sie bittet Pater Fidelius (Michael Hüfner) positiven Einfluss auf "Wolfi" zu nehmen.

Bei einem Besuch vermisst der Kirchenmann Kreuz und Bibel im Hause. Stattdessen findet er Monitore, mit denen der Verderbte sein Imperium bespitzelt. Die rothaarige "Coco" (Anja Heilmann) ist Stenzels "Tschief-Marketing-Officer", die sich um "die Amseln" kümmert.

Wolfi präsentiert im Leopardenfell-Hemd dem Pater seine "Zärtlichkeitsindustrie", was den Geistlichen schockiert. Hausmeister Bruno (Stefan Gerlach) kümmert sich um gebrochene Lattenroste. Dr. Georg Manger (Robert Röthlein) kümmert sich um den "Boss" und die "Künstlerinnen". Mit Lippen aufspritzen, Falten glätten und dem Anheben von Körperteilen arbeitet der Doktor seine Schulden ab, da er auch in der Kreide steht.

Poker-Wolfgang ersinnt eine neue Geschäftsidee: "Wir machen in Bio - mit Schäufelich und Vollmilchschokolade. Kein Botox und keine Chirurgie mehr, nur noch Natur." Der Doktor und Coco haben da ihre Zweifel doch der Hausherr besteht darauf, denn "der Mann von heute braucht eine Heimat wo er sich geborgen fühlt", wie dieser erklärt.

Maria (Dagmar Kilchert) ist Haus-Magd und Tochter des früheren Gestütbesitzers. Mittellos und an der Stute "Bella Donna" hängend wurde sie von Sabine engagiert. Die Seele von Pferd - wie Maria es sieht - scheint jedoch eine ausgewachsene Antipathie gegen Wolferl zu hegen, den sie schon dreimal abwarf.

Jetzt erst recht, denkt er sich und schlüpft in den Reitanzug, um mit Bella Donna auszureiten. Es kommt wie es kommen muss: Die Stute wirft ihn erneut zu Boden und Pokerface wird zur Pause in der Schubkarre hereingefahren. Der Sturz auf den Kopf hat Folgen: Vom Doktor zusammengeflickt, verlangt der Hausherr von Fidelius plötzlich ein Kreuz und eine Bibel für sein Heim denn "sein göttlicher Kern" braucht dies. Maria, die mit Bella Donna in die Oberpfalz auswandern will, erfährt, dass ihr Chef einen "Gnadenhof für ausgediente Pferde" einrichtet. Er lässt auch die Späh-Monitore gegen Heiligenbilder auswechseln.

Statt Pin-ups sollen künftig Bilder von heiligen Frauen in den Kammern hängen. Unter dem Bildnis der Bella Donna prangt ein kleiner Altar mit Kerzen und Kreuz und das Wohnzimmer steht voller Heiligenfiguren. Vor allem der heilige Josef steht Wolfi nahe. Die völlig abgehobene Rotlichtgröße möchte ein "besserer Mensch" und sogar Pfarrer werden. Von nun an will er "dem Gesang der Vögel lauschen" und Josef genannt werden.

Erst als Maria mehrmals mit der Bibel auf Wolfgangs Kopf schlägt, kehrt dieser in die Realität zurück. Da ist er wieder, der alte Ganove. Maria erhält ihres Vaters Gestüt vom Kloster zurück, schmeißt sich Wolfgang an den Hals und er sie über die Schulter. Die Welt ist wieder in Ordnung und die Erthalhalle voller Applaus.

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