Thundorf

Thundorf: Die Lichter bleiben heuer aus

Auch in Thundorf fallen heuer viele Feste und Feierlichkeiten aus. Dabei ist das Pfarrfest ist eine sehr wichtige Einnahmequelle.
Auf alle diese Feste müssen die Thundorfer und Gäste heuer verzichten: Besenausschank der Hausbrauer, Fronleichnamsprozession und Blumenteppich sowie die Schloss- und Seebeleuchtung.  Foto: Philipp Bauernschubert       -  Auf alle diese Feste müssen die Thundorfer und Gäste heuer verzichten: Besenausschank der Hausbrauer, Fronleichnamsprozession und Blumenteppich sowie die Schloss- und Seebeleuchtung.  Foto: Philipp Bauernschubert
Auf alle diese Feste müssen die Thundorfer und Gäste heuer verzichten: Besenausschank der Hausbrauer, Fronleichnamsprozession und Blumenteppich sowie die Schloss- und Seebeleuchtung. Foto: Philipp Bauernschubert

Feste und Veranstaltungen in Thundorf fallen in diesem Jahr der Corona Pandemie zum Opfer. Die erste Absage kam von der Theatergruppe, die zwar ihre diesjährige Saison mit dem Stück "Termin bei Petrus" am Wochenende 7./8. März startete, aber nach zwei Vorstellungen diese beenden musste. Kalendarisch wäre das Aufstellen des Maibaumes mit Festbetrieb am 30. April und die Abhaltung des Florianstages am 6. Mai, der in diesem Jahr in Thundorf ausgerichtet werden sollte, an der Reihe gewesen.

In beiden Fällen wäre die Freiwillige Feuerwehr Thundorf der Veranstalter gewesen, musste jedoch wegen der Krise ebenso absagen, wie auch die Hausbrauer ihren diesjährigen Besenausschank am 21. Mai. Dieses Fest am Vatertag lockte in den vergangenen Jahren viele Hunderte von Gästen und Besuchern nach Thundorf , um das obergärige Bier, aus einem der ältesten, noch im Betrieb befindlichen kommunalen Brauhäuser, zu kosten. Sehr großes Interesse und eine Menge von Teilnehmern und Schaulustigen lockt alle Jahre auch der über zwei Kilometer lange Blumenteppich durch den Ort an Fronleichnam (11. Juni) an. Die Bevölkerung ist schon frühmorgens auf den Beinen und hält die jahrzehntelange-Tradition aufrecht. Seit 1948 wird diese Gemeinschaftsarbeit der Dorfbewohner aufrecht erhalten. Die Dorfgemeinschaft Thundorf hat auf dem Veranstaltungskalender der Gemeinde einige Termine angekündigt, die zum Teil schon abgesagt wurden, beziehungsweise es wird über eine Absage noch diskutiert. Im Anschluss an die Fronleichnamsprozession war ein Weißwurstessen in und an der Festhalle geplant, aber wenn, wie entschieden, die Prozession ausfällt, gibt es auch kein Essen.

Nur zehn Tage später am 21. Juni sollte auf dem Kirchplatzareal wieder der schon mehrfach mit Erfolg durchgeführte "Fränkische Nachmittag" mit den "Rhöner Rucksack-Musikanten" stattfinden. Weitere Veranstaltungsstermine der DG sind eine Grenzwanderung am 18. Juli mit anschließender Biergartenöffnung an der Festhalle , am 18. September eine Mundart-Rallye" und am 24. Oktober ein Wirtshaussingen. Das diesjährige Sonnwendfeuer vom TSV Thundorf am 19. Juni und das Kindergartenfest, vom Kinderhaus "Unterm Regenbogen" am 28. Juni, fallen der Corona-Krise ebenfalls zum Opfer, wie das Sportwochenende (10. bis 12. Juli) und vielleicht die Fränkischen Tage (25. bis 27. September) des TSV Thundorf .

Am härtesten trifft die Thundorfer die Absage des Pfarrfestes mit seiner Schloss- und Seebeleuchtung am 1./2. August und die "Thundorfer Dorfweihnacht" am 21./22. November. Beide Veranstaltungen ziehen Besucher im vierstelligen Bereich an, sodass die Verantwortlichen an ihre persönlichen Grenzen stoßen. Seit 1970, also 50 Jahre, wird von vielen Helfern ein großer Aufwand betrieben, um das Schloss und den See mit Erfolg in ein Lichtermeer zu verwandeln. Bereits Anfang des Jahres begannen die Planungen und wurden Verträge abgeschlossen nach dem Motto "Nach dem Fest ist vor dem Fest". "Der Reinerlös der Schloss- und Seebeleuchtung wird alle Jahre für den Kauf von Heizöl für die katholische Kirche verwendet und ist daher eine wichtige Einnahme für die Pfarrgemeinde", so die Aussage der Kirchenverwaltung. Wie es weitergeht nach der Festabsage, muss sich herausstellen.

Zur "Thundorfer Dorfweihnacht" bieten sechzig Aussteller ihre Waren an. Das Angebot reicht vom kommerziellen Geschäft, über kulturelle Angebote bis hin zu musikalischen Highlights. Alle beteiligten Thundorfer Vereine und Gruppierungen profitieren davon und sehen sich bestätigt, dass es sich lohnt dabei zu sein. Ein Ausfall wäre schade, wobei auch alle Verantwortlichen und Organisatoren einhellig der Meinung sind "Die Gesundheit geht vor". Auch die Kreuzbergwallfahrer würden im Jahresablauf fehlen, wenn die Prozession ausfällt.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Thundorf
  • Aussteller
  • Festhallen
  • Feuerwehren
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Katholische Kirche
  • Maibäume
  • Pandemien
  • Pfarrfeste
  • Vatertag
  • Veranstaltungskalender
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!