Thundorf

Thundorf achtet auf seine Natur

Die Renaturierung des Ransbaches und die Teilnahme am Projekt "Grüngitter" standen auf der Tagesordnung des Thundorfer Gemeinderats.
Der Ransbach oberhalb von Thundorf soll naturnah gestaltet werden. Auch eine Wasser-Erlebnisstelle ist geplant. Archivfoto: Philipp Bauernschubert       -  Der Ransbach oberhalb von Thundorf soll naturnah gestaltet werden. Auch eine Wasser-Erlebnisstelle ist geplant. Archivfoto: Philipp Bauernschubert
Der Ransbach oberhalb von Thundorf soll naturnah gestaltet werden. Auch eine Wasser-Erlebnisstelle ist geplant. Archivfoto: Philipp Bauernschubert
Die Gemeinde Thundorf hat bereits im Jahr 2007 einen Gewässerentwicklungsplan für den Ransbach aufgestellt und daraus verschiedene Maßnahmen entwickelt. Diese Planung wurde 2015 fortgesetzt mit der Renaturierung, die bis 2019 umgesetzt werden sollte. "Damit sorgt die Gemeinde Thundorf in vorbildlicher Weise, für eine bessere Gewässergüte des Ransbaches", sagte der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde im Landkreis Bad Kissingen, Roland Lenhart im Gemeinderat.

Am 21. Februar 2017, erklärte kopfschüttelnd Gemeinderat Werner Wenzel, sei die Planung der Maßnahme an das Büro Dietz und Partner aus Engenthal vergeben worden. Nachdem die Verwaltung mehrmals nachgefragt hätte, sei mitgeteilt worden, dass die in Frage kommenden Bereiche vor der Ausschreibung erst vermessen werden müssen.

Das Büro Dietz hat von sieben Büros Angebote angefordert. Das günstigste gab das Büro Gemmer und Leber aus Werneck zu einem Preis von rund 7600 Euro ab. Der Gemeindeanteil beträgt bei einer Förderung von 75 Prozent rund 1900 Euro. Das Büro Gemmer und Leber erhält nur den Auftrag mit der Auflage, dass bis Ende April dieses Jahres zumindest eine Teilvermessung erfolgen soll.

Schließlich wurde auch heftig über den Aufruf des Landkreises Bad Kissingen diskutiert, dass die Gemeinden am Projekt "Grüngitter" teilnehmen sollen. Dabei geht es um Arten- und Insektenschutz. "Gemeinsam können wir etwas bewegen", sagt Landrat Thomas Bold. Hintergrund ist der dramatische Rückgang von bestäubenden Insekten wie Bienen und Hummeln. Ziel dieses Projekts soll sein, im Landkreis zusätzlich 500 Hektar Insekten-freundlich zu bewirtschaften.

Bei einer Beteiligung aller Landkreisgemeinden würde nach jetzigem Stand die Förderleistung bei etwa 1,5 Milionen Euro liegen. Der Eigenanteil der Gemeinde wird bei schätzungsweise rund 2000 Euro liegen, heißt es. Zumindest ein Teil der anstehenden Kosten könnte die Kommune direkt durch Einsparungen refinanzieren, zum Beispiel durch die Bienen-gerechte Bewirtschaftung von gemeindlichen Grünflächen, durch die Integration des Bibermanagements in das Projekt, und weil die Kosten für die Grüngutentsorgung sinken.

Ferner brächten die erhöhten Bestäubungsleistungen durch eine erhöhte Insektendichte einen Gewinn. Sogar die Landschaft könnte durch Blühstreifen aus ästhetischer Sicht gewinnen.Schließlich würden über andere Projekte (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Direktion für Ländliche Entwicklung) zusätzlich Fördergelder in den Landkreis fließen.

In einer lebhaften Diskussion nahmen einige Gemeinderäte an der Eigenbeteiligung von 2000 Euro pro Jahr Anstoß und stellten in den Raum, ob solche Ansaaten und Ausweisungen von Blühflächen nicht in eigener Regie, ohne dem Beitritt zu diesem Projekt, machbar wären. Bei zwei Gegenstimmen stimmt das Gremium schließlich dem Beitritt zum Projekt "Grüngitter" zu.

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