Bad Kissingen

Trompete im Einklang mit der Orgel

Michael Lindner und Burkhard Ascherl gaben beim Kissinger Winterzauber in der Herz-Jesu Stadtpfarrkirche ein festliches Konzert mit Trompete und Schuke-Orgel.
Michael Lindner zeigte sich spielfreudig und virtuos auf der Konzerttrompete.  Fotos: Peter Klopf
Michael Lindner zeigte sich spielfreudig und virtuos auf der Konzerttrompete. Fotos: Peter Klopf

Kerzen an der Stirnseite der Bänke, ein großer, mit roten Kugeln und glänzenden Lichtern geschmückter Christbaum im abgedunkelten Altarraum, bildeten die stimmungsvolle Atmosphäre für ein Konzert der besonderen Art. Beim Bad Kissinger Winterzauber ist stets der Abend des ersten Weihnachtstages der Schuke-Orgel in der Herz-Jesu Stadtpfarrkirche und Blechbläsern vorbehalten. Auch diesmal stand wieder ein festliches Trompetenkonzert mit Stadtkantor Burkhard Ascherl und dem Trompeter Michael Lindner auf dem Programm.

Michael Lindner studierte moderne Trompete und Barocktrompete am Royal Northern College of Music in Manchester, einem der renommiertesten Colleges. Derzeit arbeitet er als freischaffender Künstler und ist als Solist und Orchestermusiker im In- und Ausland tätig. Burkhard Ascherl ist seit 1993 Stadtkantor von Bad Kissingen und begeistert sein Publikum regelmäßig mit Orgelkonzerten. Mit Werken von Georg Philipp Telemann , Dietrich Buxtehude und Tommaso G. Albinoni wurde der wuchtige Glanz des Barock gegenwärtig.

Anspruchsvolle Stücke

Burkhard Ascherl hatte die Werke bearbeitet, damit der strahlende Klang der Trompete zur Wertschätzung kam. Michael Lindner benutzte dabei, jeweils dem Werk entsprechend, eine Konzerttrompete in Stimmung B, eine in C-Stimmung sowie eine Piccolo-Trompete. "Sowohl der Instrumentenwechsel während des Stückes, als auch das perfekte Zusammenspiel mit der Orgel, waren für mich die Herausforderungen bei diesem Konzert", sagte Michael Lindner.

"Neben dem Weihnachtsstress und einem Chorkonzert noch ein festliches Orgelkonzert zu präsentieren, war für mich die eigentliche Herausforderung. Aber es hat Spaß gemacht", sagt Ascherl. Dass die Beiden Spaß und Freude an den Werken hatten, merkte man an ihren Interpretierungen. Homogen und genau aufeinander abgestimmt intonierten sie die überaus anspruchsvollen Stücke. Es war eine wahre Lust, den Musikern zuzuhören, wie sich Orgel und Trompete in der Melodie abwechselten oder ergänzten. Dies konnte man besonders bei der "Sonata Nr. 11 St. Marc" von Tommaso G. Albinoni hören. Leuchtend hell erklangen Trompete und Orgel gemeinsam bei diesem mit schnellen Läufen gespickten wunderbaren Werk.

Beeindruckend auch die Auslegung der berühmten Arie "Lascia ch"io pianga" aus Georg Friedrich Händels Oper "Rinaldo". Solistisch auf der Orgel war Burkhard Ascherl mit dem ebenfalls sehr berühmten "Halleluja" aus dem Oratorium "Messias" von Georg Friedrich Händel unterwegs, welches die Zuhörer in der bis auf den letzten Platz besetzten Stadtpfarrkirche mit spontanem riesigem Applaus belohnten, obwohl Beifall immer erst am Ende des Konzertes üblich ist.

Bemerkenswert waren auch Ascherls Improvisationen über das Weihnachtslied "Adeste fideles". Alles in allem war es ein virtuoses Konzert, bei dem Burkhard Ascherl alle Register der wuchtigen Schuke-Orgel vorstellen konnte und auch Michael Lindner die musikalischen Möglichkeiten der Trompete exzellent darreichte.

Der riesige Beifall am Ende des Konzertes, war überaus verdient. klk

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