Bad Kissingen

Touch-Screen in der Herz-Jesu-Kirche

Feierlich eröffnet wurde in der Herz-Jesu-Stadtpfarrkirche in Bad Kissingen der neue "Berührungs-Punkt: Sehen, Hören, Berühren".
Pastoralreferent Rainer Ziegler, Pfarrer Gerd Greier und  Beatrice Petrik bei der Vorführung des Terminals. Björn Hein
Pastoralreferent Rainer Ziegler, Pfarrer Gerd Greier und Beatrice Petrik bei der Vorführung des Terminals. Björn Hein
Das moderne Leben hat in der Herz-Jesu-Kirche Einzug gehalten. Dabei handelt es sich um ein Touchscreen-Terminal, das im Rahmen eines bislang einzigartigen Projekts entwickelt wurde. Beatrice Petrik, Studentin und langjährige Ministrantin, hat im Zuge ihrer Magisterarbeit im Fach Katholische Theologie an der Universität Würzburg das Terminal konzipiert.

So kann man auf dem Bildschirm, der mit den Fingern gesteuert wird, unter anderem einen spektakulären virtuellen Drohnenflug über die Kirche unternehmen, ein 360-Grad-Panorama des Kircheninnenraums erleben oder sich zu einem virtuellen Kirchenrundgang aufmachen. Das Terminal hält zahlreiche Überraschungen bereit. Auch Aufnahmen der Glocken sowie Orgelstücke des Kantors und Gesänge verschiedener Chöre gibt es zu hören. Außerdem wird über aktuelle Termine, Veranstaltungen und Gottesdienste informiert.

Spannend wusste Pfarrer Gerd Greier die Eröffnung in Szene zu setzen. Nach dem Einzug zum Gottesdienst gingen Pfarrer, Ministranten und Beatrice Petrik zum mit einem Tuch verhüllten Terminal. Nach der Lesung wurde dann das Touchscreen-Terminal eingeweiht. Pastoralreferent Rainer Ziegler, Pfarrer Gerd Greier sowie Beatrice Petrik hatten einen Fragen-Antwort-Dialog einstudiert, der den Sinn und den Nutzen des so genannten "Berührungs-Punkts" vorstellte und auf dessen Vorteile einging.


"Der Touchscreen kann einen Kirchenführer ersetzen", so Petrik. Besonders Touristen, Kurgäste und Rehapatienten, die mehr über die Geschichte oder Architektur der Herz-Jesu-Kirche erfahren wollen, können sich hier Informationen holen. "Es hilft Besuchern Bad Kissingens, die Stadt zu erkunden und mit der Stadtpfarrkirche vertraut zu werden. Sie erfahren, wann es Gottesdienste, Konzerte und andere Veranstaltungen gibt und außerdem, welche Personen hinter Kirche und Pfarrei Herz Jesu stehen und wer im Seelsorgeteam mitarbeitet", erklärte Pastoralreferent Rainer Ziegler. Die Bezeichnung "Berührungs- Punkt" drücke auch die Nähe zum Kontakt-Punkt aus, also zum Gesprächs- und Informationsladen der Pfarrei direkt gegenüber der Stadtpfarrkirche.

Die vielen Texte, Bilder, Videos, Filme und Hörbeispiele sprechen Augen und Ohren an. Durch das Tippen mit den Fingern wird auch der Tastsinn angesprochen", erklärt die Studentin weiter. Ein lustiges Video stellt sogar die Kissinger Ministranten vor. Beatrice Petrik hatte Hilfe von Fotografen, Filmerinnen, einem Schreiner, vom Küster und vom Organisten. Ganz besonders involviert war auch Netzwerktechniker und Programmierer Georg Kröber.

Angst vor der Terminal müsse man nicht haben, man könne einfach ausprobieren. "Wirklich jeder, egal ob alt oder jung, kann den Bildschirm problemlos steuern," erklärt Petrik. Etwas falsch oder kaputt machen könne man nicht. Für Menschen, die auf einen Rollator oder auf den Rollstuhl angewiesen sind, gibt es unterhalb des Bildschirms zudem eine Art Computermaus, mit der man den Touchscreen ebenfalls steuern kann.

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