Thulba

Thulba: Zwei fröhliche Kinder aus Bronze

Günter Metz Bildhauermeister Günter Metz aus Langenleiten schuf für die Kindertagesstätte in Thulba eine Bronzeskulptur mit zwei lebensgroßen Kindergartenkindern.  Foto: Heike Metz       -  Günter Metz Bildhauermeister Günter Metz aus Langenleiten schuf für die Kindertagesstätte in Thulba eine Bronzeskulptur mit zwei lebensgroßen Kindergartenkindern.  Foto: Heike Metz
| Günter Metz Bildhauermeister Günter Metz aus Langenleiten schuf für die Kindertagesstätte in Thulba eine Bronzeskulptur mit zwei lebensgroßen Kindergartenkindern. Foto: Heike Metz

Betritt man das neu gestaltete Gelände der Kindertagesstätte St. Elisabeth in Thulba entdeckt man schon vom weitem die Bronzeskulpturen zweier fröhlich blickender Kinder. Geschaffen wurden die Figuren von Bildhauer Günter Metz (78) aus Langenleiten.

Metz erhielt den Auftrag noch von Pfarrer Karl Theodor Mauer, der die Figuren aus eigener Tasche stiftete. Pfarrer Mauer lagen die Belange der Kinder und auch die der Kindertagesstätte stets am Herzen. Ebenso war sein Faible für Kunst bekannt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass bereits in der ersten Planungsphase für Pfarrer Mauer feststand, dass bei der Neugestaltung der Kindertagesstätte ein Kunstwerk nicht fehlen durfte.

Entstanden sind die etwa lebensgroßen Skulpturen zweier Kindergartenkinder , ein Mädchen und ein Junge. Die Handhaltung zeigt, dass das Mädchen den Jungen führt - kein Zufall, wie der Künstler verrät. "Frauen haben eine besondere Art zu Führen. Sie sind umsichtiger und agieren behutsamer, aber dennoch zielstrebig. Das deutet sich schon im Kindergartenalter an."

Auch die Spielzeuge, die die beiden Kinder bei sich haben, sind mit Bedacht gewählt. Metz war es wichtig, nicht die alten Rollenbilder zu pflegen, bei denen Mädchen beispielsweise mit Puppen und Jungs mit Autos oder Traktoren spielen. "Ich habe mich mit dem Ball und einem Teddybär für geschlechtsneutrale Attribute entschieden", sagte der Bildhauermeister.

Viele Zwischenschritte

Von der ersten Idee bis zur fertigen Figur sei es ein langer Weg mit vielen Zwischenschritten gewesen. Metz fertigte erst ein Modell im Größenverhältnis 1:10 an, bei dem die Figuren aus Ton modelliert werden. So bekomme der Auftraggeber einen ersten Eindruck vom Werk und es können noch Änderungen in der Gesamtkomposition vorgenommen werden. Dann werden die Figuren in der gewünschten Größe modelliert. Diese Phase kann sich über einen Zeitraum von mehreren Monaten hinziehen, denn es ist wichtig, immer wieder Abstand zum Werk zu bekommen, um dann wieder neu kreativ zu werden. Am Ende dieser Phase sind die Figuren dann schon genau so, wie die späteren Bronzeskulpturen einmal aussehen werden. In einer spezialisierten Firma wird der Bronzeguss ausgeführt und ein letztes Mal endgültig überarbeitet. Pfarrer Mauer und Pfarrsekretärin Renate Heil konnten die fertigen Figuren nicht mehr sehen. Beide Gönner des Kindergartens sind vor der Fertigstellung verstorben.

Die Segnung der neuen Räume und der Skulptur fand wegen der Pandemie im kleinem Rahmen mit Pfarrer Dr. Blaise Okpanachi und Gemeindereferentin Petra Strauß statt.

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