Kothen

Umbau und Betreuung unter drei Jahren

Mit einer Unterschriftenaktion wollen einige Bürger den Erhalt des Kindergartens Kothen sichern.
Mit einer Unterschriftenaktion soll erreicht werden, dass sich der Gemeinderat noch einmal über eine Erweiterung des Kindergartens in Kothen und eine Betreuung für Kinder unter drei Jahren dort beschäftigt. Sie befürchten, dass der Kindergarten sonst eines Tags ganz geschlossen wird.  Foto: Petra Heurich
Mit einer Unterschriftenaktion soll erreicht werden, dass sich der Gemeinderat noch einmal über eine Erweiterung des Kindergartens in Kothen und eine Betreuung für Kinder unter drei Jahren dort beschäftigt. Sie befürchten, dass der Kindergarten sonst eines Tags ganz geschlossen w...
So mancher Bürger dürfte über die Post am Wochenende gestaunt haben. Ein Schreiben an die Mitbürgerinnen und Mitbürger der Gemeinde Motten inklusive Unterschriftsliste auf der Rückseite an die Adresse des Mottener Gemeinderates gerichtet - unterzeichnet von Gemeinderat Marco Hillenbrand, den Kothener Kindergarten-Elternbeiratsmitgliedern Sabine Brixel und Katrin Statt sowie Alexander Möller lag am Sonntag im Briefkasten. Letzterer wünscht sich eine U3-Betreuungsgruppe im Kothener Kindergarten und sorgt sich, wie die anderen Unterzeichner, um den Bestand des Kothener Kindergartens.
Hintergrund: Für die Betreuung der Kinder in einer U3 (unter drei Jahre) - und Regelgruppe wurde in der vergangenen Gemeinderatssitzung der Neubau eines Kindergartens in Motten beschlossen (wir berichteten). Zuvor hatten Prüfungen ergeben, dass für die Aufnahme von Kindern ab zwei Jahren eine Aufstockung des Mottener Kindergartens nicht empfohlen wurde. Für die Aufnahme der Kinder im Kothener Kindergarten wären bauliche Veränderungen notwendig. Diesen vorgelegten Entwurf, hatte gar Kindergartenleiterin Sandra Reith als an den Kindern vorbei geplant, bezeichnet.


Sicherung des Erhalts

In dem Schreiben an die Bürger machen die Unterzeichner zunächst ihr Anliegen deutlich. Kindergartenneubau in Motten "Ja", aber auch Umbau des Kothener Kindergartens zu Gunsten einer U3-Betreuung und zur Sicherung des Erhalts der Einrichtung in Kothen . Man befürchtet, dass mit der fehlenden U3-Betreuung in Kothen , die Zahl der zu betreuenden Kinder absinke. Das könne über kurz oder lang den Träger zur Schließung des Kindergartens bewegen. "Das wollen wir verhindern," schreiben die Vier. Deshalb fordern sie, den Kothener Kindergarten soweit zu modernisieren, dass beide über ähnliche pädagogische Möglichkeiten verfügen. "Unser Ziel ist es, dass auch in Kothen eine getrennte Betreuung von U3-Kindern und Regelkindern erfolgen kann. Eine Zweiklassengesellschaft bei der Kinderbetreuung darf es nicht geben", schreiben die Unterzeichner.
Die Rückseite des Anschreibens richtet sich an den Gemeinderat. Unterstützer der Unterschriftenaktion legen noch einmal ihre Argumente für den Umbau des Kindergartens Kothen-Speicherz dar. Dazu gehörendie lange Tradition des Kindergartens sowie die Attraktivität beider Ortsteile für den Zuzug junger Familien. Gerade in Zeiten erhöhten Betreuungsbedarfs sei dies ein Wettbewerbsvorteil. Darüber hinaus teilen sie nicht die Auffassung des Bürgermeisters Jochen Vogel , dass es Eltern zuzumuten sei, fünf bis neun Kilometer zu der Betreuungseinrichtung zu fahren.
Der Kindergarten Kothen-Speicherz sei mit vergleichsweise geringen Investitionen eine gute Alternative. Der vom zuständigen Architekten eingereichte Entwurf für einen geplanten Umbau stelle jedoch nicht die zufrieden stellende Lösung dar. Daher regt man an, einen anderen Architekten für die Planung eines Entwurfes zu beauftragen, "der auch eine Verbesserung der pädagogischen Möglichkeiten in der Einrichtung zum Ziel hat." "Wir, die unterzeichnenden Bürger der Gemeinde Motten, fordern den Gemeinderat auf, dieses Thema unter den von uns dargelegten Aspekten noch einmal zu betrachten und einem Umbau des Kindergartens Kothen-Speicherz zuzustimmen", endet das Schreiben.
"Ich bin überrascht und verstehe die Aufregung nicht. Der Kindergarten in Kothen steht für mich überhaupt nicht zur Diskussion", sagt Vogel. Das habe er auch immer in den Gesprächen mit dem Jugendamt so kommuniziert. Er distanziert sich von der Aussage drei bis neun Kilometer Wegentfernung seien für die Eltern zumutbar. Diese Feststellung hätten die Regierung von Unterfranken und das Jugendamt getroffen.

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