Schwärzelbach

Lisa (10) kämpft gegen den Krebs: überwältigende Hilfsbereitschaft nach Spendenaufruf

Seit der Vorweihnachtszeit haben die krebskranke Lisa und ihre Eltern ein paar Sorgen weniger. Doch der Kampf ums Überleben dauert an.
Lisa mit ihrer Mutter Katharina Schuchardt  Foto: Wolfgang Dünnebier       -  Lisa mit ihrer Mutter Katharina Schuchardt  Foto: Wolfgang Dünnebier
| Lisa mit ihrer Mutter Katharina Schuchardt Foto: Wolfgang Dünnebier

"Mit dieser Unterstützung hatte ich gar nicht gerechnet", freut sich Katharina Schuchardt auch für ihre zehnjährige Tochter über den Erfolg der Spendenaktion vor Weihnachten . Vor den Festtagen waren die Sorgen der Familie so eskaliert, dass Daniel Lohfink (Ramsthal) einen Hilferuf zur Unterstützung der Familie gestartet hatte.  

Durch den Beistand vieler Spender sieht die Lage jetzt etwas rosiger aus. Aber über den Berg ist Lisa noch nicht. Sie leidet seit vergangenen Sommer an den Folgen eines bösartigen Hirntumors, der bei einer schweren Operation entfernt werden musste. Die erste Chemotherapie im Anschluss an die OP vertrug sie schlecht. Es folgten zwei schwierige Wochen im Krankenhaus.

Im neuen Jahr erst wenig daheim

Nachdem die Schülerin im Herbst auf 20 Kilogramm abgemagert war, musste ihr eine Magensonde eingesetzt werden. Doch es gab auch Hoffnungsschimmer in diesen schweren Tagen. Nach einer zweiten Chemotherapie kurz vor Weihnachten durfte Lisa das Fest zu Hause erleben.

Doch zum Jahreswechsel bekam Lisa Fieber und musste wegen ihres geschwächten Immunsystems vorsorglich erneut ins Krankenhaus. Nur wenige der Tage im neuen Jahr sind ihr bisher im trauten Familienkreis vergönnt. Denn ab kommenden Montag steht wieder eine Chemotherapie an. Die Schülerin schwebt erneut im Ungewissen, wie ihr Körper damit klar kommt.

Ein Lichtblick sind die Hilfsangebote und Spenden vieler Mitmenschen. "Wir konnten es kaum fassen", sagt Katharina Schuchardt. Bereut hat es die bescheidene Familie keinesfalls, dass sie sich zu der Spendenaktion überreden ließ. Durch die eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten in der Pandemie war vor Dezember 2020 wenig von dem Leid aus den eigenen vier Wänden nach draußen gedrungen.

Unterstützung von Arbeitgeber und Dorfgemeinschaft

Neben Geldspenden gab es jüngst auch zahlreiche Hilfsangebote aus der Dorfgemeinschaft, aus dem Rathaus mit Bürgermeister Florian Atzmüller an der Spitze und heimischen Firmen. Wenn helfende Hände gebraucht werden, könne man jemanden schicken, zitiert Katharina Schuchardt eine der großzügigen Botschaften. Auch mittels dieser Zeitung und soziale Medien ging der Aufruf über Unterfranken hinaus sogar zu Freunden und Bekannten nach Stuttgart und Köln.

Alle bisherigen Offerten kann die Familie gar nicht annehmen. Für Reittherapie, die Lisa wohl erst nach den regelmäßigen Chemotherapien ab August antreten könnte, gab es alleine 30 Angebote auch von weiter weg. Die Heiligenfeld-Kliniken (Bad Kissingen) als Arbeitgeber der Mutter haben Unterstützung zugesagt, weil sie rund um die Uhr daheim für die Tochter da sein möchte.

So ist es der Mutter nicht mehr bange, wenn die gesetzliche Lohnfortzahlung endet. Es liegt der Familie nun am Herzen, ausdrücklich danke zu sagen für all die Unterstützung. Nun falle es erheblich leichter, sagt die Mutter, die kommenden Herausforderungen zu stemmen und die Leiden von Lisa möglicherweise durch zusätzliche Therapien zu lindern. Wolfgang Dünnebier

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